Kinderarzt Dr. med. Andreas Busse

Kindergesundheit

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Probleme beim Einschlafen - bin am Rande...bitte um Tipps

Sg. Hr. Dr. Busse!

Bitte helfen Sie mir bei unseren Einschlafproblemen (Sohn 22 Mo. alt). Ich brauche dringend Tipps, wie das wieder erträglicher werden kann...

Das Einschlafen meines Kleinen ist im Moment mehr als ein Krampf und Kamp. Vor allem abends - ich habe schon alles probiert - ihn später hinlegen, viell. war er ja noch nicht müde..früher, viell. bin ich es ja übergangen.. weniger Mittagsschlaf, versch. Nachmittagsprogramme, die wenigst mögliche Überreizung..viel Bewegung .... er schläft in seinem Bett im Kinderzimmer, ich setze mich daneben, Hand durch die Stäbe (er braucht Körperkontakt), hat einen Schnuller, seine Teddys, Kuscheltuch..Ritual davor immer gleich..tagsüber genug Nähe..habe ihn nie schreien lassen..normalerweise ist er immer zw. 5 und 20 Min. später eingeschlafen, seit 1 W ca. dauert die Einschlafsituation aber bis zu 2 Stunden! Er will unbedingt raus, sagt, er hat Hunger, was aber nie sein kann, weil er davor genug gegessen/getrunken hat (ich denke, er sucht nur einen Grund, ins Wohnzimmer zu den Spielsachen zu kommen). Auch Türe offen lassen probiert, dass er mich hören kann - jedoch macht ihn das noch "wilder", weil er dann offenbar sieht, was er nicht haben kann im Moment..jeweils nach 30 Min. ca werde ich unruhig, erkläre ihm, dass die Mama sonst rausgehen muss, weil es schon zu spät ist, Mama muss jetzt aufräumen etc...es wirkt dann so, als ob er das einsehen würde - er schließt kurz die Augen, als ob er es jetzt wirklich versuchen würde, einzuschlafen..wird aber dann doch nix! Sobald ich dann gehe (nur kurz raus), weil ich mir nimmer zu helfen weiß - Schreierei..er beruhigt sich nur, wenn ich wieder komme, dann probiert er kurz einzuschlafen (denke ich zumindest - damit ich bleibe), doch schnell wieder beginnt er von neuem: Kratzen am Leintuch, Füße hoch, Turnübungen, singen, lachen, raunzen..

Ich weiß nicht, wie viel an "alleine einschlafen lernen müssen" ich einem sehr sensiblen Kind in dem Alter zumuten kann/muss/soll. Ich weiß nur, dass es so nicht mehr machbar ist für mich, da ich wirklich zu NICHTS mehr komme, wenn er dann endlich mal schläft. Ich kann auch keine Schlüsse/Parallelen mehr ziehen, zB gestern war es gut, weil...es ist wie ein Lotteriespiel, Er wehrt sich allgemein im Moment einfach so gegen das sich-Fallenlassen zum Einschlafen, egal wie ich es einleite, wann etc...

Es wäre ja f mich zB ok, tgl ca 2x 15 Min dabeizusitzen. Aber 2x 1 Std oder länger kanns ja wirklich nicht sein...Durchschlafen ist auch mal so, mal so, aber das belastet mich gerade weniger, weil es wohl davon bisschen "überschattet" wird...

Haben Sie bitte ein paar Tipps für mich - irgend ein "menschlicher", gesunder Mittelweg für die Mama (und das Kind) zwischen Schreien lassen und alles mit sich machen lassen. Ich denke mir immer, wie würde ich das jetzt machen, wenn ich noch ein Baby hätte- wowww...
Ich finde offenbar kein Mittel dazwischen, im Zweifelsfall dauert es eben, brüllen lassen a la ferbern nein danke...aber lange will ich das so auch nicht mehr haben, da es schon sehr an die Substanz geht...

DANKE und liebe Grüße von staybee

von staybee am 14.07.2014, 22:52 Uhr

 

Antwort:

Probleme beim Einschlafen - bin am Rande...bitte um Tipps

Liebe S.,
das hat wohl eher nichts mehr mit Einschlafproblemen zu tun sondern hat sich zu einem richtigen Machtspielchen ausgeweitet, was Sie immer verloren haben. Wenn Sie etwas ändern wollen, dann ist Konsequenz angesagt und die Einsicht, dass Ihr Kind lernen kann und soll, alleine in den Schlaf zu finden und vor allem Grenzen zu akzeptieren. Und das heisst: festes Zubettgehritual zu einer passenden Zeit, die Sie bestimmen. Nach der Gutenachtgeschichte oder ähnlichem ist dann wirklich Schluss und Sie verlassen freundlich aber bestimmt das Kinderzimmer. Natürlich wird erst mal heftiger Protest die Antwort sein, aber das müssen Sie aushalten. Gehen Sie erst nach ca. 3 Minuten erneut ins Zimmer, erklären nur kurz leise, dass jetzt Nacht sei und alle schlafen wollten und gehen ohne alles wieder. Das wiederholen Sie in immer längeren Abständen und tun bitte nichts anderes. Glauben Sie bitte nicht, dass das Ihrem Kind schadet, nur Sie werden erst mal "leiden". Aber bitte fangen Sie dieses "Training" nur an, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie das auch wollen und durchhalten, denn die schlimmste Botschaft für Ihr Kind wäre: ich muss nur lange genug toben, dann macht die Mama was ich will.
Am besten holen Sie sich Unterstützung in einer speziellen Sprechstunde für Kinder mit Schlafproblemen.
Alles Gute!

von Dr. med. Andreas Busse am 15.07.2014

Antwort:

Probleme beim Einschlafen - bin am Rande...bitte um Tipps

Hallo
Ich kenne das Problem auch von unserem Sohn 14 Mon.
Wir haben es jetzt so gemacht:
Spätestens 8 ist Schlafenszeit, um 19 Uhr bekommt er seine Milch ( das er Schlafen nicht mit Fläschchen verbindet.)
dann 19:30 Windel und Schlafanzug, dann Zähneputzen und dann darf er auf meinem Arm vor dem Bett ohne Licht ca 2 Minuten bleiben.
Singe ihm was vor. Dann will er automatisch ins Bett.
Mit Händchen halten haben wir auch vorher gemacht, aber wenn er wach wird sucht er meine Hand und brüllt mich 10 mal Nachts wach.
Also Hand abgewöhnt, und ihm immer gesagt: leg dich jetzt bitte hin....
Sobald er das hört legt er sich automatisch auf die Seite und schläft.
Wenn er Nachts zu oft wach wird, schläft er einfach bei uns mit im Bett.
Das ist zwar nicht das ideale, aber manchmal ganz gut das man sich etwas erholen kann vom Schlaf her....
Hoffe ihr findet einen Weg der eurem Sohn gefällt :)

von Naela22 am 15.07.2014

Antwort:

Probleme beim Einschlafen - bin am Rande...bitte um Tipps

Hallo liebe staybee,

es tut mir leid, dass du so leidest.
Ich kann dir leider keinen Rat geben, ich möchte nur darauf hinweisen, daß was Herr Dr Busse da beschreibt, ist FERBERN.

Liebe Grüße.
Tanja

von t.haxn am 15.07.2014

Antwort:

Probleme beim Einschlafen - bin am Rande...bitte um Tipps

Er hat Teddys, Schnuller, Kuscheltuch, Rituale, usw, was er aber nicht hat, und was er anscheinend gerade benötigt, ist Mama die bei ihm bleibt. Und zwar körperlich wie geistig. Wenn Du bereits wieder auf dem Sprung bist, dann überträgt sich das sicherlich auf den Kleinen. Kenne ich von meinem auch, dann wenn ich es wirklich am wenigsten gebrauchen kann, dann gestaltet sich einschlafen schwierig. An Tagen wo ich selbst mir die Ruhe nehme, mich zu unserm Sohn dazu lege, evtl mit ohm zusammen eindöse, an solchen tagen ist Einschlafen gar kein problem. Er dreht sich um und ist ratzfatz weg. Und ich kann dann wenige Minuten später wieder aufstehen und den Abend noch was machen.

Versuch die Sprache Deines Kindes zu lernen, statt mit irgendwelchen "Schlaf-/Schreiprogrammen es zu dressieren. Aktuelle sagt er ganz klar, bitte bitte Mama, bleib bei mir, ich brauch dich....

von Danyshope am 15.07.2014

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