Lieber Dr. Busse, ich schätze Ihre Beiträge sehr und wende mich daher mit einer Frage an Sie. Wir hatten vergangene Woche die Schuluntersuchung im Gesundheitsamt. Die Kinderärztin zeigte sich begeistert von unserem Sohn, insbesondere von seinen mathematischen Fähigkeiten. Sie sagte, diese seien außergewöhnlich. Zudem habe er eine schnelle Auffassungsgabe und hohe Konzentration. Ich solle achtgeben, dass er sich in der Schule nicht langweile. Denn sonst könne es zu Verhaltensauffälligkeiten kommen.  Er ist mein einziges Kind, daher habe ich keinen Vergleich. Er war ein Late Talker, wächst jedoch zweisprachig auf. Darauf folgte eine Dyslalie. Wir hatten einige Stunden Logopädie, und er hat das sehr schnell überwunden. Schon bei der Logopädin fiel seine außergewöhnliche Fähigkeit zur Konzentration auf.  Nun ist es so, dass er mir jeden Morgen detaillierte mathematische Fragen stellt und immer schwierigere Rechenaufgaben einfordert. (Er rechnet mittlerweile bis 100. Multiplizieren und dividieren kann er bis 20.) Ich will ihm das nicht verwehren, zumal es mir auch Spaß macht. (Ich war immer gut in Mathematik, bei mir stand auch eine Hochbegabung im Raum, ich habe aber nie einen Test gemacht.) Gleichzeitig will ich ihm auch nicht zu viel beibringen, damit er sich in der Schule nicht langweilt. Er stellt mir außerdem den ganzen Tag Fragen und ich gebe mein Bestes, um ihm da Input zu liefern - aber ich wäre auch froh, wenn ich damit nicht alleine wäre.  Zudem ist er sehr sportlich, er kann bereits sehr gut schwimmen, fährt sehr sicher Fahrrad (seit er 3 ist) und klettert auf die höchsten Klettergerüste.  Er wird im Sommer eingeschult, auf eine Privatschule. Im November wird er 7. Wie würden Sie an meiner Stelle weiter vorgehen? Soll ich ihn testen lassen, um ihm die beste Förderung zukommen zu lassen? Oder erstmal abwarten, was die Lehrer sagen? Unseren Kinderarzt kann ich mit solchen Fragen schlecht erreichen, er ist chronisch überlastet.  Vielen Dank Ihnen schon einmal und herzliche Grüße!