Frage: Enantone

Sehr geehrter Herr Dr. Grewe, zunächst herzlichen Dank für Ihre immer sehr verständlichen und hilfreichen Antworten. Ich habe stark ausgeprägte diffuse Adenomyose, habe deshalb im Dezember 2023 mit drei Monaten Enantone gestartet, hatte dann einen erfolglosen künstlichen Kryozyklus und würde jetzt nochmal Enantone spritzen, um die Adenomyose, welche eventuell durch die Hormongaben während des Kryozyklus wieder aufgeflammt ist, so gut es geht einzudämmen. Dann würde ich einen weiteren Kryotransfer im Ausland machen. Die Zeit spielt allerdings eine Rolle, weil ich schon 49 bin. Das erste Mal habe ich Enantone gut vertragen, hatte keine Nebenwirkungen. Ob es viel gebracht hat, konnte der behandelnde  Arzt nicht sagen, weil er den "Vorher-"Zustand nicht mehr wusste. Bevor ich jetzt mit Enantone starte, hätte ich dazu noch zwei Fragen: 1) Stimmt es, dass Enantone bei Adenomyosis nur was bringt, wenn man es drei Monate lang spritzt (jeweils Depotspritze)? Ich meine, sowas mal gehört zu haben. Oder würden auch 2 Monate was bringen? 2) Ist die Wirkung von Enantone und Decapeptyl bei Adenomyose die gleiche? Oder wirkt ein Medikament bei Adenomyose besser als das andere? Decapeptyl ist halt noch teurer als Enantone. Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Antwort! Viele Grüße

von perlach am 28.05.2024, 10:05



Antwort auf: Enantone

Hallo, genauso wie bei Endometriose ist die Idee, durch Enantone die Adenomyose ruhig zu stellen. Ob dies wirklich die SS-Chance erhöht, ist meines Wissens nach nicht bewiesen. Schaden wird es Ihnen nicht, aber ein positiver Effekt ist unklar. Generell ist es so, dass nach Gabe eines GnRH-Agonisten ein flare-up auftreten kann. Insofern muss man ihn eine gewisse Zeit genommen haben, damit ein Effekt eintritt. Ich würde den Effekt nach ca. 4 Wochen erwarten. Zwischen den Präparaten wäre mir kein Unterschied bekannt. Viele Grüße Christoph Grewe 

von Dr. Christoph Grewe am 30.05.2024