Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

fetale Retardierung+Plazenta leicht verkalkt

Frage: fetale Retardierung+Plazenta leicht verkalkt

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Sehr geehrter Herr Bluni, ich hatte heute einen Termin bei meinem FA und auf dem Ultraschall sah man in der Plazenta ganz winzig kleine weiße Fleckchen so verstreut halt.... Aber ganz klein..... Mein FA meinte das sei eine Plazentaverkalkung... Nun frag ich mich wie schlimm es jetzt ist.... Kann jetzt was passieren und ich hab gelesen dass es das von Grad 1-3 gibt... Ich habe auch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bekommen,da ich vorzeitige Wehen hatte und nen Riss in der Fruchtblase,der aber wieder verschlossen ist. In der AU konnte ich jetzt noch etwas von fetaler Retardierung lesen.... Ich kann mir darunter gar nichts vorstellen,mir wurde auch nichts gesagt wegen dieser Retardierung........ Das Wort erinnert mich aber irgendwie an Retard also an den englischen Begriff für "zurückgeblieben".... Hat es vielleicht damit zu tun?Mein Baby ist immer etwa 1 Woche kleiner als sie sein sollte.... Ich bin heute 32+3 SSW und meine Kleine hat ein Gewicht von 1600g...... Größe nach Hadlock sind ca 42cm.... Ich mach mir jetzt wirklich Sorgen irgendwie und hoffe Sie können mir etwas weiterhelfen.... Ganz freundliche Grüße Christina


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Liebe Christina, 1. der Reifegrad und die Verkalkungen in der Plazenta wird entsprechend der Einteilung nach Grannum beurteilt. Hier wird unter anderem die Ausprägung von Verkalkungen als Kriterium benutzt. Wenn der Sonographiebefund bei nur geringen Verkalkungen ein sonst zeitgerechtes Wachstum anzeigt und auch der Doppler und insbesondere das CTG in Ordnung sind, besteht zunächst kein Grund zur Sorge. Bei stärkerer Verkalkung schon deutlich vor dem Ende der Schwangerschaft wäre dieses wohl anders zu beurteilen. Hier wäre auch zum Beispiel die Ultraschall-Doppleruntersuchung und das CTG eine Option. Dieses kann im Einzelfall aber nur zwischen der Schwangeren und dem Frauenarzt oder Frauenärztin persönlich besprochen werden. Letztlich hat der behandelnde Arzt über weiterführende Maßnahmen zu entscheiden und kann dieses immer noch am besten beurteilen. Und so kann der Arzt eben auch im Ultraschall sehen, ob das Kind weiter wächst oder nicht. Es gibt also immer wieder mal leichte Verkalkungen, die nicht gleich Grund zur Sorge sind. Und sofern die Frau nicht raucht und sonst sich auch an die Empfehlungen hält, kann sie diesen Ablauf nicht weiter beeinflussen. 2. eine Wachstumsminderung kann auf eine nicht ausreichende Plazentafunktion zurückzuführen sein und diese kann sich in einer Verkalkung bemerkbar machen. VB


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