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Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Abeck, Ich wende mich an Sie, da unsere Kinderärztin leider nicht weiter weiß und es bei uns im Umfeld keinen Dermatologen gibt, der Babies behandelt bzw. neue Patienten aufnimmt. Mein Sohn (6,5 Monate) hat seit mehreren Wochen einen Ausschlag am Hals, den wir nicht in den Griff bekommen. Es fing Ende November an mit einem kleinen roten Fleck am Kinn, den die Kinderärztin für Neurodermitis hielt. Ich solle Fettcreme auftragen. Der Fleck ist mittlerweile weg, allerdings hat sich der Ausschlag (gerötet, trocken, schuppig, scheinbar kein Juckreiz) im Laufe des Dezembers in seinen Halsfalten verbreitet. Die Rötung ist mal mehr und mal weniger stark und scheint sich auch zu "bewegen", je nach Tagesform. Mit Pflegecremes (La Roche Posay, Linola Fett, etc.) ließ sich keine Abheilung erzielen. Bei der U5 meinte die Kinderärztin dann, es sei doch ein Pilz und ich sollte Mulitlind cremen. Nach 3 Tagen gab es keine Besserung und am 4. Tag ist der Ausschlag explodiert und hat sich auch auf Brust, Nacken und Wangenregion sowie auf einer Seite bis zum Ohr ausgebreitet. Bei Wiedervorstellung bei der Kinderärztin letzte Woche Freitag wollte sie uns Nystalocal verschreiben, was ich jedoch aufgrund der extremen Reaktion auf Multilind nicht verabreicht habe. Stattdessen habe ich Infectosoor gecremt, da ich die Befürchtung habe, dass der Kleine sich ggf. bei einem Hautpilz angesteckt haben könnte, den ich aktuell im Gesicht habe und deswegen gerne ein Präparat mit breitem Wirkspektrum probieren wollte, bevor der Pilz auf die Kopfhaut übergreift. Mein Pilz (rote, scharf begrenzte, erhabene Stellen ohne Juckreiz, mit gelblicher Kruste, ohne Schuppen) wurde mit Ciclopiroxolamin behandelt und ist mittlerweile fast verschwunden, ein Erregernachweis wurde jedoch nicht gemacht. Nach einem Tag Infectosoor bei meinem Sohn war die Rötung fast vollständig verschwunden, die trockenen Stellen waren aber noch unverändert. Am nächsten Tag tauchten jedoch wieder rote Stellen auf und seitdem breiten sie sich wieder immer weiter aus. Meine Fragen lauten wie folgt: 1.: Kann man ohne Abstrich beurteilen, ob es sich um eine Infektion mit Hefe- oder Fadenpilzen handelt? Meine Kinderärztin führt generell keine Abstriche durch. 2.: Haben Sie einen Verdacht, welche Art der Infektion am wahrscheinlichsten ist? 3.: Macht es Sinn, die Behandlung mit Infectosoor weiterzuführen oder macht ggf. eine höher dosierte Miconazol-Creme Sinn? Die sollte ja sowohl bei Hefen als auch Fadenpilzen funktionieren, oder? 4.: Sollte man ggf. doch Nystalocal ausprobieren? 5.: Könnte es sich evtl. doch um Neurodermitis handeln? Meine beiden Neffen haben im gleichen Alter Neurodermitis entwickelt und bei beiden fing es im Halsbereich an und hat zuerst auch nicht gejuckt. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mit Ihrer Expertise eine kurze Einschätzung bzw. Handlungsempfehlung für uns hätten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Mit freundlichen Grüßen
Ihrer Beschreibung nach handelt es sich ein leichte Form des atopischen Ekzems (atopische Dermatitis, Neurodermitis). Das Nässen ist bedingt durch eine verstärkte Besiedelung mit Staphylococcus aureus. Das erklärt auch den wechselnden Verlauf der Entzündung. Somit wird kein Abstrich in Ihrem Fall benötigt. zu Ihrer Information: eine Fadenpilzerkrankung benötigt für die exakte Diagnose die Abnahme von Schuppen und Anzüchtung auf Festmedien für eine Hefepilzerkrankung reicht ein Abstrich In Ihrem Fall wird eine antientzündliche Therapie ( z.B. mit Pimecrolimus (kortisonfrei; Verordnung durch Kinderärztin; 2 x tgl. (morg und abds) bis zur vollständigen Abheilung oder alternativ mit Kortison ) in Kombination mit einer mehrmals tgl. guten Hautpflege, die dann nach Abheilung auch weitergeführt werden soll
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