Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Seit Monaten keinen Regelmäßigen Stuhlgang

Frage: Seit Monaten keinen Regelmäßigen Stuhlgang

luana11

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Sehr geehrter Dr. Busse, Ich verzweifel langsam und Wende mich deswegen nun an sie. Meine Tochter ist 2,5 Jahre alt 86 cm groß und wiegt 12 Kilo. Sie hat sein ca. 5 Monaten andauern Verstopfung, nie eine regelmäßige Verdauung und macht am Tag entweder gar nicht oder bs zu 12 mal in die Pampers, dass aber immer nur ein bisschen was ich eher als Schmier beschreiben würde. Dadurch wird sie immer so schlimm Wund, was ihr ganz schlimme Schmerzen bereitet. Sie ist ein schlankes Kind, hat aber immer einen dicken aufgeblähten Bauch, wodrauf ich auch schon öfters angesprochen wurde. Ihre Kinderärztin meint das wäre wohl Ein Darmüberlauf und schreibt uns nun schon seit Monaten Babylax und Kinderlax auf, was aber nie eine Besserung hervorruft. Der Stuhlgang bleibt unverändert, selbst von dem Babylax macht sie nicht groß. Jetzt hat sie ihr Microklist aufgeschrieben. Den hab ich ihr dann verabreicht, woraufhin dann endlich mal ein harter Klumpen raus kam, was für mich aber natürlich keine Dauerlösung ist. Ich achte wegen ihrer schlechten Verdauung sehr auf ihre Ernährung. Sie bekommt keinerlei Lebensmittel mit Weizenmehl. Keine Nudeln und wenn dann nur Vollnornnudeln. Keine Eier, keine Bananen und andere Sachen die Stopfen. Sie trinkt genügend. Ich ernähre sie wirklich sehr ausgewogen und abwechslungsreich. Da ihre Kinderärztin uns andauernd nur Einläufe und Kinderlax aufschreibt und ich denke das es doch keine Lösung sein kann wenn mein Kind nur mit Medikamenten in die Pampers macht, Frage ich sie was ich noch machen kann oder ob ich mal einen anderen Arzt aufsuchen sollte. Villeicht wissen sie auch woran das vielleicht liegen könnte. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter, da sie auch sehr unter den Bauchweh und dem andauernden Wunden Popo leidet. Ich hoffe sie haben einen Tip für mich. Mit freundlichen Grüßen Luana11


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe L., das hört sich so an als ob der Darm Ihrer Tochter übervoll ist mit Stuhl und dann immer nur ein wenig "überläuft". Das sollte bei einer Untersuchung - körperlich und per Ultraschall - bestätigt werden und dann eine Behandlung eingeleitet werden, die man seit langem üblicherweise mit einem Makrogol macht wie z.B. Movicol junior. Am besten gehen Sie zu einem Kindergastroenterologen, der das klärt und auch andere Ursachen ausschließt. Ihre Tochter darf dann übrigens alles essen, am Tisch mitessen ohne Ausnahmen. Das Makrogol gibt man so lange und in der Dosierung wie es nötig ist, damit ein Kind regelmäßig schmerzfrei Stuhlgang hat. Später wird das dann ausgeschlichen. Alles Gute!
 
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch hier: Kindergesundheit.


Andrea6

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Bei einem Darmüberlauf gibt man eigentlich Movicol - wurde das mal probiert?


März2016

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Ich denke deine Tochter hält den Stuhl bewusst ein. Kann das sein? Und durch die lange Zeit im Darm wird dem Stuhl Flüssigkeit entzogen, deshalb wird es hart und schmerzhaft - ein Teufelskreis. Deshalb das, was die Vorrednerin sagt: Movicol oder gleiches von einer anderen Firma. Die Einläufe sind eigentlich ziemlich überholt, man sollte bei solchen dauerhaften Problemen immer von oben, nicht von unten helfen. Gab es einen Vorfall, weshalb sie keinen Stuhlgang haben möchte? Analfissur? Oder vielleicht keine Windel mehr und Angst vor der Toilette? Mit movicol kannst du den Stuhl gut weich halten, bis deine Tochter aber nicht mehr bewusst einhält kann es lange dauern. Mindestens 2 Monate solltest du es geben - solange brauchen Kinder mindestens, dass sie verstehen, dass der Stuhlgang nicht (mehr) unangenehm ist. Euch alles gute!


MuttiKäthe

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Mein Sohn (19 Monate) hat seit er 6 Monate alt ist ähnliche Probleme. Er machte bis dahin fast ausschließlich beim Wickeln und ab dann kaum mehr. Ich hab dann begonnen ihn abzuhalten und damit fahren wir seither sehr gut. Seit einer Weile setze ich ihn dabei nun auf den Klo. Aber so, dass er mit dem Po deutlich tiefer in der Schüssel hängt. Also ohne einen Kinderaufsatz und auch nicht aufs Töpfchen. Diese ‚Hockstellung‘ erleicherte die Ausscheidung, da diese der Lage des Enddarms entspricht. Ich setze ihn inzwischen eig nur noch nach dem Frühstück, dabei schauen wir uns ein Buch an. Nach maximal 5 min ist alles erledigt und zu 90% erfolgreich. Viel Erfolg!


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