Dr. med. Wolfgang Paulus

Mykotoxine in der Schwangerschaft

Antwort von Dr. med. Wolfgang Paulus

Zusätzliche Angaben:

Medikamente:Femibion 2, Magnetrans forte, Vigantoletten 1000 (1 Tbl./d)
Belastungen:keine
Krankheiten:keine

Frage:

Sehr geehrter Herr Dr. Paulus!

Zunächst einmal möchte ich mich bei Ihnen bedanken, da Sie hervorragende Arbeit in diesem Forum leisten und mich und viele andere werdende Mamis in Ihrer Funktion als Toxikologe durch Ihr Wissen beruhigen können.

Ich hatte Sie schon einmal kontaktiert und hoffe, Sie können mir auch bei meiner heutigen Frage die Sorge nehmen, meinem Kind geschadet zu haben.

Ich bin aktuell in SSW 31 und habe gestern festgestellt, dass ich über Monate hinweg wohl täglich auf meiner Arbeitsstelle 1-2 Tassen Kaffee aus einer Senseo-Kaffeepadmaschine getrunken habe, von welcher zwar die beweglichen Teile (wie Sieb etc.) ständig gründlich gereinigt werden, nicht aber der Wasserbehälter. Der dafür zuständigen Dame war dies leider nicht bekannt.

So fiel mir gestern beim Befüllen des Kaffemaschinen-Wasserbehälters auf, dass sich in diesem ein roter Belag (Rotschimmel?) an der Gefäßwand abgesetzt hatte, desweiteren fühlte sich die Gefäßwand schleimig an und es fanden sich vereinzelt schwarze Schimmelpilzsprossen.

Da ich nun davon ausgehen muss, dass dieses Behältnis wohl über Monate nicht oder nur unzureichend gereinigt wurde, bin ich in großer Sorge, da sich in diesem Wasserbiotop wohl viele Mykotoxine, Bakterien etc. befunden haben und ich nicht einordnen kann, ob dieser ständige Kontakt zu Pilzsporen meinem Baby geschadet haben können, da Pilzsporen ja meines Wissens placentagängig sind und durch die Hitze des Aufbrühens wohl nicht zerstört wurden und ich nicht weiß, inwieweit diese Gifte embryotoxisch wirken.


Zudem habe ich bis zur 5. SSW eine Hautcreme mit dem Inhaltsstoff Retinyl palmitate in Gesicht und Dekolleté angewendet (Environ AVST 3, Anwendung ist über mehrere Jahre erfolgt), diese aber sofort nach Bekanntwerden der Schwangerschaft abgesetzt. Kann man in diesem Zeitraum noch davon ausgehen, dass bei einer etwaigen Schädigung des Fötus das "alles oder nichts-Prinzip" Anwendung gefunden hätte? Oder sind Vitamin A-Abkömmlinge davon ausgenommen?


Vielen herzlichen Dank für Ihre Mühe!


Mit freundlichem Gruß,

Anna Johanna

von anna johanna am 06.02.2015, 08:56 Uhr

 

Antwort auf:

Mykotoxine in der Schwangerschaft

Angesichts der beschriebenen Nutzung der Kaffeemaschine ist zumindest von einer häufigen Befüllung mit frischem Wasser auszugehen.

Eine Gefährdung des Ungeborenen durch hohe Konzentrationen von Mykotoxinen aus Pilzkolonien ist in diesem Zusammenhang sicher nicht zu befürchten.

Eventuelle Bakterien würden durch den Erhitzungsvorgang abgetötet.

Eine begrenzte äußerliche Anwendung von Präparaten mit Vitamin A bis zur 5.SSW stellt kein Risiko für die embryonale Entwicklung dar.

von Dr. med. Wolfgang Paulus am 09.02.2015

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