camelia14
Sehr geehrter Herr dr,
Meine Tochter 6 Monate verweigert Brei bzw schluckt ihn nicht runter. Greifen kann sie noch nicht so gut um Fingerfood zu essen, Fläschchen oder Schnuller wird auch verweigert.
Alle Mahlzeiten ausschließlich stillen, einschlafen tut sie ohne Nuckeln. Also wirklich nur aus Hunger an der Brust.
Sie spuckt extrem viel, Stuhlgang bis zu 5/6 mal täglich mit komplett übergehender windel….
Gewicht liegt allerdings an der 95. perzentile Dh es scheint mehr als zu reichen.
Ab wann wird nur Muttermilch ohne beikost bedenklich?
Liebe C., Spucken und Gewicht sprechen doch eher für zu viel Muttermilch, also wäre es zumindest sinnvoll, hier nicht mehr so "großzügig" zu sein und parallel immer freundlich und vor allem dann, wenn alle essen mit Spaß den Löffeln und Fingerfood anzubieten. Alles Gute!
E.M.M.A
Es heißt Beikost! Du kannst entspannen, wenn du selbst an keinem Mangel leidest und in der Stillzeit ein wenig auf deine Ernährung achtest. Vor dem 9. Lebensmonat werden meist keine nennenswerten Mengen gegessen und somit keine Mahlzeiten ersetzt (meistens, nicht immer). Oft wird das erste Jahr hauptsächlich gestillt. Ab dem Ende des ersten Jahres sollte man die Brust nicht aktiv anbieten wenn es mit dem Essen gar nicht klappt, aber ansonsten kann man auch im zweiten Lebensjahr so viel stillen wie man mag. Man darf nicht vergessen in welcher predestinierten Situation wir uns befinden : wir leben im Überfluss!! Woanders gibt es diesen hype um die Beikost gar nicht und nur die Küchenhygiene trägt zur geringeren sterberate bei - nicht das wir unsere Mahlzeiten ab dem ersten Kind zubereiten als müssten wir die perfekte Zusammenstellung im Labor erreichen. Meine Tochter hat erst mit gegessen als sie von unserem Teller naschen durfte - und ich gieße keinen Orangensaft in mein Fleischmus. Sie hat nachgewiesen keinen Mangel. Grob an die Ernährungsempfehlungen sollte man sich auch für sich selbst und nicht nur für die Kinder halten. Dann passiert nichts und man ist auch noch ein gutes Vorbild.
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