Mitglied inaktiv
hallo herr bluni, ich nochmal... habe eben ihre ausführungen zum kaiserschnitt gelesen, bei mir steht es um einiges anders als bei meiner vorrednerin zum thema kaiserschitt... ich möchte das so weit es geht vermeiden, denn vor einem solch operativen eingriff habe ich wirklich große angst... wie stehts denn mit der entscheidungsfreiheit bezüglich der natürlichen geburt? darf man da immer mitentscheiden, was sind die fälle, in denen ein kaiserschnitt einfach gemacht wird? wie ist das heute mit dieser kindslage, in der es mit dem kopf nach oben liegt? ist eine natürlich geburt hier gefährlicher als ein ks? wie wird man betäubt? über ein paar infos oder einen tipp zu einer seite würde ich mcih freuen ::) danke
Hallo, 1. " so einfach" wird eigentlich nirgendwo ein Kaiserschnitt gemacht. Dafür liegt dann auch immer eine Indikation vor, wenn wir mal vom Wunschkaiserschnitt absehen. 2. die Patientin kann und soll immer in den Entscheidungsprozess mit eingebunden werden, aber, dazu gehört dann auch die ausführlich Aufklärung zu den Vor- und Nachteilen des ein oder anderen Vorgehens und darüber hinaus gibt es in bestimmten Situationen sicherlich keine möglichen Alternativen. 3. bleibt das Kind über die 36. SSW hinaus in BEL liegen, dann ist es in jedem Fall sinnvoll über Frauenärztin/Frauenarzt und einem Geburtsplanungsgspräch mit der die Entbindungsklinik hinsichtlich der Möglichkeiten der Entbindung: Kaiserschnitt oder Spontangeburt zu sprechen. Dabei gehört es dazu, dass Sie von den behandelnden Ärzten über die Vor- und Nachteile aufgeklärt werden. In einigen Fällen gibt es aber schon von vornherein klare medizinische Gründe (Kontraindikationen) die gegen den Versuch einer Spontanentbindung sprechen. Bestandteil der Aufklärung sind dann auch die Risiken, die sich insbesondere für das Kind ergeben, wenn eine Spontanentbindung angestrebt wird und die Risiken, die sich vor allem für die Mutter ergeben, wenn ein Kaiserschnitt durchgeführt wird. Unter bestimmten Umständen ist eine planmäßige Spontanentbindung nicht generell ausgeschlossen. Aber es müssen sicher viel Parameter stimmen. Einer von diesen ist eine entsprechende Erfahrung des Geburtshelfers, die Entbindung in einer Klinik, in der auch innerhalb kurzer Zeit ein Team zur Narkose und zum Kaiserschnitt zu Verfügung steht. Und nicht zuletzt die Zustimmung der Eltern zu dem Vorgehen und den damit verbundenen Risiken für das Kind. Wenn das Kind spontan anstatt mit Kaiserschnitt kommen soll, sind hier immer das Risiko eines Sauerstoffmangels und der Verletzung von Nerven im Bereich der Schulter anzuführen. Bitte sprechen Sie sich aus diesem Grund zum weiteren Vorgehen mit Ihre behandelnden Frauenärztin/Frauenarzt und der Klinik ab und lassen sich objektiv beraten, damit Sie die für Sie und Ihr Kind beste Entscheidung fällen können. 4. in der renommierten Fachzeitung (Lancet) gab es eine wissenschaftliche Arbeit zu der Frage, was der bessere und empfehlenswerte Entbindungsmodus sei, wenn die Kinder in Beckenendlage liegen ( "Planned caesarean section versus planned vaginal birth for breech presentation at term: a randomised multicentre trial";Mary E Hannah, Walter J Hannah, Sheila A Hewson, Ellen D Hodnett, Saroj Saigal, Andrew R Willan, for the Term Breech Trial Collaborative Group The Lancet; Volume 356 Issue 9239 Page 1375. Zu finden unter http://www.obgyn.med.ualberta.ca/pdf/Suggested%20Readings/JC_TermBreech.pdf In der Untersuchung kam heraus, dass das Risiko für Mutter und Kind praktisch gleich ist und dass man der Frau eher zum primären Kaiserschnitt raten sollte. Das bedeutet aber nicht, dass jetzt zwangsläufig alle Kliniken ihre vielleicht guten und erfolgreichen Erfahrungen über Bord schmeißen müssen, sondern hier sollten solche Erkenntnisse immer kritisch abgewogen und besprochen werden. VB
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