hubbabubba
"Es sei denn, mit Hintergrund natürlich" - woran erkennst Du als Außenstehende den Hintergrund? Oder werden erstmal alle entsprechenden Namensträger/innen in eine Schublade gesteckt, bis du evtl, mal irgendwann von einem passenden Hintergrund erfährst (und diese holst du dann wieder raus aus der Schublade)?
Mal rein interessehalber an Alle, weil ich das ständig lese. Meine Kinder tragen zB keinen amerikanischen Stempel auf der Stirn oder haben ein französisches Brandzeichen auf dem Popo
Wird man gleich erstmal in eine Schublade gepackt, oder wartest Du/Ihr erstmal vorsichtig ab, um die Familie entsprechend "abzuchecken"? Und bildet Euch DANN erst ein Urteil (weil, das wäre ja nur fair)?
Ich finde es nämlich schade, sich immer erst erklären zu müssen (so ja auch Früchtchen), weil meine Familiengeschichte im Grunde ja Niemanden etwas angeht. Denn der Mensch hinter dem Namen ist und bleibt ja der gleiche. Ob nun Justin oder Hans.
Mich würde interessieren, wie Ihr reagiert - draußen, im realen Leben. Wenn ihr eine entsprechende (ich sag mal) "RTL-Familie" bei Penny seht und die Namen dazu hört, ist die Meinung klar.
Ich glaube da auch kaum, dass der Grund der Namensvergabe amerikanische Vorfahren sind (bin ich da auch nicht vorurteilsfrei?). Aber wenn ihr gut erzogene, gut gekleidetet Kinder kennen lernt, gepflegte Eltern mit hoch angesehenen (teilweise studierten) Berufen und ein frz. oder engl. Name fällt - was denkt ihr dann?
Oder im Supermarkt, ebenso gepflegte Eltern, den Beruf sieht man da ja nicht - was ist da Euer erster Gedanke? Ebenfalls Schublade, obwohl ihr die Hintergründe gar nicht kennt?
Oh, etwas lang geworden, aber dieser Gedankengang beschäftigt mich schon länger...
lg
Hubba
Mit persönlichen Erfahrungen kann ich leider nicht dienen, weil man bei unseren Kindern ja gleich sieht, dass sie nicht "nur österreichisch" sein können...ich glaub jedenfalls, dass man es da "leichter" hat, weil man zumindest nicht in die "Kevin-Schublade" gesteckt wird ;)...
Aber die sind doch auch blond, oder? Wenn man asiatische Vorfahren hat, SIEHT man es ja ganz deutlich - aber amerikanische und/oder französische Vorfahren erkennt man ja nicht wirklich?!
Wer ist blond? Meine Kinder?
Ja, dachte ich - oder habe ich da grad falsche Bilder im Kopf ![]()
Mein Mann ist dunkelhäutig (halb Südafrikaner) und unseren Kindern sieht man die afrikanischen Wurzeln an (meine kroatischen Wurzeln sieht man ihnen nicht an ;))..
habe ich die volle amerikanische Staatsbürgerschaft. Man hört es mir auch nicht an, mein Deutsch ist perfekt. Auf dem Papier sieht man es auch nicht mehr, da ich durch die Hochzeit einen deutschen Namen habe (der aber engl. fast gleich gesprochen wird). Mein Mädchenname ist irisch. Meine Vorfahren sind irisch/indianisch/deutsch. Also bin ich weniger Deutsche als sonst was *lach* Sieht ja aber keiner. Mein Sohn hat (zufälligerweise) einen Namen, der engl/dt gleich ist. Praktisch aber die meisten anderen bei denen das so ist (ausser Emma) gefallen mir nicht wirklich *seufzt*
Ach ja, jetzt hab ichs - sorry, ich hatte ein ganz anderes Bild im Kopf. Nun erinnere ich mich! Oh je, entschuldige
Genau das ist es ja, was ich meine - kroatische oder gar englische Wurzeln sieht man den Kindern nicht an (kroatische wohl schon eher). Meinen blonden Kindern sieht man zB ihren türkischen Papa nicht an.
Ich finde es schwer. Weißt du...in den Staaten musste ich schon öfter schlucken. Da heißen die Kinder wirklich teils echt seltsam *lach* Vor allem werden da aber am laufenden Band Schreibweisen kreiert *wuah* Wie zB kam'ryn. Mag ich nicht. Dort ist es aber auch so, dass es weiße und schwarze Namen gibt. Tanisha, Shaniqua sind eben african-american. Wenn eine blonde deutsche Tanisha vor mir steht muss ich also wirklich schlucken. In den USA würde das wohl kaum einer machen. Also fühlt sich das für mich schon komisch an, ja. Da mir persönlich total egal ist ob eine Familie beruflich gut gestellt ist, studiert ist oder nicht (da es nichts über ihr Herz, ihre Werte oder ihren Charakter verrät und das sind Dinge, die mir wichtiger sind) achte ich da auch gar nicht drauf. Für mich gibt es GANZ persönlich gibt es nur ganz wenige Namen bei denen ich denke "ohje". Aber das sind Namen, mit denen ich bisher immer die gleichen Erfahrungen gemacht habe. Mag sein, dass das global betrachtet natürlich totaler Quatsch ist UND ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen aber bisher war es doch immer so (in meinem Fall ist das Marcel). Was mir mit diesen deutschen "Schlubladennamen" Probleme macht ist, dass es in den Staaten (wo ich ja herkomme) STINKNORMALE Namen sind wie hier Lukas oder Leonie. Bin da also ziemlich zwiegespalten. Ich würde mich wirklich gern darüber hinweg setzen und einfach die Namen nehmen, die mir gefallen. Aber nunja...was wenn das Kind damit nicht klar kommt und überall aneckt hier in Deutschland weil schon die Erwachsenen (wie man hier ja sieht) so intolerant und vorurteilsbehaftet sind? Neulich hab ich sogar gehört wie so ein paar "Checker-Jugendliche" sich gefoppt haben. da sagt der eine: "Du bist auch voll der Kevin, ey!". o_O Ich war geschockt! Durch UNS ERWACHSENE, die Kevinismus in die Medien bringen und sich drüber lustig machen im TV (Cindy aus Marzahn macht das, Mittermeyer und die Carolin dingensbums auch) fangen unseren Kinder schon an sich mit Vornamen anderer Kulturen zu beschimpfen. Traurig ist das...
Du weißt doch aber GAR NICHT, welche Namen in weiteren 15 Jahren zu Schubladennamen werden/geworden sind! Bestes Bsp sind doch jüngst zB Leon und Emma. KEIN Elternpaar ist sich heute "sicher". Das steht schonmal definitiv fest. Der Wandel hat doch schon begonnen und nimmt schon wieder eine ganz andere Richtung.
Da gebe ich dir so recht. Ich sehe immer wieder, wie gerne die Menschen die Geschichte vergessen, die Vergänglichkeit und die ständigen Wechsel. So wie in der Wirtschaft nicht ein ständiges Wachstum gemacht werden kann, weil sie sich eher "in Wellenbewegungen" entwickelt (will auch keiner einsehen, oder?) sind auch Namen immer einem Wandel unterlaufen ,v.a. im 20/21. Jh. Bei uns sind übrigens Jacqueline und Chantal immer noch eher edle Namen, bei euch nicht. Französische Namen waren absolut edel und chic sehr lange Zeit, jetzt sind sie verschrien. Wir wissen wirklich nicht, welche Namen denn mal verpönt sind und welche nicht, ich bin ehrlich sogar schadenfreudig, falls all die wir-wollen-akademisch-klingen-Eltern nach 20 Jahren Namen vergeben haben, die verpönt sind. Wir sollen Namen vergeben, die usn gefallen und nicht solche, die der Gesellschaft passen. Wir leben sowieso viel zu sehr nach den Vorstellungen der anderen....*seufz* LG Kiki
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Nun hab ich mal ne bescheidene Frage :-D Wurden in den 70 er und 80ern die Namen der Kinder auch schon in eine Schublade gesteckt?!? Ich mein da gabs auch schon Sozialschwache Familien ect ....... das beste ist jedoch ich kenne echt so viele Nicole´s die in den 70 ern geboren wurden wo ich immer aus Spass sage der Name war da sicher Mode ^^ So und diese Nicole´s sind alle unterschiedlich heute ...... ich hoffe ihr wisst wie ich es meine iss auch nichts böses! Früher haben sich die Leute auch keine Gedanken darüber gemacht wie die Kinder heissen ect. Meine Family z.B. hat mehrere Wurzeln .....deutsche,frz,belgische,ami ect man sieht es uns nicht an und trotzdem haben wir alle buntgemischte Namen! Ich finds halt doof anhand des Namens eine Family abhängig zu machen ob sie nun normal , sozial schwach oder sonst was iss. LG
Für mich ist ein passender Hintergrund schön (auch bei meinen Namen, habe ich aber fast bei keinem - weder arabische, noch Inuit- noch hebräische Wurzeln *g*), aber überhaupt nicht nötig. Vor allem sage ich mir immer und immer wieder, dass die Namen, die bei uns als normal angesehen werden, meist keine "deutschen" Namen sind. Wer mit einem Samuel hat denn hebräische, wer mit einer Claudia lateinische Wurzeln??? Wer soll denn bitteschön sagen, welche Namen deutschlandtauglich sind und welche nicht? Ist ja sowieso - wie man bei Früchtchens Thread gelesen hat - sehr individuell. Ich finde es einfach von Vorteil, wenn der Name in der Landessprache ienigermassen ausgesprochen werden kann. Ich nerve mich auch immer immer wieder über Schubladendenken (wie du...), auch wenn es momentan im Forum diesbezüglich viel angenehmer ist als auch schon. Und bin als typischer Trotzkopf deshalb fast animiert dazu, als wohl zukünftige Akademiker/Künstlerfamilie meinen Kindern abgedrehte Namen zu geben *g* (natürlich auch, weil sie mir gefallen ;))) - einfach um die doofen doofen Vorurteile zu widerlegen. LG Kiki
also das schubladen denken ist schon traurig , ja. Wenn mein Sohn später mit einem "Kevin" spielen wird, fände ich das nicht schlimm und glaube, dass ich mit den Eltern sogar besser zurecht käme als mit so manchen die versuchen den Kindern gut situierte Namen zu geben. Ich selber bin 30 und heiße Fabienne, ein französischer Name, der heute wohl auch eher in eine Schublade gesteckt würde. Damals kannte diesen Namen niemand meine Eltern haben ihn in Frankreich aufgeschnappt und fanden ihn einfach schön. Von daher wer weiß, wie so manch ein Name in mehreren Jahren verurteilt wird. Ich würde dennoch glaube ich selber aufpassen ob der Name in der Gesellschaft zu sehr verpönt ist und ihn dann nicht vergeben, da ich meinem Kind nicht die späteren beruflichen Chancen vermiesen will. Auch wenn ich für mich sagen würde, wenn mich Hr x wegen meines Namens nicht einstellen will, kann der einem gestohlen bleiben, weiß ich ja nicht wie mein Kind das später einmal sieht. Hört sich vllt spießig an ist aber leider so. Daher finde ich zeitlose Namen wohl noch am einfachsten Unser Kind hat nun 3 Namen der 2 und 3 von unseren Vätern. Würden viele gar nicht vergeben, aber das war uns schon irgnedwie wichtig und uns gefiel das.
Hier fängt es doch schon an, das eine alte hans. Familie mit Dr. Dr. jur. Notar von dings und bums seinen Sohn Alexander Maximilian Carl Friedrich nennt. Natürlich hält der sich für etwas besseres als ein Studierter Bauing. der seine Kinder Lilly Chantal nennt. Das bekomme ich schon öfter mit, das der eine Studierte sich für etwas besseres hält als der andere Studierte. Ich hoffe, jemand kommt mit meinem Geschreibsel klar.... Finde alles ziehmlich schrecklich. Wir haben keinen franz. oder engl. Namen genommen, weil ich diese nicht gut aussprechen könnte. Und das finde ich richtig schrecklich. Wenn jemand z. B. einen dänischen Namen nimmt und diesen komplett falsch ausspricht. Weil dann, wird es schlimm. Gruß maxikid
...vom Schubladendenken, oder passiert Euch das auch bzw macht ihr visuelle Unterschiede? Sprich mein Bsp mit der "RTL-Familie" und der (zB) Steuerberaterin oder gestylten Geschäftsfrau?
Hier in der Gegend wohnt eine Familie, die optisch und verbal suuuuuper in eine RTL-Mittagssendung passen würde, da rief die Mama doch letzt bei Penny ihre Tochter "Michelle" (der Bruder heißt Marcel). Und ich
och nö, bitte nicht. Ich merke, ich bin vielleicht auch nicht ganz frei (?) und ärgere mich, wenn die Kinder so heißen wie meine.
Naja, wir haben in der nachbarschaft eine Justin-Jimmy-Jordan-Familie, die alle klischees erfüllt bis übertrifft. Ein wenig die straße runter leben Claire Marie, Kilian und Fee-Emilia, also eig. nicht unbed. klassische schublade, aber ziemlich schrecklich Keanu im kiGa ist eher auffällig und hat auch schlechter sprechende und riechende eltern, als hannah und lukas...das ist aber ja ein einzelfall jeweils. ich kenn auch zwei akademiker mit jakob und maria, da ist sie eine solche zicke, da würd ich lieber mit keanus etwas "unterschichtiger" mama Kaffee trinken ;) namenstechnisch passt das aber ins bild... Lehrerin/Anwalt: Justus, Sebastian, Emma Charlotte---passt, oder?
Hier kann man das immer sclecht einordnen *gg* Sehe ich im KiGa ....... dort gibt es viele die sozialschwach sind aber die Kids normale Namen haben und dann widerrum ne Familie wo der Vater an der Uni arbeitet und die Mutter Krankenschwester iss und die Kids wie es so schön heisst Schubladennamen haben ....... also wie gesagt ich kanns hier schlecht einschätzen. Haben im KiGa auch einen der heisst Joke und ich dacht mir hmmm ok bin gespannt was es für Eltern sind ^^ und beide stehen fest im Beruf ...... so kanns auch sein ;-)
...aber Joke ist doch ein toller, skandinavischer Name, den hätte ich jetzt definitiv NUR bei gut situierten Familien gesehen - ich brech zusammen, wenn Du mir jetzt sagst, dass die Eltern den Namen wie den Witz aussprechen. Nein, oder?!
Jaaaaaaaaaa genau sie sagen dschoke also wie engl. Witz und ich dacht oh neeeeeeeeeeeeeeein ....... weisst nun wie ich meine
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Ja ich fand es auch nicht sehr gelungen aber naja manche wissen wohl selber nicht was sie ihren Kind damit antun :-( Aber selbst bei Aimee kamen schon die besten aussprachen grrrrrrrrrrrrr
A-ie-mä? ![]()
Jaaaaaaaaaaaaa du hast es erfasst kommen solche dinger wie Eima (so hört es sich fast an) grrrrr
ja das ist natürlich wirklich blöd, wenn die Eltern den eigenen Namen des Kindes aussprechen.
na da bin ich aber mal gespannt in welche Schublade man mich steckt:
mein Sohn heißt Lasse Kurt Johann (alles 3 Vornamen, Lasse ist aber Rufname)
Ich bin gespannt ! ![]()
Öko-Alternativ mit einer Liebe zu Skandinavien vielleicht?
ja gar nicht so schlecht.
mein mann ist ein sozialfuzzie und ich kfm. Angestellt - wir arbeiten beide im öffentl. Dienst.
ich bin vllt ein bisschen Öko, aber auch nicht zu sehr. Wir gehen gerne auf Punk und Hippie Festivals.
von daher passt es eigentlich :-))
lustige Debatte übrigens