Gojibeere1992
Hallo, Ich habe einen kleinen Sohn, der 24 Monate alt ist. Er geht noch nicht in die Kita, ich habe 3 Jahre Elternzeit für ihn genommen. Wir haben zwei befreundete Familien und haben früher die Kinder (alles Kitakinder ausser mein Sohn) ein Mal die Woche miteinander spielen lassen. Nun hat Corona alles verändert, zumindest bei uns, denn ich bin aktuell schwanger und mein Mann gehört zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf. Zur Familie gehören auch 2 Ur-Opas mit über 90 Jahren, deren Pflege ich teilweise übernommen habe. Ich wünsche mir so sehr, dass mein Kleiner wieder mit den anderen Kindern spielen könnte. Kontakt zu Gleichaltrigen kann ich nicht ersetzen, auch wenn ich versuche ihm im Alltag Abwechslung zu bieten. Leider sind die befreundeten Familien der Überzeugung Corona sei nur eine ganz große Verschwörung und halten sich privat an keinerlei Vorsichts-Maßnahmen (feiern auch z.B. grosse Familienfeste oder Kindergeburtstagsparty mit 10 Kindern und je 2 Elternteilen). Ich wäge innerlich permanent ab ob es überhaupt ein so hohes Ansteckungsrisiko gäbe bei den derzeitig niedrigen Fallzahlen und ob der Nutzen der gleichaltrigen Sozialkontakte nicht größer ist als ein etwaiges Risiko für die Familie zu erkranken. Wie würden Sie in der Situation als Kinderarzt abwägen?
Liebe G., Sie tun in dieser Situation vor allem auch zum Schutz der hoch gefährdeten Familienmitglieder genau das richtige, wenn Sie ihren Sohn keinen Kontakt haben lassen speziell auch mit Kindern, deren Familien offensichtlich so dumm sind, sich an keine Vorsichtsmaßnahmen zu halten. Und machen Sie sich keine Sorgen: wenn Sie Ihren Sohn altersgerecht beschäftigen und fördern, dann wird er keinen "Mangel" leiden, wenn er eine Weile seine Kameraden nicht treffen kann. Vielleicht findet sich ja aber eine andere Familie, die ähnlich Rücksicht nimmt und mit der Sie und Ihr Sohn relativ gefahrlos Umgang pflegen könnten. Alles GUte!