Sehr geehrter Dr. med. Brügel, meine Tochter wird am 12.07.26 11 Monate alt. Sie ist ca. 82cm groß und wiegt 13,3 KG und ist damit eindeutig über der 99. percentile. Sie ist eine sehr gute Esserin. Ihre Ernährung sieht wie folgt aus: - Morgens: Haferbrei (Haferflocken, Wasser, Blaubeeren/Mango/geriebener Apfel, 1 knapper TL Leinöl) - Mittags: Fingerfood varriert: Gemüse jeglicher Art (zusammenit etwas Rapsöl für die Nährstoffaufnahme), Bohnen/Linsen/Erbsen/Ei, Kohlenhydratquelle(Kartoffeln, Wildreise, Vollkornnudeln) - Nachmittags: Milch-Getreidebrei mit einem knappen Teelöffel Nussmus(Mandel/Erdnuss/Haselnuss) / oder Jogurt mit Früchten  - Abends: Hipp-Abendbrei  Zu allen Mahlzeiten: Wasser aus dem Trinklernbecher Da sie weder Fisch noch Fleisch isst (wir sind vegetarier) achten wir sehr darauf, dass sie Nährstoff-technisch durch die Öle/Hülsenfrüchte/Nussmus optimal versorgt wird.  Nach jeder Mahlzeit biete ich ihr zudem die Brust an - sie trinkt jedes Mal. Zudem Stille ich sie zum Einschlafen und auch Nachts wenn sie wach wird. Die Ärztin hat jetzt bei der U6 gesagt, dass sie leicht übergewichtig ist und ich das Einschlafstillen/nächtliche Stillen unterbinden sollte (v.a. auch weil die Laktose der MuMilch die Zahngesundheit negativ beeinflusst). Ansonsten ist meine Tochter altersentsprechend entwickelt - sie krabbelt fleißig und zieht sich überall hoch und ist generell ein fröhliches Kind. Jetzt mache ich mir natürlich Gedanken, dass ihr erhöhter BMI Auswirkungen auf ihre Gesundheit haben könnte - meinen Sie, dass sich das verwächst wenn sie richtig laufen kann?  Soll ich etwas an dem Ernährungsplan ändern damit sie weniger Kalorien zu sich nimmt oder ihn so beibehalten?  Sie ist bei einer Größe von 52cm und einem Gewicht von 3060 Gramm auf die Welt gekommen, war dann nach kurzer Zeit auf der 75., dann 90. Und dann 93. Percentile und jetzt wie gesagt jenseits der Percentilen-Angaben. Sollten wir mit ihr zum Endokrinologen?  Und sollte ich das nächtliche Stillen wirklich unterbinden? Ich habe mal gehört, dass (nächtliches) stillen  in den ersten zwei Lebensjahren keinen signifikanten Einfluss auf die Zahngesundheit hat.... Eher ist es wichtig, dass das Kind durch die Brust (und dem noch unreifen Nervensystem) Beruhigung findet. Natürlich putzen wir ihre Zähnchen zweimal am Tag mit Fluorid-haltiger Zahnpasta..  Ich bin jetzt einfach generell verunsichert. Mit freundlichen Grüßen  F. Bendisch