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Sehr geehrter Herr Doktor, ich habe eine Enkeltochter, 2 J. 5 Monate alt. Sie bekommt seit ca. 9 Monaten Flutide m. für ihren ständig wiederkehrenden Husten. Lt. Einschätzung ihrer Kinderärztin hätte sie empfindliche Bronchien und soll es nun ständig nehmen. Das Kind wurde von ihr bisher nur mit Stetoskop abgehört und daraufhin so eingeschätzt worden. Gibt es eine zusätzliche Untersuchung, die dies belegen kann? Warum verordnet die Ärztin so ein rabiates Medikament mit Kortison - gibt es wirklich nichts anderes, als so ein kleines Kind in der Frühphase seiner Entwicklung mit einem derartigen Medikament vollzupumpen und abhängig zu machen und solche Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen. Als meine Kinder klein waren, hatten sie auch ab und zu Husten und bekamen andere Medikamente. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Erfahrung - was sollen wir tun? Vielen Dank für Ihre Hilfe im Voraus. I.G.
Liebe Renate, wenn es sich bei dem chronischen Husten um ein Asthma (mit abhörbarer obstruktiver Atmung) handelt, ist das Inhalieren von Bronchien erweiternden Mitteln oft in Kombination mit Cortisoninhalation das Mittel der Wahl. Es wirkt nur an den Bronchien, macht nicht abhängig, und macht keine Nebenwirkungen, wie Sie die wahrscheinlich im Kopf haben. Überblähte und chronisch entzündete Lungenanteile sind langfristig deutlich schlechter. Vertrauen Sie da auch der Aussage Ihrer Tochter / Schwiegertochter. Im Zweifelsfall kann sie sich von einem in der Kinderpneumonologie erfahrenen Kollegen vor Ort beraten lassen, falls die Kinderärztin selbst nicht schon entsprechend erfahren ist. Alles Gute!
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