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Kind hört Babybauch an
BooNKer

Da strampelt doch was!

Du bist jetzt in der 19. Schwangerschaftswoche (SSW). Und vielleicht hast du schon den einzigartigen Moment erlebt, der für viele werdende Mütter unvergesslich ist:

Die ersten spürbaren Bewegungen deines Kindes. Dieses zarte, kleine Flattern oder Vibrieren im Bauch, diese quirlige Unruhe, die du möglicherweise zuerst gar nicht einordnen konntest. Bis dir plötzlich klar wird: "Das ist ja mein Baby, das sich da rührt!" Falls du schon ein Kind/Kinder hast, wirst du die Kindsbewegungen schneller und früher bemerken als Frauen, die ihr erstes Baby erwarten.

Immer stärker werden die Püffe und Stöße deines Kleinen in den nächsten Schwangerschaftswochen werden. Und leider häufig gerade dann besonders intensiv sein, wenn du dich zum Ausruhen hinlegst: Deine Bewegungen wiegen dein Baby in Schlaf. Wenn du dich aber ruhig hinsetzt oder legst, bemerkt es die Veränderung und macht verstärkt aus eigener Kraft "Turnübungen". Ob ein Kind sehr viel oder eher wenig strampelt, ist übrigens auch typbedingt. Vergleiche deine Erlebnisse also lieber nicht zu detailgenau mit denen anderer werdender Mütter.

Dein Bauch braucht jetzt mehr Pflege

Allmählich kugelt sich dein Bäuchlein zu einem richtigen Babybauch. Das bedeutet für Haut und Gewebe eine große Belastung. Möglicherweise juckt die Haut am Bauch verstärkt. Regelmäßiges Eincremen mit gutem Körperöl oder einer Körperlotion wirkt lindernd. Haut und Gewebe profitieren auch von einer leichten Zupfmassage:

Mit Daumen und Mittelfinger ziehst du kleine Hautpartien hoch. Das zwickt ein ganz klein wenig und die Haut rötet sich. Arbeite dich zentimeterweise voran, aber bitte nicht fest zwicken oder kneten, sonst schadest du deiner Haut mehr, als du ihr nützt. Schützt so viel Mühe auch garantiert vor Schwangerschaftsstreifen? Das kann dir niemand garantieren. Denn es hängt wesentlich von der anlagebedingten Beschaffenheit deines Bindegewebes ab, ob sich Streifen bilden oder nicht.

Auch die Pigmentierung der Haut verändert sich. Es können sich Sommersprossen oder Leberflecken bilden, die durch Sonneneinwirkung weiter nachdunkeln. Schuld daran ist der erhöhte Östrogenspiegel, der die Bildung des Pigments Melanin anregt. Bei vielen Schwangeren bildet sich zwischen dem Bauchnabel und dem Schambein eine senkrechte, dunkle Linie, die Linea nigra. Sie ist, ebenso wie dunklere Brustwarzen, auf die erhöhte Menge an Melanin im Körper zurückzuführen. Nach der Geburt verschwinden diese Färbungen aber wieder.

Da die Haut während der Schwangerschaft empfindlicher auf Sonne reagiert, solltest du einen höheren Lichtschutzfaktor als sonst verwenden. Dennoch sind kurze Sonnenbäder oder Spaziergänge bei Sonnenschein wichtig, denn dadurch wird die Vitamin-D-Bildung im Körper angeregt. Vitamin D ist für die Knochenbildung und die Einlagerung von Kalzium notwendig.

19. Schwangerschaftswoche: Zeit für den zweiten Ultraschall

Zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche steht die nächste Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall an. Sicher bist du bereits mit der Routine dieser Untersuchungen vertraut. Du wirst überrascht sein, wie groß dein Baby bereits ist. Während du beim letzten Ultraschall noch ein winziges Gebilde erblickt hast, kannst du jetzt einen kompletten Menschen in Miniatur erkennen. Das ist gerade für werdende Väter ein faszinierendes und eindrucksvolles Erlebnis. Sie bekommen ja sonst von ihrem Baby noch nicht viel mit. Kläre also vorab, ob die Sonographie diesmal gemacht wird. Dann kann dein Partner mitkommen. Bei dieser Ultraschalluntersuchung kann oft das Geschlecht des Kindes festgestellt werden. Manche Babys wollen aber noch Inkognito bleiben und gewähren keinen Blick auf den kleinen, aber entscheidenden Unterschied.

Dein Arzt oder deine Ärztin wird diesmal per Ultraschall erneut kontrollieren, wie sich dein Kind entwickelt hat: Wie bewegt es sich, stimmen seine Körperstrukturen? Kann das ungeborene Baby schlucken, sitzen die Organe an der richtigen Stelle und arbeiten sie? Er/Sie prüft auch die Fruchtwassermenge sowie den Sitz der Plazenta an der Gebärmutterwand. Sitzt die Plazenta teilweise oder vollständig vor dem Muttermund (Plazenta praevia), kann die Geburt nur per Kaiserschnitt erfolgen. Oftmals wandert aber eine tiefsitzende Plazenta in den nächsten Wochen mit dem Wachstum der Gebärmutter noch weiter nach oben.

Zwischen der 16. und 20. Schwangerschaftswoche kann im Rahmen der vorgeburtlichen Diagnostik eine Fruchtwasseruntersuchung (lat. Amniozentese) durchgeführt werden.

Babys Haut wird dicker

Die Haut deines Babys bestand bisher nur aus einer sehr dünnen, geradezu durchsichtigen Schicht. Nun bilden sich weitere Schichten. Das Baby bekommt tatsächlich eine "dickere Haut", auch wenn sie selbst bei der Geburt noch sehr zart ist und in den ersten Lebensjahren weiter reifen muss. Um die 19. Schwangerschaftswoche beginnen auch die ersten Kopfhaare zu sprießen. Ob das Kind bei der Geburt lange, kurze, viele oder wenige Haare hat und wie diese später aussehen werden, kannst du momentan nur in deiner Fantasie durchdenken.

In diesem Zeitraum der Schwangerschaft werden die Zahnleisten angelegt und Leber und Milz beginnen mit der Produktion der weißen Blutkörperchen. Das Baby trinkt Fruchtwasser, das im Magen-Darm-Trakt verdaut wird. Im Darm lagern sich daher erste Verdauungsrückstände, bestehend aus verschluckten Hautzellen und anderen Zellen ab. Nach der Geburt werden diese mit dem sogenannten Kindspech, dem ersten Stuhlgang des Babys, ausgeschieden.

So entwickelt sich deine Schwangerschaft:

  • Du befindest dich jetzt in der 19. Schwangerschaftswoche (19. SSW) nach dem 1. Tag deiner letzten Periode.
  • Anders gesagt: 18 Schwangerschaftswochen + 1 bis 7 Tage (ärztliche Berechnung). Im Mutterpass steht beispielsweise SSW 18/1 (Woche 18, Tag 1).
  • Du bist in der 17. Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung, d. h. 114.-120. Tag der Entwicklung.
  • Am Ende dieser Woche ist der Fetus ca. 15 cm (Scheitel-Steiß-Länge) lang. Der Kopfdurchmesser (BPD) beträgt zwischen 39 und 47 mm und das Baby wiegt zwischen 200 und 340 g. Bitte beachte, dass sich die Größe und das Gewicht deines Babys nun immer individueller entwickeln können. Wenn dein Baby größer oder kleiner sein sollte, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung.

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