Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

wie bekommen wir ihn zum essen?

Frage: wie bekommen wir ihn zum essen?

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Wir haben hier ein ziemlich grosses Problem! Der Sohn meiner Schweser ist jetzt 2 Jahre und 4 Monate und wiegt noch keine 10kg! Er isst einfach nicht! Wir wissen schon nicht mehr, was wir machen sollen. Haben schon so viel probiert, aber nicht hilft! Mal isst er gut, dann wird er krank (was sehr häufig vorkommt) und dann nimmt er dass, was er sich in den letzten Wochen zulegt hat, rapide wieder ab. Zusätzlich bekommt er schon jeden Tag Multisanostol, bringt aber auch nichts. Haben schon spielerisch versucht, ihn zumm essen zu bewegen, hat aber nichts gebracht. Oder das er eben nicht aufstehen darf, bis er gegessen hat. Kann es sein, dass vielleicht eine Krankheit dahinter steckt? Manchmal kommt es uns allerdings so vor, als ob er einfach keine Lust zum essen hat. Er ist ansonsten ein fideles kleines Kerlchen... LG Jeannette


Dr. med. Andreas Busse

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Liebe Jeanette, als erstes sollte er beim Kinderarzt auf mögliche Ursachen für eine Gedeihstörung untersucht werden und dort kann man auch besprechen, ob Anhaltspunkte für eine Essstörung bestehen und wie die zu behandeln wäre. Mit einfachen Ratschlägen ist es dabei nicht getan. Alles Gute!


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Lasst es einfach. Geht er regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen? Hat der Kinderarzt gesagt, er ist zu dünn? Vermutlich nicht. Wenn sich die ganze Familie inclusive der Tante darauf konzentriert, dass der Bub essen muss, das ist ja fürchterlich. Kein Kind verhungert vor einem vollen Teller! und da braucht er auch kein Multisanostol. Wenn Ihr ihn immer wieder zum Essen drängt, wird das irgendwann ein Machtspiel, bei dem es nur Verlierer gibt. Mein Sohn hat mit 2 Jahren auch noch keine 10 kg gewogen, na und. Er ist gesund und drahtig und eben einfach dünn, er wird bald 6 und schafft mit Mühe jetzt knapp 18kg bei rund 110cm. Ist doch allemal besser als ein Kind, dass man beim Essen ständig bremsen muss. Da ich selbst so eine sogenannte "schlechte Essserin" war, kann ich nur sagen, wie mühsam und schlimm es ist, wenn man vor dem vollen Teller sitzen muss, bis er leer ist oder "ein Löffelchen für......" essen muss, obwohl man nicht mehr will - meine Großmutter hatte solche Methoden, obwohl sie sonst wirklcih eine liebe war, aber das war schrecklich! Meine Mutter hat nie auch nur ein Wort darüber verloren, dass ich mit drei Spaghetti oder einer halben rohen Kartoffel beim Mittagessen zufrieden war. Anderen, die das ansprachen, sagte sie immer, ich lebte halt von Luft und Liebe und das offensichtlich ganz gut und so schützte sie mich auch vor diesen ganzen Fütter-Zunehm-das-Kind-muss-doch-mal-was-essen-Versuchen. Ich bin ihr für diese Einstellung heute sehr dankbar! Sie sagt selbst, wäre ich ihr erstes Kind gewesen, hätte sie das wohl nicht so locker gesehen. Übrigens kam mit der Pubertät auch der Apetitt. Aber dünn bin ich bis heute und der Rest der Familie ist es auch. Die Familie sollte die Mahlzeiten eben abwechslungsreich gestalten und vor allem gemeinsam einnehmen. Dann nimmt sich der Junge schon, was er braucht. Gruß Tina


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Ja, meine Schwester geht regelmässig mit dm Jungen zu den U-Untersuchungen und ihr ist eindeutig gesagt worden, dass er zuwenig wiegt und sie wollten den Kleinen sofort ins KH einweisen! Da war aber meine Schwester dagegen, weil er ja sonst voll fit ist. Aber es kann doch nicht angehen, dass der Junge seit nunmehr 5 Tagen nichts isst!!! Die zwei Bissen, die er mal zu sich nimmt die bringen doch nichts! Aber ihm gehen doch dadurch auch Vitamine verloren, die er einfach bracuht in seinem Alter - wie soll er dann das mal aufholen??? Er wiegt nun weniger als meine Tochter - und die ist erst 11 Monate! Haben ihn heute gewogen und es waren 9320g! Er ist so drahtig, dass im keine Hosen passen, die Windeln rutschen schon bald und von den Strumpfhosen will ich erst gar nicht anfangen. wir wollen dem Kind es ja nicht reindrängeln, aber es muss doch eine Möglichkeit geben, wie man dem Kind das essen lernen kann!


Mitglied inaktiv

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Also ich melde mich dann noch einmal: Reindrängeln hilft gar nichts - das hast Du ja schon selbst gemerkt - und dass die Kleidung nicht passt, da gibts auch andere Kinder. Übrigens sollte meine Mutter (70 Jahre unter 40 kg) auf dringendsten Rat eines Orthopäden vor kurzem auch in die Klinik wegen dramatischem Untergewicht, der Hausarzt hat sich sehr geärgert, denn er kennt sie shcon seit über 20 Jahren und sein Kommentar war: Die ist so, da kann man nichts dran ändern und lebt ganz gut so. Sie ging natürlich nicht in die Klinik. Mein Rat wäre - vielleicht macht seine Mutter das längst - jede Mahlzeit abwechslungsreich im Angebot zu gestalten und die auch gemeinsam einzunehmen und zwischen den Mahlzeiten nichts zu geben. Meine Kinder essen übrigens in Gesellschaft anderer Kinder zwar nicht mehr, aber viel eher und probieren auch einmal was, was sie zu Hause nicht probieren - das ist einer der großen Vorzüge im Kindergarten. Hat denn der Kinderarzt mal abgeklärt, ob etwas organisches dahinter stecken könnte? WEnn Du schreibst, dass er seit 5 Tagen wirklich gar nichts isst, fällt es mir schwer das zu glauben. Hat seine Mutter mal zu ihrer eigenen Beruhigung Buch darüber geführt, was er eigentlich isst? Auch Saft oder Milch sind keine reinen Getränke sondern auch Lebensmittel. In diesem Zusammenhang hat mir ein Buch auch geholfen von Gonzalez "mein Kind will nicht essen" gibt es über die LLL (Seite von Biggi Welter hier im Forum). Gruß Tina


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