MinnieMaus
Sehr geehrte Frau Weidenhausen, meine wundervolle Tochter ist 12 Wochen alt und hat eine Asymmetrie ihrer Kopfform, die vermutlich daher rührt, dass sie eine bevorzugte Liege- bzw. Kopfseite hat. Außerdem erscheint ihre Kopfform etwas schmal, was möglicherweise mit ihrer Beckenendlage während der Schwangerschaft zusammenhängt. Bei der U3 war noch alles symmetrisch. Inzwischen hat sich das verändert, und ich mache mir große Sorgen. Gleichzeitig habe ich starke Schuldgefühle, weil ich Angst habe, zu spät gehandelt zu haben, es nicht besser gewusst zu haben oder vielleicht nicht konsequent genug gewesen zu sein. Wir sind mittlerweile dreimal beim Osteopathen gewesen und ich werde unsere Kinderärztin auch auf eine physiotherapeutische Behandlung ansprechen. Nun zu der Frage, die mir schlaflose Nächte bereitet: Besteht die Aussicht, dass sich die Kopfform wieder vollständig angleicht? Vielen Dank im Voraus für Ihre Einschätzung. Mit freundlichen Grüßen
Liebe Mama, zunächst muss ich mich entschuldigen, dass meine Antwort so lange auf sich warten ließ – deine Frage kam genau in meinem Urlaub und ist mir dadurch untergegangen. Nun zu deiner größten Sorge: Ja, an der Kopfform kann sich mit 12 Wochen noch sehr viel verändern! Gerade wenn die motorische Entwicklung weiter voranschreitet, dein Baby zunehmend aktiver wird und später ins Robben und Krabbeln kommt, verändert sich die gesamte Spannungssituation. Die Muskulatur, die am Kopf ansetzt und über Hals, Schultern und Rücken weiterführt, kann dadurch noch einen deutlichen Einfluss auf die Kopfform nehmen. Wichtig ist allerdings, eine bestehende Asymmetrie nicht nur als Formproblem zu betrachten. Die Kopfform ist häufig eine Antwort auf eine einseitige Haltung oder eine Funktionsstörung. Deshalb finde ich euren Weg sehr sinnvoll: osteopathisch begleiten und zusätzlich kinderphysiotherapeutisch anschauen und behandeln lassen, damit Beweglichkeit, Muskelspannung und motorische Entwicklung gemeinsam unterstützt werden. Und bitte mach dir keine Vorwürfe. Mit 12 Wochen seid ihr keineswegs „zu spät“. Ihr habt die Veränderung wahrgenommen und kümmert euch bereits darum – jetzt darf die weitere Entwicklung auch etwas Zeit bekommen. 🌿 Alles Liebe für euch!