Julchen19285
Sehr geehrter Herr Dr. Busse, ich benötige Ihren Rat zu meinem 22 Monate alten Sohn. Letzte Woche Montag begann bei ihm starker Schnupfen. Nach Empfehlung unseres Kinderarztes haben wir abschwellende Nasentropfen sowie morgens und abends Kochsalzlösung verwendet. Die abschwellenden Nasentropfen habe ich nach einer Woche wie vorgesehen abgesetzt. Aktuell verwende ich nur noch hypotones Meersalz-Nasenspray. Zunächst wurde der Schnupfen nach einigen Tagen besser, dann kam er wieder stärker zurück. Nach etwa einer Woche kam Husten hinzu. Unser Kinderarzt hörte ihn ab, die Lunge war unauffällig und er ging von einem normalen Infekt aus. Seit Dienstag wurde der Husten deutlich stärker und es löst sich sehr viel Schleim aus Nase und Rachen. Teilweise hustet bzw. würgt er den Schleim heraus und gelegentlich kommt dabei auch Essen mit hoch. Seit Dienstag bekommt er Prospan Kinderhustensaft. Wir waren außerdem einmal zur Salzinhalation im BabyBeach. Vor zwei Tagen hatte er erhöhte Temperatur, jedoch maximal 38 °C. Inzwischen ist er fieberfrei. Nachts hat sich der Husten gebessert. Wenn er schläft, atmet er ruhig und ich höre auch kein Röcheln oder Ähnliches. Seit einigen Tagen ist er allerdings weinerlicher und anhänglicher. Gleichzeitig bricht gerade ein unterer Eckzahn durch. Heute Morgen war er zunächst gut gelaunt, hatte aber wieder sehr viel Schleim. Beim Frühstück aß er etwas Porridge, musste dann husten und zunächst kamen Schleim und etwas Essen hoch. Danach erbrach er jedoch mehrfach, bis das gesamte Frühstück herauskam. Auch Wasser erbrach er zunächst wieder. Anschließend war er deutlich schlapp, wollte nur auf den Arm und ihm schien übel zu sein. Mittlerweile geht es ihm wieder etwas besser. Er trinkt und behält das Wasser inzwischen bei sich, möchte aber nichts essen. Er spielt, malt, läuft herum und lacht auch, ist jedoch deutlich weniger fit als sonst und legt sich zwischendurch immer wieder hin. Fieber hat er weiterhin nicht. Eigentlich wollte ich ihn morgen erneut unserem Kinderarzt vorstellen. Halten Sie es für vertretbar, ihn heute weiter zu beobachten, solange er trinkt und sich sein Zustand nicht verschlechtert, oder würden Sie wegen des mehrfachen Erbrechens und der Schlappheit bereits heute den kinderärztlichen Notdienst empfehlen?
Liebe J., was Sie beschreiben, klingt nicht wie ein akuter Notfall. Und so lange Ihr Sohn kein hohes Fieber entwickelt, nicht anhaltend erbricht, nicht zunehmend apathisch wird,....... und ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, dürfen Sie das geduldig beobachten. Ein Infekt darf schon so lange anhalten. Alles Gute!
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