Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Schwanger nach Kaiserschnitt

Frage: Schwanger nach Kaiserschnitt

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Habe am 16.04.2007 einen Sohn geboren.Er kam 8 Wochen zu früh auf die Welt.Mit ein Kaiserschnitt.Es ist alles gut verlaufen.Er gedeiht prachtig.Jetzt 8 Monate später bin ich ungewollt schwanger geworden.Ich will das Kind behalten.Und nach den ersten Schock,freue ich mich darauf.Nun meine Frage:Kann ich Probleme bekommen,wegen einen Gebärmutterriß?Wird die Schwangerschaft ein Risiko?Wie siet es mit den tragen aus?Meiner kleiner wiegt inzwischen 7,5 kg.Grüßle blackelb


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, 1. die Wartezeit nach Kaiserschnitt sollte in jedem Fall ein Jahr, besser sogar zwei Jahre, betragen. Es sind hier vor allem die schwangerschaftstypischen Probleme zu erwähnen, wie Blutungen, vorzeitige Wehen, Probleme unter der Geburt, u.a. Sicher ist auch das Risiko für eine noch nicht ausgeheilte Naht an der Gebärmutter zu nennen, was dann Probleme unter der Geburt/Wehen oder schon vorher mit sich bringen kann. Nicht zu vergessen ist die Notwendigkeit, in solchen Fällen dann auch die traumatischen Abläufe erst mal in Ruhe zu verarbeiten und seine notwendige, innere Ruhe wieder zu finden. Kommt es hier schnell zu einer erneuten Schwangerschaft, ist es sinnvoll, die Situation individuell mit Frauenärztin/Frauenarzt zu besprechen, ohne, sich gleich zu sorgen. Dabei kann über die Situation und die damit verbundenen Risiken und die mögliche Überwachung der Schwangerschaft gesprochen werden. 2. die Vorgeschichte stellt sicher ein erhöhtes Risiko für das erneute Auftreten vorzeitiger Wehen inklusive der Frühgeburtlichkeit dar, wobei man dieses zahlenmäßig nicht allgemein gültig benennen kann. Wichtig bei einer Folgeschwangerschaft ist sicher neben der ausreichenden Aufklärung und Information durch den behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin auch das Gespräch über mögliche und sinnvolle Präventivmaßnahmen & Diagnostik: Dazu gehören die Ausschaltung von Risikofaktoren wie Rauchen; Ausschluss bakterieller Besiedlungen der Scheide, ph-Wert-Kontrollen, die prophylaktische Einnahme von Magnesium und der frühzeitige Ausschluss einer vorzeitigen Wehentätigkeit und eine Verkürzung des Gebärmutterhalses gemessen im vaginalen Ultraschall. 3. auch wenn die Schwangere möglichst nicht über 5 kg heben soll, lässt sich dieses z.B. mit Kind(ern) wohl kaum realisieren und hier ist für diese Situationen keine andere Lösung anzubieten. Häufiges Heben schwerer Dinge kann zu Beschwerden führen. Bei erheblicher Belastung kann auch das Risiko für vorzeitige Wehen erhöht sein. VB


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