Dr. med. Helmut Mallmann

Schwangerschaftsängste unbegründet?

Antwort von Dr. med. Helmut Mallmann

Frage:

Hallo Herr Dr. Mallmann,

Ich hatte mich bereits Ende Januar hier im Forum zu Wort gemeldet, würde mich jedoch noch einmal um Ihren erneuten Rat freuen. Ich nehme nun schon seit einigen Jahren die Pille (Mikropille). Ende Dezember 2014 befand ich mich in der 3. Einnahmewoche. Etwa am 3. Tag dieser Einnahmewoche habe ich meine Pille zur gewohnten Uhrzeit geschluckt. Ich war ziemlich erkältet (mit einem verschleimten Rachen) und musste ca. 15 Minuten später husten, wobei ich auch die Pille wieder aushustete, die offenbar in meinem verschleimten Rachen steckengeblieben war. Ich habe sie sozusagen auf meine Hand gehustet und dann sofort mit einem Schluck Wasser erneut hinuntergeschluckt. Die Pille war noch weitestgehend fest, nur die Oberfläche war schon rau und leicht abgetragen. Ich habe mir jedoch keine weiteren Gedanken gemacht und bin die darauffolgende Woche ganz normal in die Pillenpause gegangen (außer dieses 'Aushusters' sind mir keine weiteren Pillenmalheure passiert).
Nun kommen mir jedoch Zweifel, ob die Pille trotzdem richtig gewirkt hat oder durch das erneute Hochhusten die Wirkung irgendwie verloren gegangen sein könnte? Ich hatte nämlich in der Woche nach der Pause (also in der 1. Einnahmewoche des neuen Blisters) Verkehr mit meinem Partner, jedoch immer mit Kondom. Trotzdem ging mir der Gedanke eines Schwangerschaftsrisikos nicht mehr aus dem Kopf, zumal ich einige Tage später leichte Unterleibsbeschwerden und Schmierblutungen bekommen habe. Könnte natürlich auch alles durch den Stress gekommen sein, zu dem ich in solchen Situationen leider immer neige. Ich habe mittlerweile 3 Schwangerschaftstests durchgeführt (den ersten 3 Wochen nach dem 'gefährlichen' Geschlechtsverkehr, den 2. eine Woche später und den 3. etwa 7 Wochen nach dem GV), die allesamt negativ waren. Auch war ich einige Tage vor Durchführung des dritten Tests zur Routineuntersuchung bei meiner Frauenärztin. Sie hat sich per Vaginalultraschall meine Gebärmutter und die Eierstöcke angeschaut und sagte, es sei alles prima. Ich muss jedoch erwähnen, dass ich meine Schwangerschaftssorgen ihr gegenüber nicht explizit geäußert habe. Jedoch hätte sie eine bestehende Schwangerschaft gute 6 Wochen nach dem GV doch sicherlich erkannt, oder? Meine Abbruchblutung hatte ich bis jetzt auch immer zum üblichen Zeitpunkt und in üblicher Dauer, wenn vielleicht etwas schwächer (Einbildung?). Die anderen Beschwerden sind schon seit einiger Zeit wieder verschwunden. Einzig und allein die berühmt-berüchtigten Geschichten aus dem Internet à la ‘falsch-negativer Test in der 11. SSW’ und ‘nicht erkannte Schwangerschaft trotz Ultraschall’ verunsichern mich total. Kann ich meine Gedanken an eine Schwangerschaft Ihrer Einschätzung nach nach 3 negativen Tests, regelmäßiger Abbruchblutung und Frauenarztbesuch nun endgültig ad acta legen? Ich bedanke mich im Voraus sehr herzlich für Ihre Antwort!

von AnnabelleB am 20.03.2015, 13:46 Uhr

 

Antwort auf:

Schwangerschaftsängste unbegründet?

Bei negativem Schwangerschaftstest und Ultraschall sechs Wochen nach Geschlechtsverkehr sollte eine Schwangerschaft sehr unwahrscheinlich sein. Wenn Sie weiter verunsichert sind, können Sie ja noch einen Schwangerschaftstest bei Ihrer Frauenärztin machen lasen.

Gruß Dr. Mallmann

von Dr. med. Helmut Mallmann am 20.03.2015

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