Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Erbrechen und Gehirnerschütterung

Rund ums Baby Adventskalender 2025
Frage: Erbrechen und Gehirnerschütterung

JuliAugust1234

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Guten Tag, ich würde mir auf diesem Weg eine zweite Meinung wünschen. Mein Sohn ist 20 Monate alt und hat seit Beginn seines Lebens viel erbrochen: wenn er laut weint, sich verschluckt, zu viel isst, sich die Finger zu tief in den Mund steckt, ect. Mein Problem ist jetzt: wenn er hinfällt und weint erbricht er in den meisten Fällen. Leider auch wenn er nur sehr leicht auf den Kopf fällt. Er muss dabei nicht mal direkt oder aus größerer Höhe auf den Kopf fallen. Er weint dann und erbricht sofort einmalig. Danach spielt er wie immer und isst ind trinkt. Da es aber heißt, bei Sturz und Erbrechen müsste man ins Krankenhaus sind wir immer hin. Dort heißt es dann: er hat gebrochen also 48h Überwachung. Er wird alle zwei Stunden geweckt, muss verkabelt sein und wir beide schlafen nicht. Dazu muss ich einen kleinen fitten Jungen 2 Tage dort beschäftigen. Es ist jedesmal eine echt tortur für alle und wir brauchen immer eine Woche um wieder in den Rhythmus zurück zu kommen. Darüber hinaus nimmt er meist noch einen Infekt mit heim.  Wir waren bereits 5 Mal stationär deswegen. Mit EEG und allem. Mein Kinderarzt sagt dazu nur: bei Erbrechen müsse man eben überwachen. Mittlerweile ist es so, dass ich ihm nichts mehr erlaube aus lauter Angst er fällt und erbricht. Ich stehe permanent hinter ihm, er darf nichts alleine und ich halte ihn immer fest. Wir gehen nicht mehr in die krabbelgruppe und besuchen keine anderen Leute mehr weil ich als helikoptermutter abgestempelt werde und er natürlich lieber frei spielen möchte. Ich bin wirklich schon fix und fertig und weine oft, weil ich meinem Sohn so viel nehme aber würde ich ihn machen lassen wären wir alle 2 Wochen stationär. Viele Leute sagen, wenn er direkt erbricht ist es vom Schreck aber mein Kinderarzt sagt das könne man eben nicht pauschalisieren und er müsse jedes Mal ins Krankenhaus. Alles andere wäre verantwortungslos. Meine Frage ist: wenn er direkt erbricht und danach nicht mehr und auch sonst fröhlich und fit ist, kann ich ihn dann wirklich nicht zu Hause beobachten? So geht es doch nicht weiter, ich will doch dass mein Sohn sich gut entwickeln und ausprobieren kann. Müssen wir wirklich immer sofort stationär? Wie schätzen sie die Sache ein?  mit freundlichen Grüßen  


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe J., da muss ich leider Ihrem Kinderarzt widersprechen und Ihnen dringend raten, sich zu entspannen. Und Ihren Sohn nicht in seiner Entwicklung zu behindern, indem Sie ihn ständig bewachen und meinen, Sie müssten alle "Gefahren" von ihm fern halten. Wie heisst es so schön: " ohne Hinfallen kann man nicht laufen lernen!". Dass Kleinkinder rasch zum einmaligen Erbrechen neigen bei Aufregung und Erschrecken ist völlig normal. Und Sie können doch sicher unterscheiden, ob ein "Unfall" wirklich zu einer relevanten Schädelprellung geführt haben könnte. Dann ist natürlich Überwachung angesagt, aber bei einem sofort wieder fitten und unauffälligen Kind zuhause. Und nur, wenn es dann in den kommenden 48 Stunden zu Auffälligkeiten kommen sollte, sollten Sie sich bitte bei einem Kinderarzt melden. Alles Gute!


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