Mitglied inaktiv
Ich würde gern einen PATEN für mein Kind festlegen, da ich den Grundgedanken der dahinter steht sehr gut finde. Wir sind beide jedoch nicht kirchlich und wollen unserem Kind auch selbst die Entscheidung lassen, ob es mal eine religiöse Richtung "einschlägt". Gibt es trotzdem eine ähnliche Lösung der Taufe um jemanden die Patenschaft für unseren Krümel zu erteilen - oder was ähnliches für "nicht gläubige"??? Wer kann mir helfen. Gruß
Hallo, Es ist ja so, dass der Pate oder die Patin für die christliche Erziehung sorge zu tragen hat, d.h er oder sie soll Deinem Kind eine Religion nahe bringen und das wollt ihr ja nicht. Genau kann ich es nicht sagen, aber wenn Du Dich für eine Religion entscheiden würdest dann müßte nur der Pate dieser Religion angehören. Du und Dein Mann/Freund brauchen dazu nicht diese Religion zu vertreten (glaube ich). ;-) Aber erkundige Dich doch mal im Internet, da steht bestimmt drin welche Vorraussetzungen für eine Taufe nötig sind! LG
Die eigentliche Patenschaft ist halt kirchlich. Der Pate hat dafür zu sorgen, dass das Kind auch innerhalb des christlichen/kirchlichen Glauben aufwächst. Ferner ist ein Pate auch dann für das Kind verantwortlich, sollte den Eltern etwas zustossen. Da ihr aber euch kirchlich nicht festlegen wollt, würde ich mit den "Paten" zum Notar gehen und dort ein Testament aufsetzen lassen, die den Paten diese Rechte und Pflichten eingestehen.
also, ich selbst finde, dass paten und kirche nunmal zusammengehört, denn das ist der grundgedanke. trotzdem hier was aus dem an anekdoten reichen familienschatz: du kannst natürlich, wie eine meiner tanten, eine eigene zeremonie durchführen ganz nach gusto (mit mehl und körnern oder auch einfach nur als eine art willkommensparty) und dort leute als "paten" ernennen, die eine besondere verantwortung für das kind bekommen. ich denke ja nicht, dass es euch um ein eventuelles übernehmen des sorgerechts geht, sondern um die vorbildfunktion, oder?
Hi, wir haben unsere Kleine damals 'nur' Einsegnen lassen. Damit kann sie später auch am Konfirmationsunterricht und Religionsunterricht teilnehmen (egal, wie der entsprechende Lehrer oder Pfarrer drauf sein sollte) , wenn sie es denn wirklich will. Uns war auch wichtig, dass sie sich später selbst entscheiden kann, da sie sich dann auch wirklich damit auseinandersetzten muss und nicht einfach automatisch getauft, konfirmiert etc. wird, ohne sich darüber überhaupt Gedanken machen zu müssen. Da haben wir dann auch 2 Paten ernannt, die sich eben auch für sie verantwortlich fühlen sollen. LG Tina
Unsere Tochter hat eine Patentante obwohl sie nicht getauft und wir schon lange aus der Kirche ausgetreten sind. Ich habe einfach meine Freundin gefragt ob sie es machen will. Sie hat sich sehr gefreut und es macht überhaupt keinen Unterschied, dass die Patenschaft nicht der Kirche gesegnet wurde. Gruss, Chrissie
Also erstens kenne ich keine Paten die an der "christlichen Erziehung" eines Kinders mitgewirkt haben. Zweitens geht es bei der Patenschaft doch darum eine besondere Person für das Kind zu haben - das kann sein in Form von Unternehmungen aber auch für den schlimmsten Fall der Fälle, Tod der Eltern, sollte ein Pate zur Verfügung stehen. Mit dem Paten werden tolle Dinge gemacht, Sachen besprochen die mit den Eltern nicht diskutiert werden etc. Also DAFÜR muss bei doch kein Pate den kirchlichen Segen haben. Ich bin selbst Patentante und wir handhaben es auch so. Mein Patenkind ist zwar getauft aber ich konnte kein offizieller Pate werden weil ich nicht mehr in der katholischen Kirche war. Jetzt bin ich es trotzdem. :-) Gruss, Chrissie
Hallo, also erstmal zu allen christlichen Meinungen hier: Die Patenschaft existiert schon etliche Jahrhunderte länger als der christliche Glauben! Die Kirche hat die Rituale der "ungläubigen" übernommen um sich näher heranzubringen und sie zu ihrem Glauben zu bewegen. Siehe auch den Weihnachtsbaum zu Weihnachten. Da könnt ich ja immer sauer werden *lach* Also .. wir machen es so. Unsere zwei Zwerge bekommen auch Paten. Und sie sind für die Kinder da und kümmern sich auch (hoffentlich *g*). Das hat rein gar nichts mit heranführung an den christlichen Glauben zu tun *schüttel* Wir machen zuhause ein kleines "Paten- und Namensgebungsritual" und dann hat es sich. Eine kleine Feier gehört auch dazu :-)
Hallo, ich denke mal, es kommt ganz darauf an, was Du von einem Paten erwartest. Das ist ja auch eine Definitionssache. Wenn Dir der christliche Aspekt egal ist, kannst Du ja auch eine kleine Feier ohne Kirche machen. Geht es Dir auch darum, dass die Paten im schlimmsten Fall eintreten, kommt man sowieso um ein Testament nicht drumherum. Egal ob getauft oder nicht. LG Sylvia
Hallo Tina, was für eine gute Idee, dankeschön! Auch wir sind zu wenig kirchlich veranlagt, haben nicht kirchlich geheiratet und gehen nicht hin, wollen dem Kind aber den Weg nicht verbauen. Und unsere katholischen Väter - mein Mann und ich sind nach unseren Müttern evangelisch - hätten auch ein gewaltiges Problem, wenn die Kleine gar nicht getauft würde. Dein Beitrag ist echt hilfreich! Viele Grüße, Lizzie