Kinderarzt Dr. med. Andreas Busse

Kindergesundheit

Kinderarzt Dr. med. Andreas Busse

   

Antwort:

Ein Tipp

Ich mische mich auch mal ein:

Was sagt Dein Dein innerster INstinkt?

Ich würde wohl versuchen, viel Nähe und viel Ruhe zu geben und mein Kind auch immer aus dem Wagen nehmen, wenn es schreit. Mein Sohn war sehr unruhig und ich konnte ihn überhaupt nicht im Wagen schieben! Autofahren war eine Tortur, weil er spätestens nach 15 Minuten gebrüllt hat. Ich habe alles gelassen, was ihn unruhiger gemacht hat und sehr viel im Tragetuch getragen (den Wagen haben wir dann genutzt als er schon richtig sitzen konnte mit 10 Monate aber wenig).

Wenn wir mit Freunden unterwegs waren oder bei Verwandten habe ich ihn auch wieder zu mir genommen, wenn ich gemerkt habe, es wird zu viel. Wie soll sich ein brüllendes ängstliches Baby daran gewöhnen? Sollte es aufhören zu Brüllen, dann vermutlich aus Erschöpfung aber nicht Gewöhnung! 16 Wochen ist doch noch sooooo jung.

In einem halben oder dreiviertel Jahr sieht alles ganz anders aus! Und dafür ist eine vertrauensvolle Ausgangsbasis das beste. Mir wurde so oft prophezeit, ich würde mein Kind verwöhnen und er würde mir mal auf der Nase rumtanzen (damals war er auch noch keine 5 Monate alt). Die Ablösung kam von ganz alleine mit 9 Monate ist er durch die Wohnung gekrabbelt und mit 11 Monaten hat er die ersten Schritte gemacht. Mit 18 Monaten ging er schon stundenweise in eine Krippe. Alles mit ruhiger Eingewöhnung und Geduld. Brachialmethoden verstärken die Ängste doch nur.

Wenn Du Besuch bei Freunden gut findest und Deine Kleine bei Oma/Opa zufrieden ist, dann geh dorthin, aber wenn Du das Gefühl hast, es wird zu viel, dann handele doch einfach entsprechend. Das sind doch enorme Lernprozesse, die die Kleinen in den ersten Monaten leisten müssen und uns ist es doch auch zu viel, wenn wir permanent in Gesellschaft sind. Wir wollen ja auch mal unsere Ruhe und abschalten. Nur haben wir den Vorteil (als Mütter nicht mehr so richtig ;-)), dass wir selbst entscheiden, wann wir uns diese Ruhe gönnen.

Letztlich ist immer noch die Mutter die, die das Kind am besten kennt oder? Und das bist Du, also vertraue auf Deinen Instinkt. Wenn Dir der Rat der Krankengymnastin näher liegt, handele danach. Denn wenn Du gegen Dein GEfühl haandelst, seid Ihr nachher beide unglücklich.

Kopf hoch
Tina

von tinai am 09.08.2005, 12:05 Uhr

 
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