Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Hab ich übertrieben? - gerne auch an alle

Frage: Hab ich übertrieben? - gerne auch an alle

Lilly10

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Hallo Herr Dr Busse, vorab: ich habe eine 6 jährige Tochter und bin in der 25.SSW. Letzten Montag wurde meine Schwiegermutter mit Verdacht auf Meningitis ins Krankenhaus gebracht . Mein Mann war arbeiten und so rief meine Schwager mich an und informierte mich erstmal das sie ins Krankenhaus gebracht wurde. 3 Stunden später rief er mich an und sagte mir die Ärzte vermuten eine Meningitis die müssten jetzt Untersuchungen wie CT,Labor und eine Punktion für die Hirnwasserentnahme vornehmen. Da blieb mir erstmal das Herz fast stehen da wir sie einen Tag zuvor auf dem Geburtstag meiner Mutter gesehen und umarmt hatten. Meine Tochter ist komplett laut Stiko geimpft-auch gegen Men.B....aber ich...schwanger. ..mir wurde echt leicht übel. Ich ließ mich mit der behandelten Ärztin verbinden und erklärte meine Situation,diese wurde auch schnell aktiv und informierte die Neurologin,die die Untersuchungen durchführen sollte. Diese rief mich zurück und meinte sie würde mich sofort anrufen,sobald der Befund vorliegen würde. Mein Mann war in der Zwischenzeit auch im Krankenhaus eingetroffen. Nach 5 Stunden ewiger Warterei kam die Entwarnung-keine Meningitis. Ich bin natürlich so erleichtert, denn wenn man so eine schwere Krankheit vor der Türe hat wird einem ganz anders. Am nächsten Tag rief ich sie an und durfte mir anhören das ich mir zu viele Sorgen um meine Tochter und mein Ungeborenes gemacht hätte - früher hätte es auch Schwangere gegeben und Krankheiten usw usw. Habe ich mit meiner Sorge übertrieben? Wenn sie jetzt aber doch Meningitis gehabt hätte,hätte meiner Tochter und allen Kontaktpersonen eine Antibiotikaprophylaxe geholfen? Was ich gemacht hätte als Schwangere - konnte mir keiner sagen. Ich möchte mir wirklich keine unnötige Sorgen machen,aber bei Meningitis...die Ärzte haben ja nicht umsonst alles durchgecheckt. Sie hat nur einen Atemwegsinfekt und kam jetzt nicht zu meinem Geburtstag....weil ich so übertrieben hätte....naja. Vielen Dank und entschuldigen Sie den 3km langen Text. Schöne Grüße aus Köln Lilly


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe L., lassen Sie sich doch nicht als "dummes kleines Kind" behandeln! Sie haben im Prinzip völlig richtig gehandelt als Sie sich Informationen geholt haben über die Erkrankung. Und bei einer bakteriellen Meningitis hätte man ja auch die Kontaktpersonen mit Hilfe einer antibiotischen Prophylaxe geschützt. Alles Gute!


Locken-Rocken

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Ich denke nicht, dass du übertrieben hast. Du hast den Ärzten zu recht deine Situation geschildert und nicht umsonst, sind diese gleich aktiv geworden. Gott sei Dank sind wir heute auf einem besseren medizinischen Wissenstand wie damals und haben die Möglichkeit Schwangerschaften ärztlich optimal betreuen zu lassen. Lass dich nicht verunsichern, von wegen früher ging sowas auch. Da kamen dann die Babys behindert auf die Welt weil man nicht so aufgeklärt war wie heute. Es ist auch völlig normal, dass man in der Schwangerschaft auf sowas sensibler reagiert. Mach dir da bloß keine Vorwürfe.


mona35

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Liebe Lilly, das ist überhaupt nicht übertrieben.Mir ging es während meiner Schwangerschaft ähnlich, bei mir war es die Tante mit Verdacht auf Tuberkulose.Besser einmal zuviel schnell reagieren, anstatt sich hinterher Vorwürfe zu machen. Wenn die Schwiegermutter jetzt beleidigt ist, finde ich das unmöglich. Ich an ihrer Stelle hätte Angst um Dich bzw. dein Baby gehabt solange der Verdacht im Raum stand.Und hinterher wäre ich froh gewesen, dass alles gut ging . Kopf hoch und ich wünsche Dir eine stressfreie Restschwangerschaft. LG Mona


Mitglied inaktiv

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Schließe mich den anderen an. Finde es auch überhaupt nicht übertrieben. Du bist schwanger und willst dein Kind vor sehr schwerwiegenden Krankheiten schützen. Das würde jede Mutter so machen. Wirklich. Keine Sorge. ;-)lg


Mitglied inaktiv

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Schönen Gruß - Du übertreibst bei so einer Krankheit nicht. Hatten Men. B im Bekanntenkreis - 20iger Mann. Innerhalb von 24 Stunden hat derjenige beide Beine und 6 Finger verloren und es nur ganz knapp überlebt. Damals gab es noch keine Impfung dagegen.... Alle Kontaktpersonen bekamen für 6 Wochen ein Antibiotikum und wurden mehrfach ärztlich untersucht. War eine Anordnung des hiesigen Gesundheitsamtes. Wie Du siehst, auch die nehmen so einen Verdacht sehr ernst. Wir waren später die ersten bei unsere Kinderärztin, die sich haben Impfen lassen als es den Impfstoff endlich gab :-)


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