Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Drohende Fehlgeburt?

Frage: Drohende Fehlgeburt?

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Hallo, meine letzte Regel war am 24.04. und der erste Schwangerschaftstest schon am 20.05. eindeutig positiv. Nun war ich heute zum ersten Ultraschall und die Ärztin konnte nur eine leere Fruchthöhle von ca. 5,9 mm Durchmesser sehen, allerdings ohne Embryo. Ausserdem sagte sie, dass sich das Ei viel zu tief eingenistet habe (es ist nur ein Stückchen vom Muttermund weg) und dass das kein gutes Zeichen sei. Sie hat mir nun Blut abgenommen, um den HCG-Wert zu bestimmen und will am Freitag nochmal Ultraschall machen und nochmals Blut abnehmen. Sie wollte sich nicht festlegen, aber sie wirkte nicht grad zuversichtlich und ich mache mir jetzt die grössten Sorgen! Was ist der Grund dafür, dass sie das Ei soweit unten einnistet? Kann das was mit der Sectio vor anderthalb Jahren zu tun haben? Wie stehen die Chancen, dass sich die Schwangerschaft doch noch normal entwickelt? Danke und Gruss, Franziska


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Franziska, die Situation ist in den heutigen Tagen man muss schon sagen leider - so, dass die Teste immer früher durchgeführt werden und diese dann auch entsprechend früh anschlagen. Dieses bringt dann aber häufig mehr Verwirrung, Unsicherheit und zusätzliche Diagnostik mit sich, als einem lieb sein kann. Wenn die Schwangerschaft noch sehr jung ist, kann es sein, dass der Test gerade positiv ist und man selbst mit einem hoch auflösenden US-Gerät nur eine hoch aufgebaute Schleimhaut, aber noch ohne Fruchtsack oder nur Fruchtsack ohne Dottersack sieht. Herzaktionen und Embryo sieht man eben erst ab der etwa 7. SSW. Darüber hinaus berechnet - unabhängig von den Angaben der Schwangeren hinsichtlich Datum der letzten Regel oder vom vermeintlichen Termin der Befruchtung - immer noch der frühe Ultraschall das Schwangerschaftsalter und den Entbindungstermin am genauesten. Und so kommt es recht häufig vor, dass dadurch, dass er Zyklus etwas unregelmäßig war, der Eisprung früher oder später eintrat oder die Schwangerschaft einfach etwas jünger/älter ist, als erwartet und man deshalb in der frühen Schwangerschaft eine Korrektur des Schwangerschaftsalters vornehmen muss. Das kann dazu führen, dass sich im Ultraschall weniger oder mehr sieht, als man vielleicht erwarten würde. In den wohl meisten Fällen kann man hier aber bei gewissen Abweichungen beruhigen, auch wenn man manchmal erst noch eine zusätzliche Kontrolle per Ultraschall durchführen muss und ggf. das Schwangerschaftshormon HCG im Verlauf kontrollieren wird. Hier kann man dann nur auf die Kontrollen verweisen und an die Geduld appellieren. Ein Kaiserschnitt,der vor 1,5 Jahren erfolgte, hat hier erfahrungsgemäß keinen Einfluss. VB


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Lieber Herr Dr. Bluni, danke für Ihre Antwort. Leider haben sie meine eine Frage nicht beantwortet, nämlich wodurch es kommen kann, dass sich das Ei so tief unten in der Gebärmutter einnistet und nicht wie üblich im oberen Teil?! Angenommen, die Schwangerschaft ist intakt, kann dieser ungünstige Einnistungsort negativ für den Verlauf sein? Danke nochmals und Gruss, Franziska


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