Frage im Expertenforum Hautfragen an Prof. Dr. med. Dietrich Abeck:

Nävus Spitz

Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

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Facharzt für Dermatologie, Venerologie, Allergologie

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Frage: Nävus Spitz

mila81

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Sehr geehrter Prof. Dr. Abeck, meiner Tochter (5 Jahre) wurde vor zwei Wochen ein roter erhabener Fleck auf der Wange beim Hautarzt entfernt. Dieser wurde vor der Entfernung für ein Angiom gehalten. Bei der histologischen Untersuchung kam jetzt raus, dass es sich wohl um ein Nävus Spitz handelt, das leider nicht komplett entfernt wurde. Nun sollen meiner Tochter in Vollnarkose die Reste entfernt werden. Da beim Nävus Spitz ja Verwechslungsgefahr zum Hautkrebs besteht, stellt sich für mich die Frage, in wie weit man nach der histologischen Untersuchung sicher sein kann, dass es sich tatsächlich um ein Nävus Spitz (Compound-Typ) handelt? Das Nävus wurde bei der Untersuchung mit MelanA, SOX-20 und HMB45 eingefärbt. Weiter frage ich mich, ob für das Entfernen des restlichen Nävus Spitz eine Vollnarkose wirklich notwendig ist? Vielen Dank im Voraus Michaela


Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

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ad 1: die Beschreibung der Initialläsion passt zu einem Nävus Spitz, der ein gutartiges Mutternmal darstellt. Eine Entfernung im gesunden ist das Ziel. Die Histopathologen kennen "das Problem Nävus Spitz" sehr genau. Sie können ihrer Diagnose uneingeschränkt trauen. ad 2: am Ende muss auch die resultierende Narbe optimal werden. Dies ist im Rahmen einer Vollnarkose natürlich sehr viel einfacher zu erreichen, da Ihre Tochter still hält, was bei einem 5-jährigen KInd nicht so leicht ist.


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