Mitglied inaktiv
Hallo Ihr Lieben, heute war noch mal US, lt. Angaben der Ärztin hat der Kopf einen BIP von 10,2 cm, also wohl ziemlich grenzwertig. Wenn der Kopf noch arg wachsen wird, ich also noch lange trage, wird das wohl auf eine Sectio hinauslaufen... Wer von Euch hatte schon mal ein Becken-Schädel-Mißverhältnis, und hat sich trotzdem für eine normale Geburt entschieden, die auch gut gegangen ist? Ich steh' momentan total neben mir. Meine erste Geburt war furchtbar, nachdem der Mumu 10cm offen war, ist das Kind nicht richtig nach unten gerutscht und musste nach 4 Stunden Presswehen mit Zange geholt werden. Die Gründe dafür können vielfältig sein, können aber auch in einem relativen Becken-Schädel-MIßverhältnis begründet sein. Jetzt ist genau das eingetroffen, wovor ich mich immer gefürchtet hatte. Wenn das Kind normal kommen würde, wird es /könnte es wieder zu den selben Problemen kommen... Meine Hebamme meint, das müßte nicht zwangläufig so sein, wo ein 36er-Kopf durch kommt, kommt auch ein ähnlich großer Kopf durch. Im KH wurde auch schon geschallt, da kommt man auf einen BIP von 9,9cm und schätzt das als nicht allzu dramatisch ein. Meine Ärztin würde das Kind am liebsten gleich per Sectio holen und empfiehlt mir dringend, das Kind vor Weihnachten irgendwie zur Welt zur bringen (schön wär's ja...). Morgen will sie die Sache "anstupsen". Egal, welcher Weg gewählt wird, ich habe super Schiß. Sowohl vor der Sectio als auch vor einer ähnlichen Horrorgeburt wie bei Nr. 1. Ich weiß auch nicht, wem ich Glauben schenken soll, meiner Ärztin, meiner Hebamme, meinem KH? Ich habe keine Ahnung und bin fertig mit den Nerven. Der Mumu-Befund ist gut (3cm), Plazenta arbeitet gut, Kind ist optimal versorgt und wiegt jetzt schon an dir 4000 g. Also bitte, sagt mir mal, wie das bei Euch gelaufen ist, und wie ihr das vielleicht handeln würdet... Bin auf Eure Antworten gespannt, viele Grüße, Sunny!
Ich selbst kenne das nicht aber bei meiner Schwägerin was so ähnlich wie bei dir. Das Kind kam nach ewigen Presswehen und Saugglocke nicht und es gab nen KS. Mißverhältnis lag vor. Das 2.Kind kam dann gleich per KS, weil ein Mißverhältnis schnell abzuklären war und es ratsam war... bevor Frau sich unnütz quält. Die Größe des Kindes ist nicht das Problem aber wenns nicht paßt paßts nicht. Ich hab mir auch 55cm und 4400g rausgepreßt. Kerstin
Hallo! Ich habe vor 7 Wochen per sectio meinen erstes Kind zur welt gebracht. Die Diagnose war ein Mißverhältnis zwischen Becken und Schädel. Also auch mir wurde geraten mich nicht auf den "normalen" Weg einzulassen. Natürlich war meine Angst vor einer Op groß, aber jetzt ist auch das wieder vergessen. Egal welcher Weg beide sind nie schmerzlos. Lg Jen
Hallo, also mein Sohn war auch etwas üppig für mein Becken ;-) da konnten die Ärzte noch nicht mal mit der Zange/Glocke nachhelfen. Ich hatte aber ein super Team und trotz aller Anstrengung war ich hinterher sehr glücklich darüber, daß es keine Sectio war. Meine FÄ überwacht meine jetztige SS sehr genau und wenn das Baby wieder so groß wird, möchte sie die Geburt wieder eine Woche früher einleiten, weil ich nicht so gern einen KS möchte. Ich werd's versuchen, eine Sectio kann dann immer noch gemacht werden, wenn ich es nicht schaffe. LG Christina
Hallo, also ich habe bei meinem Großen auch 14 Stunden in den Wehen gelegen, und dann musste ein Notkaiserschnitt gemacht werden. Wenn mir lemand gesagt hätte dass er aufgrund seines heute noch sehr großen Kopf nicht oder so schlecht durchpassen wird, hätte ich die Arbeit für mich und die Gefahr für meinen Sohn nicht auf mich genommen! Er hatte super schlechte Herzwerte, und möchte nicht wissen wie ich sein genick gestaucht habe während den Presswehen. Gut an meiner Lage war nur, dass er mit seinem Kopf noch nicht mal ins Becken richtig reingeruzscht war...stecken die Kleinen nämlich erstmal dort richtig drin und es geht nicht weiter geht eine Sectio nicht mehr einfach so. Ich will niemanden Angst machen, hol die noch ne andre ärztliche Meinung ein! Ich werde mich bei der jetzigen SS und Entbindung auch lieber 3 mal beraten und vermessen lassen. Das kann nur jemand richtig nachvollziehen wo nach so langer zeit eine Notsectio gemacht werden musste! Ich möchte super gern eine Normale Entbindung haben, aber auf sowas lass ich mich nicht noch mal ein. ne Garantie gibts natürlich auch für nichts aber ... ich hoffe das Beste für euch und uns alle ;o) LG Carmen
Hallo Sunny, es ist tatsächlich leider so, dass bei einem Kopf-Becken-Missverhältnis in der Vorgeschichte (Baby rutschte schlecht ins Becken, Zangengeburt) die Wiederholungsgefahr natürlich groß ist. Vor allem, wenn Dein Kind jetzt schon an die 4000 g wiegt. Ich selbst hatte zwei Kaiserschnitte aus dem selben Grund: Meine Tochter senkte sich auch in der Eröffnungsphase nicht ins Becken und drehte sich nicht ins Becken ein, was ja nötig ist, damit das Oval der Beckenöffnung und das Oval des kindlichen Schädels übereinander zu liegen kommen. Nach 24 Stunden Wehen bekam ich einen Kaiserschnitt. Meine Tochter wog 3750 g. Jetzt kürzlich bei meinem Sohn wollte ich es trotzdem nochmal spontan probieren. Die Anzeichen waren aber wieder ungünstig: Mein Kleiner rutschte nicht ins Becken trotz reichlicher Senkwehen, der Bauch blieb oben. Im Ultraschall wurde er auf 4000 g geschätzt. Meine Hebi (Beleghebamme, die mich auch in der SS schon super betreut hatte) war trotzdem für einen spontanen Versuch. Mein Sohn nahm mir aber die Entscheidung ab, indem er sich in der 39. Woche plötzlich von jetzt auf gleich für die Querlage entschied, obwohl er immer richtig gelegen hatte. Heute denke ich, das war das Signal dafür, dass eine spontane Entbindung einfach nicht hatte sein sollen. Er wurde dann per geplantem Kaiserschnitt geholt (Spinalanästhesie, wirklich kein Problem!). Er wog dann tatsächlich 4000 g. Ein Freund von mir ist Oberarzt in der Geburtshilfe-Klinik: Er erklärte die Sache so: Ein Kopf-Becken-Missverhältnis ist eine schwierige Diagnose. Denn der Beckenknochen ist ja nicht starr, sondern besteht aus mehreren Teilen, die mit Knorpelbrücken miteinander verbunden sind. Diese Knorpelbrücken (z.B. vorn am Schambein, Symphyse) geben etwas nach, so dass das Becken unter der Geburt etwas weiter wird. Daher passen oft auch dicke Brocken durch schmale Becken. Es gibt Frauen, die beim ersten Kind einen Kaiserschnitt wegen angeblichen Missverhältnisses haben. Und die dann plötzlich bei der zweiten Geburt ein Kind spontan zur Welt bringen, das noch ein Pfund schwerer ist als das erste. Er sagt daher, eine feste Regel, ab wann eine Geburt nicht klappt, gebe es nicht. Auch bei großem Baby und schmalem Becken sei eine spontane Entbindung möglich und einen Versuch wert. Man muss dann aber einkalkulieren, dass die Kaiserschnittwahrscheinlichkeit größer ist. Wenn Du Dich wacker fühlst, solltest Du eine spontane Entbindung versuchen, auch wenn sie vielleicht nicht gerade easy werden wird. Der Kaiserschnitt läuft ja überhaupt nicht weg, den kann man sich immer in der Hinterhand behalten, das ist kein Problem! Wenn Du Dich gar nicht traust, kannst Du einen geplanten Kaiserschnitt machen. Der einzige Vorteil beim geplanten ist die Spinalanästhesie, die beim plötzlichen Kaiserschnitt meist durch die Vollnarkose ersetzt wird, weil dies rascher geht. Bei der Spinalanästhesie spürt man null Schmerzen und bleibt "live" dabei. Der Vorteil des ungeplanten Kaiserschnitts ist, dass man schon kräftig Wehen gehabt hat. Diese sorgen dafür, dass das Baby nach dem KS keine Anpassungsschwierigkeiten hat. Das ist wichtig, den "geplante " KS-Babies sind oft schlapp und blass und haben wirklich Probleme, unabhängig von ihrem Gewicht, das war bei meinem Sohn auch so. Liebe Grüße, Bonnie-B