Die Milch mit der „2“

Baby mit Milchflasche

© fotolia, bilderstoeckchen

Die 2er-Milch ist eine Folge­nahrung: Sie ist für Babys geeignet, die mindestens sechs Monate alt sind. Damit ist die 2er-Milch eine Milch fürs Beikost-Alter. Daher ist sie von ihren Inhalts­stoffen her auch deutlich weniger an die Muttermilch angepasst.

Sie enthält neben zusätzlichen Nährstoffen und Kalorien zum Beispiel einen festgelegten Anteil an Jod und Eisen. Bei einigen Marken sind neben dem Milchzucker weitere Zuckerformen zugesetzt, etwa Glukose oder Maltodextrin.

Manche Hersteller beiten auch Produkte an, die auf Stärke verzichten und weiterhin nur Milchzucker enthalten. Auch die 2er-Milch gibt es außerdem wahlweise in Bio-Qualität. Ebenso mit Omega-3-Fettsäuren, um das Wachstum der Nervenzellen zu unterstützen, und mit probiotischen Zusätzen für eine gesunde Darmflora.

Wichtig ist, dass sie die tägliche Trinkmenge im Blick haben

Folgemilch wird, anders als die Pre- und 1er-Milch, nicht nach Bedarf gefüttert. Daher ist es wichtig, die tägliche Gesamttrinkmenge im Blick zu behalten. Die Packungsangaben des Herstellers helfen Ihnen dabei.

In Sachen Milch haben Sie jetzt mehr Spielraum

Insgesamt ist die 2er-Milch noch einmal sättigender als die Pre- oder 1er-Nahrung. Sie müssen aber nicht zwingend auf eine 2er-Milch umsteigen, weil Ihr Kind ein bestimmtes Alter erreicht hat. Ist Ihr Kind ein halbes Jahr alt, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  • Ihr Baby bekommt ausschließlich das Fläschen und ist mit der 1er-Milch zufrieden? Dann können Sie diese auch weiterhin geben. Im Zweifel besprechen Sie am besten mit Ihrer Kinderärztin, ob ein Umstieg auf die 2er-Milch wichtig ist. Oder ob der zusätzliche Nährstoffbedarf Ihres Babys ab jetzt zunehmend über die Beikost gedeckt werden sollte.
  • Ihr Kind isst schon etwas Beikost? Dann kann es ergänzend 2er-Milch bekommen, um seinen Gesamtbedarf zu stillen. Je höher der Beikostanteil wird, desto seltener werden allmählich die Fläschchenmahlzeiten.
  • Pre-Milch kann übrigens das ganze erste Lebensjahr hindurch gegeben werden. Wenn Ihr größeres Baby also ab und zu noch ein Milchfläschchen trinkt, ist sie ebenfalls eine Option.

Im zweiten Lebenshalbjahr beginnt der schrittweise Abschied vom Fläschchen. Jetzt lernen Kinder auch, aus dem Becher zu trinken. Neben Milch eignen sich dafür Früchte- und Kräutertees, Wasser oder auch mal etwas Saft.

Zuletzt überarbeitet: Mai 2020

Prof. Ulrich Wahn: Interview zum Thema Fläschchenmilch
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mit Prof. Dr. med. Ulrich Wahn

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