FrauKundBauch
Hallo ihr, Erstmal wünsche ich allen anderen Schon-Müttern herzlichen Glückwunsch zum Baby und allen noch Schwangeren eine baldige, schöne Geburt. Bei mir ist es seit letzter Woche auch vorbei und alles lief anders als vorher gedacht. Nachdem ich in der 32. Woche vorzeitige Wehen hatte und liegen musste, sagten alle Ärzte und Hebammen, dass unser Sohn es maximal bis zur 38. Woche schaffen würde, was meinen ursprünglichen Wunschkaiserschnitt (da ich von Anfang an unglaubliche Panik vor einer Spontangeburt hatte) unmöglich machte. Die 38. Woche kam und ging und er blieb drin, so lange, dass ich mich letzte Woche schon darauf vorbereitete, deutlich über den Termin zu gehen und alle Maßnahmen ergriff (Überweisungen fürs Krankenhaus, zum CTG über Ostern und zur möglichen Einleitung). Dann, am Mittwoch, dem 16.4., dem errechneten Geburtstermin, hatte ich eine höllische Nacht, in der ich ständig mit Wehen aufwachte - nichts Neues, aber selten waren es so viele. Morgens um 6 ging dann gar nichts mehr, an Schlafen war nicht mehr zu denken, also machten mein Mann und ich uns fertig und fuhren ins Krankenhaus. Die Wehen kamen alle 8-10 Minuten, im Kreißsaal stellte der Arzt fest, dass der Muttermund bei 4 cm war, ich wurde noch für ein Stündchen auf die Station geschickt und sollte wiederkommen, wenn es stärker und öfter würde. Abends gegen 6, nach 12 Stunden Wehen, war ich bei 8 cm angekommen, hatte keine wirklichen Wehenpausen mehr und verlangte ein Schmerzmittel. Der unfassbar gute Anästhesist wurde geholt, schaffte es, mir ohne Wehenhemmer und ohne mir Schmerzen zuzufügen, eine wunderbare PDA zu setzen und ich entspannte mich doch sehr. Dann dauerte es noch 5 Stunden, die ich aber ziemlich gut hinter mich brachte, bis um 22:56 Uhr noch am Termin unser Sohn geboren wurde. Thorge T. A. K. war bei der Geburt 54 cm groß, hatte 35, 5 cm Kopfumfang und stolze 4240g. So viel zu den Hebammen und Ärzten, die Stein und Bein geschworen hatten, dass unser Zwerg die 4000g auf keinen Fall überschreiten würde. Mein Mann war die ganze Zeit bei mir (mal abgesehen von kurzen Gängen vor die Tür) und kümmerte sich nach der Geburt um unseren süßen Zwerg, da zwar die Geburt an sich komplikationslos war, aber als alles vorbei war und ich noch eine lokale Betäubung für die Naht bekam, mein Kreislauf sich endgültig verabschiedete, weshalb ich dann noch 3 Stunden zur Beobachtung im Kreißsaal bleiben musste. Ich hätte niemals gedacht, dass ich eine Spontangeburt so gut wegstecken würde, sowohl körperlich als auch psychisch und bin im Nachhinein echt froh, dass ich keinen Kaiserschnitt hatte, da es mir am nächsten Morgen echt richtig gut ging. Die meisten Probleme bereitete mir mein Steißbein, ein Hämatom und vor allem mein schwacher Kreislauf, aber ansonsten ging es mir wirklich gut. Die Tage im Krankenhaus waren noch ziemlich schwer, da ich erstens eine Bettnachbarin aus der Hölle hatte (IMMER waren mindestens 2 und bis zu 7 Leute zu Besuch, das Handy klingelte permanent und dank unüberwindbarer Sprachbarriere konnte ich nicht mal um Ruhe bitten, sodass einmal eine der Stationshebammen ein ziemliches Machtwort sprechen musste) und unser kleines Dickerchen ein paar Startschwierigkeiten hatte. Das Stillen geht momentan nur mit Hütchen, da er mit einem Überbiss zur Welt kam, der es ihm unmöglich machte, die Brust richtig zu packen, aber langsam wird es besser. Außerdem hatte er ziemlich mit Koliken zu kämpfen, vor allem nachts, sodass ich fast nie schlafen konnte und immer mit ansehen musste, wie mein armer Sohn sich quälte, ohne dass ich ihm helfen konnte. Aber seit Samstag sind wir zu Hause und es ist eigentlich perfekt. Thorge hat sich super eingelebt, schläft nachts meist 6-7 Stunden am Stück und ist ein unglaublich süßes, aufgewecktes, aber auch sehr ausgeruhtes Baby. Mit Koliken haben wir seit 3 Tagen keine Probleme mehr und sind mehr als glücklich. Ich wünsche euch allen alles Gute und ganz viel Spaß mit euren süßen Kindern, auf dass ihr so überglücklich seid wie ich!
Das freut mich so für euch! Du lässt ihn nachts durchschlafen? Ich muss ihn alle 3-4 std wecken um ihn zum stillen zu zwingen sonst würde er auch 6-7 std am tag am Stück schlafen ohne zu futtern. Angeblich muss ich das so machen. Wird wohl am fehlenden milcheinschuss liegen.
Klingt ja super. Glückwunsch! Ich hatte auch eine schöne Geburt. Muss meine leider nachts auch wecken und oft auch tagsüber, weil sie sonst zu wenig trinkt.
DAS mache ich auch nie wieder! Ich sollte meinen Kleinen im Krankenhaus auch alle 4 Stunden zum Füttern wecken. Er hat sich dann die ganze Nacht danach nicht mehr beruhigt davon :( und einen Schreikrampf nach dem anderen bekommen. Die Kleinen sind nach der Geburt so erschöpft, dass ich nicht glaube, dass das gut ist, sie ausm Schlaf zu reißen. Hab's dann nicht mehr gemacht und mein Kleiner schläft jetzt auch gern und viel, wacht trotzdem aber immer irgendwann (und wenns nach 5 Stunden ist) munter und zufrieden auf und dann wird getrunken.
Würds auch gern vermeiden und machs nur, weil sie sonst tatsächlich zu wenig bekommt. Sie würde auch tagsüber fast jede Mahlzeit verschlafen. Oft fehlt ihr die Kraft für mehr als ein Krähen oder sie schmatzt und sucht im Halbschlaf.Ich hoffe, sie wird bald kräftiger.
Hach, das ist ja toll, das alles sich zum positiven gedreht hat und Du keinen. Kaiserschnitt brauchtest! Jaja, die leidigen Bettnachbarn... Ich hatte gleich zwei solcher Exemplare im Zimmer! Unglaublich, dass manche Menschen einfach kein Benehmen und das Wort Rücksicht noch nie gehört haben. Jedenfalls wünsche ich Dir weiterhin so viel Freude mit dem kleinen Thorge. Unsere beiden Jungs haben fast dieselben Masse (53, 36 und 4.230) Und wurde auch total unterschätzt :-)
Bei uns ist es vom Stillen her auch so, dass mir im Krankenhaus gesagt wurde "UNBEDINGT alle 3- 4 Stunden anlegen", aber zu Hause hab ich das dann einfach verpennt, als unser Zwerg neben mir schlief und sich nicht meldete, da ich so müde war. Und wir haben jetzt festgestellt, dass er abends "vortrinkt". Zwischen 6 und 11 hat Thorge öfter Hunger, manchmal schon nach anderthalb Stunden, dafür dann nachts bis 4 oder 5 nicht. Meine Hebamme und ich sind damit völlig zufrieden, da er kräftig trinkt, gut zunimmt und ich auch immer genug Milch für ihn habe. Und ein Mal pro Nacht füttern müssen finde ich total verträglich :)
oh das ist so schön das zu lesen
und schön das du auch hinterher denkst das das genau der richtige Weg war! toll!!!! herzlichen Glückwunsch!!!!!!!
Zum stillen: die Hebammen hier sagen Hauptsache 8-10 mal in den ersten Tagen. dadürfen auch mal 6 Stunden dazwischen liegen. durch die clusterphasen wird das dann wieder kompensiert.