VivaLaVida88
Lieber Prof. Abeck, seit unser kleiner Sohn 1 Monat alt ist, haben wir mit wiederkehrendem Ausschlag zu tun. Er ist mittlerweile ein halbes Jahr. Durch das Zahnen und sehr viel Bewegung während der Entwicklungsschübe wird es schlimmer. Es fängt immer damit an, dass er sich (auf gesunder Haut im Gesicht) reibt und dadurch sehr schnell ganz kleine rote Pickelchen entstehen. Wenn man Glück hat verschwinden Sie wieder noch am gleichen Tag, vor allem wenn ich direkt im Anschluss Muttermilch oder Thermalwasser darauf gebe. Wenn man kein Glück hat und vor allem wenn er weiter dran kommt, entzünden sie sich, fließen schnell zusammen und ergeben oft eine große rote Fläche. Oft sehe ich auch dass die Pickelchen zu Ketten oder Kreisen zusammenschmelzen. Manchmal nässen sie auch und es bildet sich eine gelbe Kruste. Der Kinderarzt verschrieb leider nur Kortison (Prednicarbat, fürs Gesicht??) Nächste Woche haben wir endlich den lang ersehnten Hautarzttermin. Würde sehr gerne auch Ihre Meinung dazu hören, was es sein könnte und gerne auch Tipps entgegen nehmen, wie man das am besten pflegt, denn die allermeisten Cremes sind gefühlt viel zu fettig und machen es auch nochmal schlimmer. Alles was Zink enthält, hilft etwas. Habe in der Apotheke nach Unguentum Emulsificans Aquosum gefragt und bekam stattdessen Linola Fett mit Nachtkerzenöl.... Habe mich noch nicht getraut diese zu versuchen.... Am liebsten hätte ich etwas ohne erdölbasierte Stoffe. Bin durch Sie auch auf SanaVita aufmerksam geworden, die Hydro Creme hilft aktuell ganz gut. Ganz herzlichen Dank vorab. Beste Grüße VivaLaVida88
Wichtig ist es, eine Arbeitsdiagnose zu entwickeln. Prednicarbat ist ein seh gutes und sicheres Kortison, das aber unbdingt zeitlich limitiert eingesetzt gehört. Ihre Aufnahme zeigt gelbliche Krusten, die für eine bakterielle Infektion sprechen, was wiederum für ein atopisches Ekzem (= Neurodermitis) spricht. Es gibt exzellente Basistherpeutika, die Ihr Ansprüche erfüllen wie z.B. die Produkte von Eubos oder Dadosens. Linola Fett mit Nachkerzenöl ist sicherlich für eine entzündete Haut zu okkludierend. 5% Glycerin in Unguentum emulsificans aquosum ist gut zur täglichen Basistherapie geeignet. Zunächst einfach mal den Hautarzt aufsuchen und diesen eine Diagnose stellen lassen verbunden mit einer Therapieempfehlung!