Mitglied inaktiv
Hallo Dr.Busse, unsere Tochter hat schon einen recht eigenen Kopf. Beispiel: sie möchte einen Keks. Gibt man ihr einen halben Keks oder einen Keks von dem schon ein Stück fehlt, wirft sie diesen entrüstet weg und schreit nach einem "ganzen" Keks. Kann Sie das mit 16 monate überhaupt schon wahrnehmen u unterscheiden? (scheinbar ja). Oder: 1 Situation, die ihr gut gefällt, hört "auf" (z.B. weil wir vom Spielplatz wegmüssen). Dann brüllt sie los, läuft rot an, wirft sich mit Wucht auf den Boden und bleibt dort schreiend liegen. Sind beide Situationen schon TROTZ? Dachte, das kommt erst ums das 2. Lebensjahr... viele Grüsse danke Jasmin
Liebe J., das ist nicht "Trotz" sondern Frustration darüber, dass nicht alles só funktioniert, wie sie sich das wünscht. Bleiben Sie gelassen aber konsequent. Alles Gute!
Mitglied inaktiv
Das ist sicher schon Trotz bzw. der Ausdruck ihres eigenen Willens. Mit etwa 1,5 Jahren erkennen sich Kleinkinder auch selbst im Spiegel, Thema "eigener Wille", Selbstwirksamkeit und Austesten der Grenzen wird dann auch zunehmend wichtiger. Was mir selbst bei meiner Tochter (1,5 Jahre) hilft, ist, alles frühzeitig anzukündigen (das verstehen die Kleinen auch schon) und dann konsequent durchzuführen bzw. bei der ersten Meinung zu bleiben (z.B. wenn Sie ihr nur ein stückchen Keks geben möchten, bleiben Sie dabei. Sobald sie merkt, daß sie Sie "umstimmen" kann, wird sie ihren Willen nur verstärken und in Zukunft noch heftiger (auch in anderen Situationen einsetzen). Also da sind Sie gefordert: zuerst ankündigen, dann wie angekündigt umsetzen, nicht nachgeben, um Ruhe zu haben. Das ist keine Lösung, weil es dadurch eben stärker wird! Ihrer Tochter hilft es auch, wenn Sie klar sind und das auch bleiben. Es ist wie eine klare Linie in einer noch sehr verwirrenden Welt, wie unsere kleinen Kinder diese erleben. Sie helfen ihr, wenn Sie bei ihrer ersten Entscheidung bleiben. Alles Gute und viel Erfolg. Mamasonne
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