Hebamme Martina Höfel

Hebamme

Martina Höfel

   

 

beidseitig erhöhter widerstand gebärmutterarterien

Sehr geehrte Frau Höfel!
Bin gerade SSW 21. Leider wurde beim Organscreening festgestellt dass meine beiden Gebärmutteraterien einen erhöhten Widerstand haben. Rechts und links. Die Ärztin hat mir erklärt es müsse engmaschig kontrolliert werden, den nächsten Termin hab ich erst in 7 Wochen, dann solle alle 2 Wochen kontrolliert werden. Kann ich irgendwas tun, damit sich das verbessert? habe Angst dass mein Baby frühzeitig geholt werden muss. Mein erstes Kind kam mit 3,50 kg uned 52 cm auf die Welt, war vor 10 Jahren, damals ist das alles nicht kontrolliert worden. Von was kann ich auf einmal sowas bekommen? Danke im Vorhinein!

von ladyred1810 am 09.11.2016, 18:06 Uhr

 

Antwort:

beidseitig erhöhter widerstand gebärmutterarterien

Liebe ladyred,

um die 20.SSW herum erweitern sich normalerweise die großen Blutgefäße, die die Gebärmutter und damit auch das Kind versorgen. Bei manchen Frauen geschieht dies nicht. Dann spricht man von einem Notch. Das kann entweder das rechte oder das linke oder beide Blutgefäße betreffen.
Frauen, die ein beidseitiges Notching haben sind gefährdeter als andere, eine Präeklampsie (auch bekannt als Gestose oder Schwangerschaftsvergiftung) zu entwickeln. Allerdings liegt die Rate derer, die tatsächlich eine Präeklampsie entwickeln auch nur bei 25-30%, d.h. 65-70% bleiben weiterhin völlig gesund und entbinden spontan!

Bis zur 26. SSW kann ein notching durchaus physiologisch sein, danach wird regelmäßig kontrolliert. Die Gefahr einer Präeklampsie ist vor allem eine chronische Unterversorgung des Kindes, deswegen die häufigen Kontrollen.

ASS kann helfen, eine Präeklampsie hinauszuzögern oder zu verhindern (nur nach Anordnung des Arztes!!!!).

Bitte setzen Sie sich umgehend mit den Gestose - Frauen in Verbindung (bitte Frau Föhl-Kuse herzlichst von mir grüßen), damit Sie gute Anleitung zur Ernährung und Therapie/Vorbeugung bekommen. Es geistern nämlich immer noch so kuriose Therapien wie salzarme Ernährung etc. in den Köpfen der Mediziner herum.
www.gestose-frauen.de

Wenn die kindlichen Doppler (also der Blutfluss in den NS-Gefäßen) nicht mehr einwandfrei ist, wird man eingreifen. Eingreifen, damit das Kind keinen Schaden in Form von Unterversorgung nimmt.

Liebe Grüße
Martina Höfel

von Martina Höfel am 10.11.2016

Antwort:

beidseitig erhöhter widerstand gebärmutterarterien

Auch wenn es sich nicht zwangsläufig um eine Gestose handeln muss, empfehle ich dir einen Besuch bei den gestose-frauen.de
Hier findest du Erfahrungsberichte und Informationen.
Ich hatte vor 3 Jahren dieselbe Indikation, alles ist gut ausgegangen. Bei meiner zweiten Schwangerschaft war alles normal. Man weiß nicht, woran das liegt.

Alles Gute!

von Hadriana am 09.11.2016

Die letzten 10 Fragen an Hebamme Martina Höfel
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.