Erkältung in der Schwangerschaft - welche Mittel sind erlaubt?

Schwangere mit Medikamenten

© fotolia, Joanna Zielinska

Bei starken oder anhaltenden Beschwerden ist es sinnvoll, zum Arzt zu gehen. Sagen Sie dort auf alle Fälle, dass Sie schwanger sind, damit Ihr Arzt/Ihre Ärztin geeignete Präparate auswählen kann.

Sind die Beschwerden nicht so stark, können Sie es erst einmal mit folgenden Mitteln probieren:

  • Gönnen Sie sich Ruhe und Wärme. Am besten übrigens schon, wenn Sie das Gefühl haben, dass sich eine Erkältung anschleicht. Ein warmes "Erkältungs"-Bad, anschließend mit einer Tasse Tee ins Bett und schwitzen - das wirkt am besten. Am nächsten Tag geht's oft schon wieder viel besser.
  • Homöopathie. Falls Sie eine homöopathische Hausapotheke haben: Bei Erkältungsbeschwerden wird gerne Ferum Phosphoricum Comp. eingesetzt.
  • Altbewährt sind Wickel, etwa bei Ohrenschmerzen. So geht der Ohrwickel: Legen Sie eine angewärmte Zwiebelscheibe (2-3 cm dick) auf etwas Heilwolle, Verbandmull oder Watte; diese Kompresse können Sie dann mit einem Stirnband auf dem schmerzenden Ohr befestigen.
  • Warmer Tee tut gut und kann die Heilung unterstützen. Geeignet sind z.B. Erkältungstees und Holunder-Lindenblüten Tee (zum Ausschwitzen). Wenn Sie diese mögen und vertragen, können sie Ihrem Essen wärmende Gewürze beigeben, etwa Ingwer, Rosmarin, Basilikum und Koriander.
  • Bei Erkältung leidet oft der Appetit. Da hilft leichte Ernährung, die den Körper nicht belastet, aber Sie mit Nährstoffen versorgt, z.B.: Hühnersuppe, Rindersuppe, Reis mit Ingwer, Fenchel, Möhren und Kartoffeln.
  • Inhalieren mit Kamille (zwei- bis dreimal am Tag) löst den Schleim und wirkt entzündungshemmend. Die Kamillenblüten für den Aufguss gibt es in der Apotheke. Beim Kopfdampfbad über dem Topf mit der erhitzten Kamillenmischung dringen die Wirkstoffe allerdings nicht sehr weit in die Atemwege ein. Wenn Sie neben der wohltuenden und lösenden Wärme einen stärkeren Effekt erzielen wollen, können Sie in der Apotheke einen Inhalator leihen. Der zerstäubt den Dampf so fein, dass die Wirkstoffe beim Einatmen auch in die tieferen Atemwege gelangen.

Es ist gut für die gereizten Atemwege, wenn die Raumluft nicht zu trocken ist (gut 40% Luftfeuchtigkeit). Hängen Sie ruhig mal Wäsche im Zimmer auf oder stellen Sie Schälchen mit Wasser und ein paar Tropfen Lavendelöl (wirkt beruhigend) auf. Tipp, wenn Sie nachts schlecht Luft bekommen: Einen Aktenordner unter die Matratze schieben, damit Ihr Oberkörper etwas höher liegt.

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