Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Mallmann, ich habe das Problem, daß ich hormonelle Verhütungsmittel überhaupt nicht vertrage. Das geht ein halbes Jahr gut und dann fangen Migräne, Brustschmerzen, Regelschmerzen und Depressionen an. Ich habe mich daher dafür entschieden, diese Mittel (zuletzt den Nuva-Ring) nicht einzunehmen bzw. anzuwenden. Seit etwas über einem halben Jahr geht es mir auch sehr gut (keine Migräne und die allgemeine Stimmung ist auch besser). Ich möchte gerne mit Zäpfchen und Kondom verhüten (Mini-Spirale habe ich probiert, ist aber nichts für mich). Wie sicher sind diese beiden Dinge zusammen? Nur mit Zäpfchen ist ja glaube ich nur eine Sicherheit zu 65 % gegeben. Aber nur auf ein Kondom vertraue ich auch nicht (abrutschen oder zerreißen). Gibt es denn da keine andere zuverlässige Methode ohne Hormone (vielleicht ein Zäpfchen das zuverlässiger schützt?). Habe auch schon überlegt, ob ich mich evtl. später mal sterilisieren lassen soll. Meine Mutter meinte jedoch, dann müsse man Hormone nehmen. Warum? Viele Grüße Tanja
Liebe Tanja, statt Zäpfchen plus Kondome können Sie spermizid beschichtete Kondome nehmen. Zur Sterilisation: Die Vorteile der Sterilisation: -Hohe Sicherheit Pearl-Index 0,2 bis 1,8. Von 1000 Frauen, die sterilisiert sind, werden bei optimalen Verhältnissen also 2 Frauen schwanger. -Keine Gedanken um die Verhütung mehr. -Kein Stress mit Pilleneinnahme, Spiralenkontrolle oder Hantieren mit Barrieremethoden. Die Nachteile: -30 % der sterilisierten Frauen wollen, die Sterilisation rückgängig machen. -Das Narkose-Risiko - Das Operations-Risiko: Darmverletzung, Blutungen und Infektionen -Minderung des Lustempfindens (5%) -Psychische Probleme (2 bis 5%) -Hormonstörungen durch Gefäßverletzung, dadurch ggf. wieder Hormoneinnahme nötig. Je früher die Sterilisation erfolgt, um so mehr ist ein Eintreten der Nebenwirkungen zu erwarten. Deshalb wird von vielen Frauenärzten empfohlen, die Sterilisation bis zum 35. Lebensjahr hinauszuzögern. Meine persönliche Meinung zur Sterilisation der Frau ist sehr durch zahlreiche Gespräche mit Frauen beeinflusst, bei denen nach der Sterilisation Probleme auftraten: Die Entgültigkeit der Operation ist auf Grund der Zahlen nicht zu unterschätzen. Aber man kann im Leben falsche Entscheidungen treffen und muss dann halt dazu stehen. Was nach meinem Erachten jedoch unterschätzt wird, ist die Tatsache, dass durch die Verletzung der Blutzufuhr zu den Eierstöcken, psychische, sexuelle und hormonelle Probleme auftreten können, die zum guten Schluss wieder auf die Einnahmen von Hormonen hinauslaufen. Wenn Nebenwirkungen oder Komplikationen nach der Operation auftreten, machen sich meist die Frauen selbst den Vorwurf, andere Methoden nicht versucht zu haben. Wir Ärzte machen es uns relativ leicht, indem wir Sie in der Einverständniserklärung unterschreiben lassen, dass diese Komplikationen bei der Sterilisation auftreten können. Bedenken Sie aber bitte auch, wenn Sie über endgültige Verhütung nachdenken, dass die Sterilisation des Mannes ohne Narkose und mit weniger Komplikationen einhergeht. Auch wenn Männer generell sehr sensibel sind (kleiner Scherz) vergessen Sie diese Alternative nicht. Insgesamt: Da andere Verhütungsmethoden, wie Hormonspirale und Mikropille, ähnlich sicher sind, sollte frau sich die Entscheidung schwer machen. Gruß Dr. Mallmann
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