Nabelschnur

Dr. med. Stefan Kniesburges Frage an Dr. med. Stefan Kniesburges Chefarzt und Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Frage: Nabelschnur

Hallo, Meine Tochter ist jetzt ein Jahr und ich kann leider mit ihrer Geburt nicht abschließen. Vielleicht können Sie mir helfen einige Fragen zu klären: mein Sohn wurde vor 6 Jahren wegen eines Leistensbruches ( Tennisballgroß von außen sichtbar) per Kaiserschnitt geboren, der Arzt hielt es damals für unverantwortlich und gefährlich. Ich glaubte ihm und machte mir im Nachhinein unendliche Vorwürfe mich darauf eingelassen zu haben. Bei meiner Tochter sollte alles anders werden (trotz zwei neuer Leistenbrüche). Ich wechselte den Arzt und dieser bot mir an es normal zu versuchen und im Notfall einzugreifen. Die Geburt begann und mit jeder Wehe freute ich mich mehr endlich meine normale Geburt zu bekommen. Mit dem Blasensprung verschwanden bei jeder Wehe die Herztöne, ein Albtraum für meinen Mann und mich. Ich bekam die Info mein Arzt käme nicht und sah die ganze Nacht keinen Arzt! Wie gesagt bei jeder Wehe kam die Hebamme und Spritze mir etwas was die Wehen hemmen sollte, dann kamen die Herztöne wieder. Die Assistenzärztin verfolgte alles per Monitor und ordnete einen Wehentropf bzw. Wehenhemmer an, damit die kleine sich vom Stress erholen könnte. Ich hatte 3 Stunden einen Puls von 110 und als die Dosis minimal reduziert wurde waren die Herztöne bei der kleinsten Wehe wieder weg. Um 6 Uhr morgens ( Blasensprung um 23 Uhr) würde die Oberärztin geweckt, schaute sich eine Wehe an und in 15 Minuten lag ich fertig auf dem Op Tisch. Die OÄ meinte nur " Ohje wie kriegen wir die da raus" Sie muss die Nabelschnur wohl 3 Mal um den Hals und 4 Mal um den Bauch gewickelt haben und wäre nie normal gekommen. Mal abgesehen davon dass in diesem kh noch viel mehr schief gelaufen ist frage ich mich ob das eine normale Vorgehensweise war? Wartet man so lange bis man einschreitet? Hätte meine Tochter im schlimmsten Fall auch irgendwelche Schäden davon tragen können? Hättte man nicht unter Geburt mal nachschauen können, per Us, warum die Herztöne weg sind statt immer nur zu sagen sie hat Stress? Ich bin so sauer über diese Vorgehensweise weil ich das Gefühl nicht loswerde, dass sie mit dem Leben meiner Tochter nicht achtsam umgegangen sind. Gott sei Dank ist sie heute topfit, aber der Frust es wieder nicht geschafft zu haben lässt mich nicht los genauso wie diese schreckliche Nacht voller Angst um unsere Maus. Ich danke Ihnen vielmals fürs Lesen!

von Celibe88 am 26.06.2017, 14:54



Antwort auf:

Re: Nabelschnur

Hallo, vielleicht sollten Sie einmal mit den verantwortlichen Kollegen über den Geburtsverlauf sprechen. Die können Ihnen sicher am Besten erklären warum was gemacht wurde. Ich kann erst mal nichts ungewöhnliches an Ihrer Beschreibung entdecken. Ein CTG ist unter der Geburt oft auffällig, ohne, dass das gleich bedeutet, dass das Kind Stress hat. Deshalb sollte ein auffälliges CTG durch eine Mikroblutuntersuchung weiter abgeklärt werden. Das hilft bei der Entscheidung ob ein Kaiserschnitt notwendig ist oder nicht.

von Dr. med. Stefan Kniesburges am 26.06.2017


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