Elternforum Schwanger - wer noch?

Werdender Papa (33) sucht Tipps – wie unterstütze ich die Frau am besten? 😊

Werdender Papa (33) sucht Tipps – wie unterstütze ich die Frau am besten? 😊

PapaMitKochlöffel

Beitrag melden

Hallo zusammen, ich hoffe, ich bin hier richtig  ich werde zum ersten Mal Papa und es ist… na ja… alles neu, aufregend und ein bisschen überwältigend. 😅 Unsere Schwangerschaft ist noch recht frisch und ich möchte meiner Partnerin den Weg so angenehm wie möglich machen. Manchmal habe ich aber das Gefühl, ich merke gar nicht richtig, was jetzt gerade gebraucht wird oder wann ich besser einfach still lächle und Tee mache. 😄 Vielleicht gibt es hier ja ein paar erfahrene Eltern, die mir sagen können, worauf es wirklich ankommt? Was ich bisher versuche: • viel Verständnis • Essen kochen (da fühle ich mich sicher!) • zuhören, ohne direkt Lösungen zu suchen • kleine Dinge abnehmen, bevor sie Stress machen Aber ich frage mich: Was erwartet ihr von euren Partnern in dieser Zeit? Was tut euch gut? Und gibt’s vielleicht typische Anfängerfehler, die ich gleich vermeiden kann? Ich freue mich über jeden Tipp – egal ob ernst, praktisch oder mit einem Augenzwinkern. Ich möchte einfach, dass sie sich wohl, sicher und verstanden fühlt. Danke euch schon jetzt! 😊


FräuleinMond

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von PapaMitKochlöffel

In der ersten Schwangerschaft brauchte ich bei nichts Hilfe. Da hab ich alles selbst gemacht. Jetzt in der zweiten hab ich ganz arg mit Migräne und Übelkeit zu tun. Da hilft's mir, wenn mein Mann den Großen in den Kindergarten bringt und die Küche aufräumt, die kann ich nämlich nicht wirklich betreten ohne Würgreiz.  Nach der Geburt brauchte ich viel mehr Hilfe. Die ersten zwei Wochen hatte mein Mann Urlaub und hat da viel das Kind getragen, hat gekocht und mir alles mögliche ans Sofa gebracht. Bzw ist auch Mal größere Runden mit dem Hund gegangen. Da ich nen Kaiserschnitt hatte konnte ich so früh nicht gut tragen, weil sonst das Tuch auf der Narbe gelegen hätte und meine Hebamme hatte mir tatsächlich davon abgeraten. Im Krankenhaus hab ich keine einzige Windel gewechselt, das hat alles mein Mann gemacht. Später ist er dann mit Kind baden gegangen, weil ich eben noch nicht durfte.  Dieses Mal wird sich das noch rausstellen. Mal sehen ob ich ihn noch in mein Hypnobirthing einbaue, da könnte er mich unterstützen. Und dieses Mal wird er auch nach der Geburt wieder mehr machen, weil eben schon ein Kind da ist. Und im Geburtshaus wird er auch etwas mehr zu tun haben diesmal.      Ansonsten frag deine Frau wo sie Hilfe oder Unterstützung braucht. Manchmal ists vielleicht auch nur eine Massage oder sowas.  Evtl könnt ihr euch auch einen Haushaltsplan schreiben, wer welche Aufgaben übernimmt. 


Mimi76

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von PapaMitKochlöffel

In meiner ersten Schwangerschaft habe ich ehrlich gesagt kaum Hilfe von meinem Mann benötigt. Was ich im Nachhinein und vor allem jetzt auch in der zweiten Schwangerschaft hilfreich finde: Einkaufen gehen. Insbesondere wenn es viel wird bspw. der Wocheneinkauf oder Getränke gekauft werden müssen. Das ist am Anfang ggf noch nicht soo wichtig aber gegen Ende des zweiten Trimesters dann wirklich eine Erleichterung.  Ich hatte keine Antikörper gegen Toxoplasmose weshalb man in der Ernährung gerade auswärts teilweise schon etwas eingeschränkt sein kann... Ich fand es nett wenn mein Mann dann nicht direkt vor meiner Nase Dinge gegessen hat die ich nichtmehr essen durfte und auf die ich aber wirklich extrem Lust hatte. Es gab bei mir da so 2-3 Sachen, auf welche ich wirklich extrem Lust hatte die ganze Schwangerschaft und auf die hat er zumindest wenn ich dabei war auch verzichtet. Am wichtigsten ist aber wie schon von der Dame vor mir gesagt das Wochenbett. Hier braucht man wirklich viel Hilfe. Man ist teilweise überfordert und kommt mit den eigenen Bedürfnissen nicht hinterher. Dafür Sorgen, dass genug gegessen, getrunken wird. Dass Nahrungsergänzung eingenommen wird falls gestillt wird. Wäsche machen und aufräumen. Haushalt einfach abnehmen, dass man sich aufs Kind und alles konzentrieren kann. Und auch die Grenzen respektieren. Insb. in Bezug auf Besuch, Baby halten, Hygiene mit dem Neugeborenen etc. Kommunikation ist das wichtigste. Was wünscht sich deine Partnerin, wo fühlt sie sich unwohl oder unsicher und dann da ansetzen.  Alles Liebe! 


klein.Nici

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von PapaMitKochlöffel

Hallo, ich bin auch gerade zum ersten Mal schwanger und meinem Mann geht es genauso wie dir. Er hat sich bei mir auch schon beschwert, dass man es als engagierter werdender Papa schwer hat, Informationen zu bekommen. Meist sind solche Informationen nämlich total stereotypisch aufgebaut, wo Männern mehr Wert auf Fußball legen, als sich um die Frau zu kümmern. Mir geht es körperlich recht gut, deswegen hat er ansich nicht viel zu unterstützen. Ich denke, dass es deiner Frau helfen könnte, wenn du einfach im Haushalt mit anpackst, Obsttellerchen bereitstellen, mein Mann hat sich zum Beispiel auch nach Schwangerschaftsmassagen umgesehen und möchte mir gerne eine spendieren. Sprich mit deiner Frau, was ihr gerade gut tun könnte. Mein Mann würde für mich sogar jederzeit losfahren, um die Objekte meiner Gelüste zu besorgen.    Am meisten erwärmt es mir jedoch das Herz, wenn ich sehe, wie er sich informiert und nach Babykleidung Ausschau hält. Er traut sich nicht allein etwas zu kaufen, aber er fragt mich und zeigt mir, was er toll findet.    In der österreichischen Zeitschrift hab ich unter einem "Papa-Artikel" einen Buchtipp gefunden. Vielleicht ist das ja was für dich :)   Liebe Grüße ☺️

Bild zu

WonderWoman

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von PapaMitKochlöffel

öhm.... auch frauen sollten in der lage sein zu kommunizieren was sie sich wünschen bzw. was sie grad brauchen. ich zumindest habe zu keinem zeitpunkt von meinem mann erwartet dass er meine bedürfnisse hellseherisch errät. das hat auch nichts mit der schwangerschaft zu tun, das galt und gilt immer. umgekehrt sagt mein mann bescheid wenn er sich etwas von mir wünscht oder braucht. nennt sich kommunikation. und spätestens wenn das kind da ist sollte die klappen. zum anderen ist ja so viel besonderes noch nicht zu tun, auch für deine frau nicht. das einzige was ich sinnvoll finde hast du schon auf der liste: verständnis. je nach disposition der frau kann dieses ganze hormongedöns gerne mal zu stimmungsschwankungen führen die das umfeld oft als belastend empfindet. da musst du durch. wobei mein mann meinte ich sei gar nicht schlimm gewesen in meinen 4 schwangerschaften. ich bin aber auch sonst sehr impulsiv und tendiere zu unüberlegten gefühlsausbrüchen, vielleicht ist er es einfach gewöhnt. hausarbeit ist doch auch ohne schwangerschaft ein gemeinschaftsprojekt, oder?


Jorinde17

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von PapaMitKochlöffel

Frag deine Frau bitte einfach selbst, was sie sich wünscht! LG


Ameliawilliams

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von PapaMitKochlöffel

Hallöchen  Also ich war 3x schwanger und habe zwei gesunde Jungs unter 2... der kleine ist einen Monat alt. Ich denke es kommt immer auf die Schwangerschaft und Umstände, aber auch Beschwerden an. In der ersten resp. Zweiten SS war ich anfangs unglaublich müde und froh, wenn ich einfach schlafen konnte. Mein Mann hat dann mal die Spülmaschine mehr ausgeräumt, nach dem Kochen auch noch aufgeräumt oder mehr geputzt (haben z.B. putzen immer schon aufgeteilt/gemeinsam gemacht). Gegen Schluss hat er dann das Wäsche waschen komplett übernommen (Waschküche im Keller des MFH) und musste auch wieder beim putzen mehr helfen (Duschkabine, saugen/Wischen unter dem Bett usw.).  Nach Geburt war er vier Wochen zu Hause und hat den Haushalt geschmissen. Klar habe ich auch mal gekocht oder sind wir gemeinsam einkaufen gegangen, hatte aber auch kaum Geburtsverletzungen und es ging mir gut. In der zweiten resp. Dritten Schwangerschaft habe ich anfangs noch nachts gestillt und war K1 noch 4-8x wach, daher hat er wie seit der letzten Schwangerschaft sonst überall unterstützt. Gegen Schluss, wenn ich nach der Arbeit einkaufen ging, habe ich ih  angerufen, wann er zum Parkplatz kommen soll um die schweren Taschen auszuladen. Die Wäsche macht er zusammen mit K1 (er liebt die Waschküche) und falten/bügeln mache ich. Es sind auch oft kleine Dinge, auch wenn das Kind da ist...mal eine Nacht oder eine Frühschicht übernehmen, damit Mama schlafen kann. Mal einen Nachmittag alleine schauen (wenns vom stillen her nachlässt oder sie abpumpen kann), damit sie raus kann und me-time hat (egal ob schlafen, baden, Freundinnen treffen, Friseur etc.). Denn das sind Dinge worum ich meinen Mann "beneide". Er konnte in der Schwangerschaft raus wie er wollte, ins Fussballtraining usw. Ich aber konnte nicht die ganze Schwangerschaft reiten und nach Geburt war/bin ich viel zu Hause, darunter leiden auch Sozialkontakte. Einfach so mal 3h weggehen geht nur mit Vorbereitung (stillen / abpumpen davor oder unterwegs).  Ach und wenn die Partnerin den Nestbautrieb bekommt, einfach machen lassen. Mit war z.B. bei K1 super wichtig, dass 1 Monat vor ET alles bereit ist (Zimmer, Tasche, Babyschale und so.)...joah...ging dann bei 36+1 los🤭 Und sonst frag sie einfach wo du unterstützen kannst und geniesst die Zeit!


manu71

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von PapaMitKochlöffel

Hallo, was für ein liebevoller und fürsorglicher werdender Papa du bist!! Zu dem, was du schon für sie tust, ist mein Vorschlag ebenfalls (falls du es noch nicht gemacht hast), dass du sie fragst, was sie sich wünscht und was ihr gut tut. Vielleicht kann sie es manchmal gar nicht so sagen. Dann bist du einfach du und es passt glaube ich prima so.  Ein Buchtipp noch: Geburt einer Mutter - ist vielleicht für euch beide informativ 😊 Alles, alles Gute für euch "drei" 🥰


MM

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von PapaMitKochlöffel

Hallo, das was du schreibst, ist doch schon mal gut: Was ich bisher versuche: • viel Verständnis • Essen kochen (da fühle ich mich sicher!) • zuhören, ohne direkt Lösungen zu suchen • kleine Dinge abnehmen, bevor sie Stress machen Und ansonsten frag sie einfach! Sie ist doch immer noch dieselbe, ob Schwangerschaft oder nicht! ;-) (Mir würde auf die Nerven gehen, wenn der Partner mich zu sehr wie ein "rohes Ei" behandeln oder denken würde, Schwangerschaft sei irgendein Zustand, durch den ich "ganz anders" werde. Denn das stimmt ja nicht. Klar ändern sich manche Dinge zeitweise und klar ist es super, wenn der Partner hilfsbereit und positiv gelaunt ist - aber ich würde zB nicht wollen, dass er plötzlich ganz anders mit mir reder oder umgeht. Denn das bin ja immer noch ich! ;-)) Das Beste ist immer direkte Kommunikation, so meine Erfahrung nicht nur aus cca. 20 Jahren Ehe und Elternschaft, sondern auch sonst. Also fragen, wenn man was wissen will, und offen darüber sprechen!  Das mit dem Essen kochen finde ich persönlich super. Das war nie die starke Seite meines Mannes, er hat bei vielen anderen Sachen geholfen, aber dabei halt nicht... Erst als unsere Söhne in die Pubertät kamen und anfingen, manchmal zu kochen, wurde ich diesbezüglich etwas mehr entlastet... ;-)