Kinderarzt Dr. med. Andreas Busse

Kindergesundheit

Kinderarzt Dr. med. Andreas Busse

   

 

Schlafen 20 Monate

Hallo Herr Dr.Busse,
ich hatte Ihnen diese Tage schonmal geschrieben,wegen den Schlafstörungen meines Sohnes,das er meistens nachts um 23 Uhr wach wird und ca.3 Stunden wach ist,sie schrieben darauf man sollte nur am Bett bleiben mit ihm leise sprechen und singen um zu beruhigen,Nur bei unserem Sohn funktioniert das nicht so ganz,je länger ich im Raum bleibe um so hysterischer wird er.
Wir haben ihn vor ein paar Tagen einmal zu uns ins Bett geholt,dann schläft er sofort ein,nur so soll es nicht sein,er sollte in seinem eigenen Bett schlafen.
Bitte um einen guten Tip.
Viele Grüße und danke schön

Bianka

von bisiebibbi1977 am 21.07.2010, 19:30 Uhr

 

Antwort:

Schlafen 20 Monate

Liebe B.,
Sie können dann natürlich auch versuchen, nur kurz nach ihm zu sehen und wieder gehen. Und das nur wiederholen, wenn er ernsthaft protestiert. Oder Sie entscheiden sich für das Familienbett.
Alles Gute!

von Dr. med. Andreas Busse am 22.07.2010

Antwort:

Schlafen 20 Monate

Was bitte spricht denn dagegen, dass der Kleine bei euch im Bett schläft?! Warum sollte der Kleinst der Familie alleine schlafen, während Mama und Papa zusammen in einem Bett liegen? Wenn der Kleine die Nähe nunmal braucht....?!

von Lalelu2009 am 21.07.2010

Antwort:

Schlafen 20 Monate

Hallo Bianka!

Das leise redend am Bett sitzen bleiben und nicht herausnehmen funktioniert bei keinem Kind. Es ist Quälkram für die Kleinen, die dann einfach nur resignieren und rein gar nichts dabei lernen.
Stell´ Dir vor, Du liegst, mit zwei gebrochenen Beinen im Bett und musst aus irgendeinem Grund (nehmen wir einen Gang zum WC) dringend aufstehen, wofür Du die Hilfe Deines Mannes bräuchtest. Dieser sagt Dir leise redend und Dich streichelnd, dass er Dich lieb hat, aber Deiner Bitte nun nicht nachkommen wird. Du bittest ihn nochmal, weil Dein Bedürfnis wirklich dringend ist. Er streichelt Dich und sagt Dir wieder, dass er diesem Bedürfnist aber nicht nachkommen wird. Irgendwann rufst Du ihn nicht mehr, machst ins Bett und schläfst dann nach langer Zeit doch wieder ein. Das wiederholt sich mehrere Abende und irgendwand hörst Du auf zu bitten, findest Dich mit Deiner Situation ab und machst ins Bett..... Spinne die Geschichte selbst weiter und die Gefühle, die Du dabei hättest. (Hilflosigkeit, Enttäuschung, Zorn, Trauer....)

Anderes Beispiel: Du wirst wach und kannst - aus welchen Gründen auch immer - definitiv nicht mehr weiterschlafen. Du bist einfach hellwach und fit. Was tust Du? Lesen? Fernsehen? Putzen?.... Du bist als Erwachsene selbst in der Lage, zu entscheiden was Du bei Schlaflosigkeit tust (ohne, dass es sich hierbei gleich um eine Schlafstörung handelt), etwas zu finden, das Dich vielleicht wieder müde macht oder weiterschlafen lässt. Vielleicht bleibst Du auch wach im Bett liegen und kommst so irgendwann zur Ruhe. Stell´ Dir aber vor, Dich fesselt nun jemand ans Bett, obwohl Du gerne lesen möchtest, um wieder zur Ruhe zu kommen. Das fändest Du wohl ziemlich mies, gerade, wenn es sich um die Person handeln würde, die Du am meisten liebst. Ein Kleinkind kann in gewissen Punkten noch nicht selbstbestimmt handeln und da müssen wir einfach da sein und solche Phasen mit ihm gemeinsam durchstehen. Die Zeit geht schnell vorüber.... Wenn wir als Erwachsenen also schon Probleme mit der ein oder anderen Situation hätten, um wieviel mehr dann ein Kleinkind oder Baby? Nur, weil sie noch so hilflos sind, meint unsere Gesellschaft, wir könnten mit ihnen machen, was wir wollen und mit ihnen umgehen, wie wir selbst es niemals würden erleben wollen.

Der Unterschied zwischen uns Erwachsenen und einem Kleinkind ist der, dass wir wissen, dass wir uns bald selbst helfen können und dieses Gefühl des Alleingelassen werdens wieder vorüber geht. Die Kleinen wissen das noch nicht.

Unsere Tochter hatte zweimal eine Phase (mit 12 und ca. 15 Monaten), in der sie ebenfalls nachts hellwach war und einfach spielen wollte - zwischen 2-4 Stunden. Es half nichts (schreien lassen habe ich sie natürlich nicht), sie war einfach wach. Ich gab dem Ganzen nach, obwohl es von Außenstehenden hieß, dass ich sie daran gewöhne u. sie nun immer nächtliches Spiel oder einen Spaziergang im Tragetuch fordern würde. Dem war nicht so! Es war einfach eine Phase bzw. zwei und im Gesamten waren es 10 Nächte, die ich so erlebte. Sie hat sich an gar nichts gewöhnt, weil sie instinktiv weiß, dass der Schlaf wichtig ist. Babys und Kleinkinder sind nicht absichtlich wach, weil sie uns ärgern wollen. Sie können einfach nicht schlafen und da dann Zwang auszuüben finde ich nicht fair. Wir holen uns doch auch Hilfe.

Ich schließe mich meiner Vorrednerin an: Warum soll euer Kind nicht bei euch schlafen? Auch ich frage mich, wie ein Kind begreifen soll, dass Mama und Papa gemeinsam schlafen dürfen, es selbst aber alleine sein soll. Ein Menschenkind ist nicht dafür "gemacht", alleine zu sein. Seit Urzeiten war es so, dass gemeinsam geschlafen wurde. Erst die "moderne" Zeit gaukelt uns Eltern vor, dass das Kind dies oder jenes "MÜSSE"...
Ein Kind in diesem Alter braucht lediglich Liebe und Geborgenheit im Übermaß. Mit diesen Dingen kann man ein Kind niemals VERwöhnen oder VERziehen!

Das alles schreibe ich nicht, um Dich anzugreifen, sondern um aufzuzeigen, dass es alles andere als falsch ist, seinem Kind - vor allem in der dunklen Nacht - die Nähe zu geben, die es wünscht.
Wie sehr freust Du Dich, wenn Dich ein lieber Mensch zärlich in die Arme nimmt oder Dir einfach seine Zeit schenkt und für Dich da ist? Da musst Du nicht mal traurig sein, es tut einfach gut zu wissen, dass Du nicht alleine bist.

Viele Grüße und das Finden der richtigen Lösung
Andrea

von aspira am 22.07.2010

Antwort:

Schlafen 20 Monate

HAllo,

also ich kann nur sagen ich würde es immer wieder so machen, wie wir es gemacht haben.
Julia hat immer in ihrem Zimmer geschlafen und das ab dem 5 Monat. Sie hat ab da durchgeschlafen und ist nie weinend wach geworden. So dann mit 17 Monaten hat es angefangen das Julia Nachts ständig wach geworden ist da habe ich gar nicht lange rumüberlegt sondern habe sie sofort mit in unser Bett genommen und dann haben wir dort zusammen weitergeschlafen. Es gibt halt immer wieder Phasen wo die kleinen ganz besonders ihre Eltern brauchen. Die einen brauchen sie ganz lang und die anderen eben weniger. Bei uns hat die Phase bis zum 21 Monat gedauert. Und von heuit auf morgen schläft Julia wieder in ihrem Zimmer. Du siehst man verwöhnt die kleinen dadurch nicht. Wenn sie doch die nähe brauchen und entspannt im Elternbett schlafen dann gib ihnen doch die Möglichkeit das zu machen

Grüsse

T.O

von scotti12 am 22.07.2010

Antwort:

Buch von Sibylle Lüpold!

Hallo,

ich kann dir nur das Buch von Sibylle Lüpold empfehlen "Ich will bei euch schlafen". Das räumt endlich mal mit Vorurteilen auf, die viele Eltern und Großeltern auch in der heutigen Zeit noch haben, z.B. dass man die Kleinen verwöhnt, wenn sie im Elternbett schlafen.
Der Großteil der Weltbevölkerung praktiziert das so. Und komisch, dass für die meisten Familien in diesen Ländern "Schlafstörungen bei Kinder" gar nicht existieren?!?

Früher habe ich auch anders darüber gedacht. Nach ca. 8 Monaten sollte unsere Kleine dann allein in ihrem Zimmer schlafen, aber das ging nicht. Sie brauchte unsere Nähe. (jetzt 16 Monate alt). Also haben wir ihr Bettchen wieder neben unseres gestellt; meist schläft sie aber zwischen uns. Wenn man ihnen jetzt die Nähe nicht gibt, dann provoziert man nur Schlafstörungen.

Irgendwann finden sie es toll, allein in ihrem Zimmer zu schlafen...

Seitdem sie wieder bei uns schläft, schläft sie auch 13 Stunden am Stück durch und wir alle haben schöne, ruhige Nächte!!!

Liebe Grüße,

Verena

von vreni29 am 22.07.2010

Antwort:

Schlafen 20 Monate

Hallo, auch ich nehme meine Tochter 20 Mon. mit in mein Bett wenn sie nicht schlafen kann. Das bedeutet auch nicht zwangsläufig, dass es deswegen jede Nacht so ist. Sie schläft auch seit sie 5MOn. ist in ihrem eigenen Zimmer, aber wenn es nun mal diese Nächte gibt, dann ist es für beide das Beste. Man merkt richtig wie sie sich an mich ankuschelt (sie kriecht fast in mich rein), um dann sofort wieder tief und fest weiterzuschlafen. Mach Dir keinen Kopf, es gibt immer irgendwelche Phasen, dass vergeht auch wieder.Lg,Cerrin

von Cerrin77 am 23.07.2010

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