Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Sommergrippe oder FSME?

Frage: Sommergrippe oder FSME?

DK2019

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Hallo Herr Dr. Busse, meine Tochter (21 Monate) hatte vor zwei Wochen zwei Zecken. Diese wurden auch schnell entfernt und konnten sich nicht vollsaugen. Nun hat sie allerdings auf den Tag genau zwei Wochen später morgens 38,8 Fieber, am Nachmittag 39,6 und in der Nacht darauf sogar 40 Fieber. Wir waren beim Kinderarzt und haben dort das Thema angesprochen. Dort hieß es das solange keine Nackensteife vorliegt auch kein FSME ist. Der Hals ist allerdings gerötet (Entzündung im Hals) und die Lymphknoten am Hals geschwollen. Es wurde sogar Blut abgenommen um zu schauen ob eine Behandlung mit Antibiotika notwendig ist oder nicht (was zum Glück nicht notwendig ist). Nach der Blutabnahme wurde noch erwähnt, dass wenn es was anderes ist es im Blutbild ersichtlich wäre. Als Diagnose wurde ein grippaler Infekt gestellt. Nun habe ich aber gelesen, dass die FSME in zwei Phasen erfolgt. Die erste Phase mit grippeähnlichen Symptomen und Fieber und erst in der zweiten Phase die Nackensteife bzw. das Meningitis auftritt. Meine Frage wäre nun, ob es sich hierbei tatsächlich nur um ein grippaler Infekt handelt oder vielleicht doch eine FSME in der ersten Phase ausgebrochen ist? Kommt es bei einer FSME in der ersten Phase überhaupt zu eine Entzündung im Hals? Wir wohnen in einem Risikogebiet und daher diese Sorgen. Die Kleine ist mit ihren 21 Monaten auch noch nicht geimpft. Vielen Dank für die Antwort. Viele Grüße


Dr. med. Andreas Busse

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Liebe D., "häufige Dinge sind häufig und seltene Dinge sind selten" - und das letztere gilt für eine FSME-Erkrankung, die auch nur dann Anlass zur Sorge wäre, wenn es zu den Zeichen einer Hirn(haut)entzündung kommen würde. Also bitte keine Panik und nur dann erneut zum Kinderarzt gehen, wenn sich der Zustand Ihrer Tochter verschlechtert. Und in Zukunft die ganze Familie gegen FSME impfen, dann haben Sie diese Sorge los. Alles Gute!


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