Dr. med. Wolfgang Paulus

Keimax 400mg in Stillzeit

Antwort von Dr. med. Wolfgang Paulus

Frage:

Sehr geehrter Herr Dr.Paulus
habe folgendes Problem: Habe seit Anfang Dezember eine Erkältung (unsere 12 Wochen alte Tochter ebenfalls) und bekam nun durch meinen Mann Anfang der Woche einen trockenen sehr schmerzhaften Husten der trotz Mucosolvangabe nicht produktiv wird mir aber Probleme wie Luftnot und Würgereiz beim husten bereitet.
Da Tees, Globulis u Mucosolvan 4-5 Tage nix brachten verschrieb mir der Hausarzt heute Keimax 400mg 10Tage 1 Kapsel!
(Ich wies ihn auf Stillzeit hin!)
Die Apothekerin meinte dass es nicht gut wäre und stark in die Muttermilch übergeht und somit der kleinen Magen/Darm Probleme sowie evtl einen Pilz bereiten könnte..
Sie rief den Arzt an der war wohl nicht so freundlich und meinte nur das ginge..aber in dem Arzneiverzeichnis (welches sich alle 2 Wochen aktualisiert) stände dass es nicht empfohlen wäre.
Was soll ich nur machen??Dieser Hausarzt hörte mich nicht mal ab..irgendwie kommt mir das komisch vor..Salbutamol ginge wohl...
Meinen Sie ich schade meiner Tochter damit?Sie ist doch schon genug gestraft mit 12 Wochen stark erkältet und eitrige Bindehautentz.! Soll ich lieber zu einem anderen Arzt am Montag??
Bitte geben Sie mir einen kleinen Rat!!
Herzlichen Dank im Vorraus!!
Natalie

von Missgreeneyes am 16.12.2011, 16:15 Uhr

 

Antwort auf:

Keimax 400mg in Stillzeit

Als Antibiotika der ersten Wahl gelten in der Stillzeit Penicilline, Cephalosporine und Erythromycin, da ein Säugling weniger als 5% einer therapeutischen Dosis über die Muttermilch aufnimmt.

Die Anwendung von Ceftibuten (Keimax) in therapeutischer Dosierung ist mit dem Stillen durchaus vereinbar. Nebenwirkungen wie Diarrhoe bzw. Soor können beim Säugling gelegentlich auftreten.

Der Schleimlöser Acetylcystein ist in der Stillzeit zulässig, da der Wirkstoff auch Säuglingen in therapeutischer Dosis verabreicht werden darf. Solche Mengen gehen jedoch über die Muttermilch keinesfalls auf den Säugling über.
Entsprechendes gilt für den Schleimlöser Ambroxol (z. B. Mucosolvan). Aufgrund der Tierexperimente ist davon auszugehen, dass Ambroxol in die Muttermilch übergeht. Allerdings darf Ambroxol auch Säuglingen in einer therapeutischen Dosis von 15 mg/d verabreicht werden, was über die Muttermilch sicher nicht erreicht wird.

von Dr. med. Wolfgang Paulus am 27.12.2011

Antwort:

Nachtrag zu Keimax 400mg in Stillzeit-WICHTIG!

Was mir noch wichtig wäre kann ich ACC akut nehmen? Das half nur schneller wie dieser süße Mucosolvansaft der bewirkt nur sehr sehr wenig!
Danke für ihre schnelle Antwort im Vorraus!

von Missgreeneyes am 17.12.2011

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