Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Was tun bei immer wiederkehrenden Kopfschmerzen?

Frage: Was tun bei immer wiederkehrenden Kopfschmerzen?

nexus300372

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Sehr geehrter Hr. Dr. Busse, mein Sohn ist 10 Jahre alt und geht in die 4.Klasse. Seit ca. 2 Jahren wiederholt sich folgende Situation ungefähr alle 3-4 Wochen, sodass er sehr häufig in der Schule fehlt: Er beschreibt es so. Es beginnt mit leichten Kopfschmerzen, die immer stärker werden. Schmerzen im Bereich Stirn + Augendruck. Dann kommt Übelkeit dazu, oft auch Bauchschmerzen . Aufstoßen, Schwindel, Müdigkeit+Schlappheit. Trotzdem weiter Appetit. Dabei häufig sehr geruchs-und geschmacksempfindlich. Nach ca. 2-3 Tagen ist der Spuk dann vorbei, bis zum nächsten Mal. Die Fehlzeiten wirken sich natürlich inzwischen auch auf die schulischen Leistungen aus. Beim Kinderarzt (und beim Augenarzt) waren wir schon mehrfach. Organisch ist nichts zu finden. Kann es evtl. Migräne sein? Auf Aussenstehende macht er in der Situation immer einen fitten Eindruck, sodass ich oft zweifle, wie krank er sich wirklich fühlt, aber über so lange Zeit kann ein Kind nicht simulieren. Zu erwähnen wäre noch, dass er unter seiner strengen Lehrerin leidet und auch der ein oder andere Mitschüler ihm zusetzt. Über Ihre Einschätzung würde ich mich sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen M. Beyert


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe N., das kann durchaus in Richtung Migräne gehen und Sie sollten das anhand eines Kopfschmerztagebuchs, was Ihr Sohn mal über 4 Wochen führt, mit ihrem Kinderarzt abklären. Alles Gute!


Anniquita83

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Hallo, ich antworte jetzt mal als Lehrerin. Gibt es an eurer Schule einen Schulpsychologen oder sonst einen Lehrer, zu dem dein Sohn einen guten Draht hat? Es klingt für mich alles sehr nach beginnender Schulangst und da kann ich dir nur empfehlen, schnell das Gespräch mit Lehrern zu suchen.


nexus300372

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Vielen Dank für die Rückmeldung. Das Gespräch zu Lehrern und der Direktorin habe ich bereits gesucht. Die Klassenlehererin schimpft wohl sehr viel und Fehler werden gerne vor der ganzen Klasse breitgetreten. Vielleicht ist mein Kind auch zu sensibel, mag ja sein, aber ein wenig Feingefühl wäre schon angebracht, als pädagogische Fachkraft. Es kommt auch häufig zu Gewaltübergriffen in der Schule, die aber heruntergespielt werden. Ich bin weiß Gott keine Mutter, die stets und ständig in der Schule auf der Matte steht, aber wenn so Sätze kommen, dass man lieber tot sein möchte, als zur Schule zu gehen, muss ich mein Kind einfach ernst nehmen. Das Ende vom Lied war, dass man mir sagte, ich solle überlegen, warum andere Kinder meinen Sohn immer als "Opfer" aussuchen. Wir wurden von der Schule an den schulpsychologischen Dienst verwiesen und warten jetzt auf die Auswertung der Tests. Leider zieht sich das Ganze nun schon über mehrere Monate hin, und die Fehltage häufen sich. Die Frage ist, wodurch die Beschwerden immer wieder auftreten.


nexus300372

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Einen Schulpsychologen gibt es leider nicht. Aus dem Grund habe ich darauf geachtet, dass es zumindest in der nachfolgenden Schule so jemanden geben wird.


Anniquita83

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Puuh, das ist hart. Solche Lehrer braucht keiner. Ist er noch in der Grundschule? Dann macht einen Wechsel jetzt wohl wenig Sinn, wenn er sowieso bald in die weiterführende Schule kommt. Und wenn ihr einen Kinderpsychologen aufsucht?


nexus300372

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Wir stehen kurz vor dem Wechsel. Die paar Monate schaffen wir auch noch. Ich wünschte, ich hätte auf einen Klassen-oder Schulwechsel bestanden, aber er wollte nicht weg von seinen Freunden. Was den Kinderpsychologen angeht, hier möchten wir erst einmal die Auswertung des schulpsychologischen Dienstes abwarten. Die Dame dort, hatte uns eingangs erst einmal von einem Psychologen abgeraten. Sowas kann mehr kaputt machen, als dass es hilft, meinte sie. Man würde dem Kind das Gefühl geben, es stimmt was nicht mit ihm. Wir schauen mal.


nexus300372

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Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.


candy05

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Mein Sohn hat seit dem 3. Lebensjahr solche Phasen, die mit 5 Jahren als frühkindliche Migräne diagnostiziert wurden. Jetzt ist er 11 und es tritt gerade in Stresssituationen (auch schulisch) auf und hat bei ihm durch die häufigen Fehlzeiten zur Schulangst geführt, daß ist ein Teufelskreis.


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