Monatsforum April Mamis 2014

NFM, Tripler Test und Co.

NFM, Tripler Test und Co.

1und1macht4

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Huhu Mädels! Sagt mal, habt ihr euch schon Gedanken gemacht, was ihr alles für Untersuchungen machen lassen wollt??? Ich soll mir in den nächsten 3 Wochen Gedanken machen, was wir alles machen lassen wollen und was ein negatives Ergebniss für Folgen haben würde. Ich find das so eine schwierige Entscheidung, denn klar wünscht man sich ein völlig gesundes Kind, aber ist es nicht auch einem behinderten Kind zu gönnen zur Welt zu kommen? Oder ist es evt. egoistisch ein behindertes Kind auf die Welt zu setzen? Bei unserem 1. Kind war es ganz klar, dass wir ein behindertes Kind leider abgetrieben hätten. Jetzt beim 2. Kind bin ich mir nicht so sicher. Es kann ja auch eine grosse Bereicherung sein ein Kind mit z.B. Trisomie 21 zu haben. Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Gedanken und evt. Entscheidungen mit mir teilt, um dann evt eine Entscheidung zu treffen. Im Moment denke ich, dass ich auf alle Fälle die NFM machen lassen werde. Wenn die auffällig ist den Tripler Test. Ob es dann aber weiter gehen soll mit Untersuchungen weiss ich nicht, den wie gesagt weiss ich nicht ob ich ein behindertes Kind nicht dennoch annehmen würde.... Mit meinem Mann möchte ich eigentlich erst darüber reden, wenn ich mir sicher bin, was ich will!


Blumenbeet90

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Antwort auf Beitrag von 1und1macht4

Hallo meine Liebe, das ist klar eine schwere Entscheidung. Ich für meinen Teil fand es zum Beispiel schon wichtig vorher mit meinem Mann zu sprechen und mit Ihm gemeinsam eine Entscheidung zu treffen. Wir haben uns jetzt für die NFM entschieden und hoffen natürlich, dass es keine Auffälligkeiten gibt. Falls aber doch, werden wir weitere Untersuchungen wie eine FWU machen lassen, um Gewissheit zu haben ob und wie schwer das Kind behindert sein würde. Falls wir ein schwerbehindertes Kind erwarten würden, haben wir uns jetzt dafür entschieden, einen Abbruch zu machen. Klar haben wir fast 1 1/2 Jahre auf unseren Krümel gewartet, aber wir wollen beide kein Kind in diese Welt setzten, das von der Welt so nichts hat. Und klar ist da auch ein bisschen Egoistmus mit bei dass wir sagen, wir wollen auch noch ein Leben haben. Aber wie gesagt, es gibt da auch ganz andere Meinungen und ich finde es echt selbstlos, wenn sich Eltern dafür entscheiden, aber man muss sich einfach Gedanken machen, ob man das selber für sich schafft. Meim Mann und ich könnten das nicht!


1und1macht4

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Antwort auf Beitrag von Blumenbeet90

Ich habe mich wohl etwas falsch ausgedrückt! Klar soll die Entscheidung zusammen mit meinem Mann getroffen werden, schliesslich ist das Kind von uns beiden und beide müssten mit den Folgen leben. Was ich sagen wollte ist, dass ich mir erst Gedanken machen will um mir selber etwas klarer zu werden, was für mich in Frage kommt. Im Moment ist alles so unklar und da mein Mann gar nichts davon versteht wäre eine Entscheidung so fast unmöglich. Mein Mann muss von mir wissen was es alles gibt, was es für Möglichkeiten gibt, was in Frage kommt - nur so können wir dann GEMEINSAM eine Entscheidung treffen!


Schöfche

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Antwort auf Beitrag von 1und1macht4

Guck mal weiter unten,hatten das Thema die letzten Tage erst. Wie man sieht,es ist ein sehr sehr heikles Thema! Da gehen die Meinungen sehr auseinander. Man sollte sich auf jeden Fall viele Gedanken darüber machen. Ich find's wichtig vorher zu überlegen was wäre wenn... Warum lass ich ne NFM machen,wenn ich nicht weiss wie ich reagiere wenn sie auffällig ist. Klar,es gibt viele Arten und schweregrade von Behinderung,denke das sollt man auch nochmal bedenken. Wir haben bei der großen nichts machen lassen außer die Standard Untersuchungen,das werden wir wieder so handhaben. Man muss ja auch bedenken dass es bei der NFM nur um Wahrscheinlichkeiten geht,mir wäre das zu risikoreich bzw unsicher. Aber,ich verurteile auch keinen,der das macht bzw sich gegen ein behindertes Kind entscheidet. Ich kann's mir für mich nicht vorstellen,aber wie gesagt,es gibt ja unterschiedliche grade und Gott sei dank war ich noch nie in der Situation wo ich sowas entscheiden musste! Find's dennoch ein sehr interessantes Thema und mache mir auch viele Gedanken drum...


Philo

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Antwort auf Beitrag von 1und1macht4

Liebe 1und1macht4, wir werden auch in dieser Schwangerschaft keine zusätzlichen Untersuchungen machen lassen. Ich habe mit schwer kranken und behinderten Kindern gearbeitet und die so gefürchtete Trisomie 21 ist eine Behinderung, mit der es sich heute gut leben lässt, auch was Förderungen etc. angeht. Uns ist es wichtig, dass unser Kind Freude am Leben hat. Diese ist u. E. unabhängig von einer Behinderung. Viel mehr "Angst" habe ich vor Behinderungen wie einem Autismus, da ich finde, da man damit viel schwerer umgehen kann. Ja, diesen kann man nicht praenatal diagnostizieren, wie so viele Behinderungen / Krankheiten. Ich wünsch Dir den Mut, Dich für Dein Kind zu entscheiden.


1und1macht4

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Antwort auf Beitrag von Philo

Ich komme aus dem medizinischen Bereich und kenne somit auch viele Behinderungen. Trisomie 21 ist die Behinderung, die mir glaub am wenigsten Angst macht, denn solche Kinder können eine sehr grosse Bereicherung sein. Haben mehrere im Freundeskreis und so viel Liebe wie diese Kinder geben, gibt kaum ein gesundes Kind! Dennoch wäre es direkt nach der Geburt ein Schock und die Welt würde zusammen brechen. Wenn man aber in der SS schon davon weiss, kann man sich damit befassen, sich mit dem Gedanken anfreuden und auch die Umgebung darauf vorbereiten. Zumindest denke ich zur Zeit so! NFM Messung werden wir also auf alle Fälle machen und das weiter wird sich dann zeigen....


Blumenbeet90

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Antwort auf Beitrag von 1und1macht4

Ah, jetzt hab ich gecheckt was du damit sagen wolltest Ja, das ist dann natürlich schon wichtig, nicht das ihr in eine Disskusion kommt und dann weißt du nicht, was du auf seine Fragen antworten kannst...! Hast du einen guten FA der dich dazu vielleicht auch nochmal beraten kann und dir die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen kann?


1und1macht4

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Antwort auf Beitrag von Blumenbeet90

Mein FA hat mir ein Buch mitgegeben, wo unter anderem die versch. Untersuchungen beschrieben sind. Die Entscheidung für oder gegen ein behindertes Kind müssen aber schon wir selbst fällen und gerade das finde ich so schwer. Ich meine es geht dabei ja nicht nur um uns als kleine Familie, sonder auch um die Verwandtschaft, die ganze Gesellschaft und leider ist es heutzutage immer noch so, dass behinderte Menschen nicht gern gesehen werden!


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von 1und1macht4

Wir werden die NFM machen und die Feindiagnostik. Wir würden es uns für ein Abbruch entscheiden, wenn man 100 % sagen könnte, dass das Kind behindert auf die Welt kommt. Mein Stiefsohn ist behindert und ich sehe wie schwer ihm alles fällt und er kann "nur" nicht laufen und hat motorische Schwierigkeiten. Ansonsten ist er vom Kopf her normal.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von 1und1macht4

ist für uns keine Option. Zuallererst finde ich es nicht in Ordnung dem Kind gegenüber. Ich kenne sehr viele behinderte, körperlich und geistig betroffene, Menschen. Das möchte ich meinem Kind ersparen. Es kann immer irgendetwas schief gehen, aber ganz bewußt wäre es undenkbar für uns. Dann würde unsere bisher bestehende Familie sehr darunter leiden, Thema Schattenkind. Außerdem bin ich inzwischen der Meinung, daß Eltern, die sich trotz Testergebnissen für ein behindertes Kind entscheiden, alle entstehenden Kosten selbst tragen sollten. Wißt Ihr, zum Beispiel, was eine Herzoperation kostet? Und wie viele Trisomie 21 Kinder eine benötigen? Ich finde es nicht in Ordnung, die Gesellschaft mit den Folgen des elterlichen Egoismus zu belasten. Das klingt im ersten Moment hart, aber bedenkenswert, oder?


keinnamemehrfrei

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ei karamba.... zum Glück wird es solche Gesetze nie geben. wo will man auch die Grenze ziehen? sollen Eltern die beide einen Sehfehler haben besser keine Kinder bekommen weil das ja eindeutig Veranlagung ist und die Kinder regelmäßig Brillen bekommen müssen??? oder sollen die das auch einfach aus der eigenen Tasche zahlen? du gehst hoffentlich auch nie sinnlos bei zipperlein zum Arzt und lässt das kontrollieren auf Kosten aller kk-Mitglieder!? Mein Bruder hat an einer Hand angeboren nur zwei Finger, diese waren zusammen gewachsen und gebeugt. mehr hat er nicht. würde man ein solches Kind abtreiben sollen wenn man vorher schon weiß das man die Krankenhaus-Kosten nie tragen kann? Er hatte schon etliche op's und hauttransplantationen. würde man sich dann besser dafür entscheiden müssen die Hand ganz zu amputieren statt ihre Beweglichkeit und ihren nutzen zu verbessern? ich habe eine Vorstellung davon was du meinst, es gibt bei uns Patienten, da werden tausende von euro raus geschmissen obwohl es eh keine überlebenschance gibt. aber da stört mich weniger das Geld als mehr der Seelenfrieden der Kinder. Kinder die keine nieren haben können nicht überleben. das ist unmöglich. nach einem vierstündigen massaker am Kind ist selbst die Technik am Ende und die kleinen zerstochenen Körper werden in die Arme der Eltern gelegt. das finde ich pietätlos hoch 80 und das ist ein Teil des jobs den ich hasse. da erwarte ich aber mehr von den Ärzten das die Tachelesreden und den Eltern nicht anbieten Alles zu probieren sondern ihnen sagen das nur eine sterbebegleitung in Frage kommt.


Sylt

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Antwort auf Beitrag von 1und1macht4

Mich mal kurz aus dem März Forum reinschleich. Bin schon ü 35 und wir haben uns bewusst gegen weiterführende Untersuchungen entschieden. Denn es würde nichts an der Entscheidung dieses Kind zu bekommen ändern. Über deine Aussage ärgere ich mich schrecklich. Warum sollte die Eltern Behinderter Kinder für alle kosten selbst Aufkommen? Hast du geraucht? Deiner Argumentation folgend müsste zb auch jeder Raucher, der Lungen, Kehlkopf oder zungenkrebs, raucherbein.... Bekommt selber für seine Behandlung Aufkommen, denn das ist selbstgemachten Elend. Bin echt schockiert. Und wer sagt einem, das ein behindertes Kind nix vom leben hat? Wir alle können es nicht beurteilen. Oder was macht ihr, wenn das Kind unter der Geburt behindert wird. Glg


schäfchen187

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Antwort auf Beitrag von 1und1macht4

wow, piratenflummi, das is ne spur zu krass formuliert..... da müssten ja dann auch alle, die einen herzfehler diagnostiziert bekommen bei der feindiagnostik "weggemacht" werden, oder wie? nur weil die op so teuer is? sorry, aber das is geht gar nicht. ich bin zwar auch für die untersuchung und haben sie auch schon beim ersten kind machen lassen. allerdings sehe ich auch andere vorteile darin. bei einer bekannten wurde bei der untersuchung festgestellt, dass das kind kein gehirn entwickelt hat, es wäre somit nicht überlebensfähig gewesen. das sind ua. absolute vorteile aus so einer untersuchung. was ist, wenn das kind ein erhöhtes risiko für z.b. trisomie hätte, müsste man sich dann überlegen.


keinnamemehrfrei

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Antwort auf Beitrag von 1und1macht4

ach wir grübeln auch gerade. nfm werde ich wieder machen lassen. bei Auffälligkeiten würde es wohl aber gleich die fwu geben oder diese neue diagnostik. dem riple-test trau ich keinen Meter über den Weg. das Ding ist wie Lotto spielen. ich mache mir aber viel weniger Gedanken um trisomie 21 als um Sachen wie trisomie 13 oder 18. da muss ich auch nicht lang überlegen was die Konsequenz wäre. ich kenne diese Patienten ja nun zur genüge und ich finde es ethisch wirklich sehr fragwürdig wenn man bei einer solchen infausten prognose die Kinder auf Willen der Eltern zu jeden Preis am Leben erhält. gut, man könnte sich überlegen diese Kinder auszutragen und dann würdevoll Abschied zu nehmen und sie auch gehen zu lassen, aber ich glaube das wäre nicht unser Weg. ich tu mich eher schwer mit dem klimbim wie cmv, ringelröteln und co. die Konsequenz müsste ja sein das man das alle paar Wochen erneut testen lässt um im Falle einer frischen Infektion - die man ja in der Regel nicht bemerkt - schnell mit der Therapie beginnen zu können.


Steinböckchen

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Antwort auf Beitrag von 1und1macht4

Ich laß auch die NFM Messung machen und falls was auffällig ist, alle weiteren Untersuchungen!!! So haben wir es für uns beschlossen!!