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Sitzenbleiben

Sitzenbleiben

Kuegelchen

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Hallo, ich bin gerade recht unglücklich. Meine Tochter (fast 14) besucht ein Gymnasium und scheint erneut sitzenzubleiben. Sie hat bereits einmal die 5. Klasse wiederholt und in der 7. Klasse läuft es ähnlich. Sie hat Dyskalkulie (steht trotz Nachhilfe auf 5/6) , ansonsten ist sie bis jetzt eine gute Schülerin. Der aktuelle IQ Test zeigt eine Konzetrationsschwäche, ansonsten eine überdurchschnittlich hohe Intelligenz. Seit letzten Jahr hat sie Französisch, hier scheibt sie schlechte Noten, sie kommt mit dem Fach einfach nicht zurecht (es gibt wohl Zusammenhänge zwischen Dyskalkulie und grammatikalischen Schwächen). Es wird also auf zwei 5en im Zeugnis hinauslaufen, sprich, sie wird sitzenbleiben. Sie muss in keinem Fach lernen, Englisch, Deutsch usw fallen ihr zu, nur Mathe und Französisch klappen gar nicht. EIgentlich könnte man mit ihr lernen, doch hier liegt das Problem. Sie weigert sich. Weder Vokabeln, noch Grammatik, nichts möchte sie lernen. Sie bekommt seit zwei Jahren Nachhilfe in Mathe, seit letztem Jahr wurde diese auf Französisch ausgeweitet. Dort geht sie gerne hin, es bringt nur keine Ergebnisse. Zuhause weigert sie sich. Sie wird laut, frech, und was auch immer ich mache und vorschlage, sie setzt es nicht um.  Sie versteht allerdings auch was das bedeuted und ist selbst unglücklich, will nicht sitzenbleiben. Es scheint, als ob sie versteht was sie tun muss, sich aber nicht dazu durchringen kann. Sobald ein Hindernis auftaucht, dreht sie sich um und "rennt weg". Dann ärgert sie sich darüber, kann sich aber nicht zum lernen bringen. Auf Ansagen von außen (gemeinsam lernen, abfragen, gemeinsam zusammensetzen usw) reagiert sie mit starker Ablehnung.   Habt Ihr einen Ratschlag? Liebe Grüße Kügelchen


Caot

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Ich bin ein großer Freund von lass sie wiederholen, aber in eurem Fall te dürr ich dazu zu sagen, lass sie angehen. Ich denke, dass Schulerfolg zu einem Großteil aus intrinsischer Motivation besteht. Dran zu bleiben, nicht aufzugeben und auch willig sein zu akzeptieren Mathe muss ich lernen, Biologie fällt mir zu. Nicht lernen zu müssen ist nicht hilfreich wenn es Einschränkungen, wie in eurem Fall gibt. Damit kommt man durch ohne Lernschwierigkeiten aber eben nicht mit einer.  Hinzu kommt die 7. Klasse, Pubertät und ein eigenständig werden. Zwei 5er können halt nicht ausgeglichen werden. Auch nicht durch Zusatzarbeiten. Denn für ein "retten" muss dein Kind zum Lehrer und dort bitten - aber das muss man wollen. Meine Kinder hatten auch Phasen. Aber immer waren sie aktiv gewillt sich dagegen aufzulehnen ohne dass ich kämpfen musste sie davon zu überzeugen.


misses-cat

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Ich würde klipp und klar sagen das ich ihr keine Nachhilfe bezahle wenn sie zu Hause nicht lernt, da kann ich mein Geld gleich in den Gulli werfen, und ja es gibt Kinder die nur wenn sie Konsequenzen spüren sich ändern. Mein ältester Sohn ist hochbegabt ( wie wohl auch sein leiblicher Vater) und er hat anders als deine Tochter keine Einschränkungen beim lernen wie Dyskalkulie oder lrs, aber er war stinke faul hat nie Vokabeln gelernt weder Englisch noch Latein, sitzen geblieben ist er  nur einmal aber nach der 9 Klasse dann vom Gymnasium runter, dann auf die Wirtschaftsrealschule und da machte es quasi klick Abschluss mit 1,3 dann Fachabitur mit 1,1 gelernt hat er nur das nötigste  Er macht jetzt Steuerfachangestellter weil er Geld erstmal verdienen will und dann nachher will er vielleicht doch noch an die Fachhochschule . Wenn deine Tochter nicht akzeptiert das sie lernen muss und jetzt anfängt zu lernen hat das Klasse wiederholen gar keinen Sinn, das ist verschwendete Zeit 


Nicky_1234

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Vllt bekommt sie noch selbst die Motivation zum lernen und um das Ruder rumzureißen und schafft es doch noch Aber es klingt eher so, dass es nichts mehr wird In dem Fall würde ich sie eher nicht wiederholen lassen, sondern in die 8. Klasse einer Real- oder Gesamtschule wechseln (querversetztung, dann "verliert" ihr nicht noch ein Jahr). Das hat zudem den Vorteil das nicht zwingend eine zweite Fremdsprache belegt werden muss und das Lerntempo und der Schulstoff ist langsamer bzw einfacher Das kann wieder zu neuer Motivation führen und falls ein guter Realabdchluss erreicht wird, steht auch die Möglichkeit offen, im Anschluss eine gymnasiale Oberstufe oder eine Fachoberschule zu besuchen, falls gewünscht (zumindest ist das in Hessen so) Ihr solltet euch schon mal über entsprechende Möglichkeiten und Schulen informieren und ich würde ein Beratungsgespräch/ Elterngespräch beim Klassenlehrer: in dazu anfragen 


Nicky_1234

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Nachtrag Die Motivation muss von ihr kommen, Druck von außen hilft wahrscheinlich nur wenig bzw. geht eventuell sogar nach hinten los.  Hat sie denn schon Vorstellungen, wie es weitergehen könnte, wenn es nicht klappt mit der Versetzung? Sitzen bleiben will sie verständlicherweise nicht, aber wie steht sie zum Schulwechsel?


bea+Michelle

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Wenn sie sich nicht auf den Hosenboden setzen will, dann wäre ich auch dafür die Schule zu wechseln.   Vielleicht ist das Gymnasium nichts für sie, wenn sie nach 2 Jahren evt. schon wieder sitzenbleibt  (aber gut, ich bin auch kein Verfechter von unbedingt aufs Gymnasium, komme was wolle)


Dezemberbaby2012

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Antwort auf Beitrag von Kuegelchen

Hallo, hast du schon einmal testen lassen, ob dein Kind vielleicht ADHS hat? Für mich hört sich deine Beschreibung danach an, insbesondere die Mischung aus Konzentrationsproblemen, Dyskalkulie, der vehementen Weigerung/Schwierigkeit zu Lernen und dem aktiven Vermeiden von Hindernissen. Und das alles bei hoher Intelligenz. Eventuell käme dann ein Nachteilsausgleich für sie in Betracht und sie benötigt vielleicht speziellere, ADHS-kompatible Unterstützung beim Lernen.  Liebe Grüße Dezemberbaby


kea2

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Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen Französisch und Mathe. Französisch ist ein Lernfach. Da hilft hohe Intelligenz nicht weiter. Das muss man schlicht und ergreifend pauken. Wer zu faul dazu ist, der scheitert dort. Wenn man einmal einen Berg an nicht gelernten Vokabeln und Grammatik angesammelt hat, muss man sich dreimal so viel anstrengen, um das aufzuholen. Hohe Intelligenz, aber schlechte Konzentration und Motivation für unbeliebte Aufgaben, sowie Lernschwächen oben drauf, sind Anzeichen für ADHS. Du solltest Deine Tochter auf jeden Fall testen lassen.  Leider muss ich sagen, dass ich denke, dass bei Euch der Zug am Gymnasium erstmal abgefahren ist. Wenn zwei Fächer so schlecht laufen, macht das keinen Sinn. Eventuell kann Deine Tochter später anderweitig das Abitur nachholen. Falls es ADHS sein sollte, machen Medikamente nicht selten den Unterschied.  Unser Sohn ist ebenfalls betroffen und hat aktuell in der EF mit Medikamenten gute bis sehr gute Noten. Französisch war sein Hass-Fach. Zu der Zeit nahm er noch keine Medikamente, sondern hatte nur Therapien. Durch das Fach habe ich ihn durchgezogen, indem ich darauf bestanden habe, dass er mit mir lernt. Dass er da jedesmal den Aufstand geprobt hat, war mir egal. Wenn es mir zu viel wurde, fiel das Zocken aus. Das war ihm dann doch wichtiger, als Französisch zu vermeiden. So kam er mit 4en bis in die Oberstufe, wo er es abwählen konnte.  Aber er hatte kein zweites Fach, in dem er so extreme Probleme hatte, wie Deine Tochter. Mathe hat er sogar als LK gewählt.


Nurmalsoeben

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Antwort auf Beitrag von kea2

"Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen Französisch und Mathe. Französisch ist ein Lernfach. Da hilft hohe Intelligenz nicht weiter. Das muss man schlicht und ergreifend pauken. Wer zu faul dazu ist, der scheitert dort. Wenn man einmal einen Berg an nicht gelernten Vokabeln und Grammatik angesammelt hat, muss man sich dreimal so viel anstrengen, um das aufzuholen." I'm late to the party, aber diese Aussage würde ich nur bedingt unterstreichen. Klar, Vokabeln muss man büffeln, aber Grammatiken haben eine innere Logik und Muster, die mathematischen Mustern ähnlich sind. Wenn jemand da in der "Mustererkennung" Schwächen hat, wirkt sich das bei komplexeren Sprachen wie Französisch entsprechend aus. Ich würde aber auch das Konzentrations-/Frustrationsproblem angehen, trotz Einsicht, dass sie es nicht kann, sich nicht hinzusetzen und zu lernen, klingt vordergründig nach Prokrastination, kann aber auch eine Vermeidungsstrategie sein, weil sie merkt, dass sie einfach schon im Ansatz scheitert. Was wiederum typisch für ADHS wäre.