Elternforum Reisen und Urlaub mit Kindern

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Ellert

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Fällt mir ein wie ich in Ägypten entsetzt war dass es Frauen gibt die sich in einem muslimischen Land halbnackert zeigen so dass es für Europäische Augen schon aussieht als würden sie an der Strasse ihr Geld verdienen. Traurig dass es auch umgekehrt nicht kappt dass man sich minimal an die Gebräuche anpasst oer sich in Kirchen Tücher über die Schultern wirft etc Klar geht kein Tourist mit Burka oder Kopftuch durch die Strassen der Urlaubsländer aber etwas gesittet würde einigen nicht schaden, die mir dabei auffallen sind egal ob muslimische Lädern oder auch Zypern ( da in den Kirchen und da stehen überall Schilder) sind Osteuropäer. In vielen Ländern ist zB oben ohne verboten finde ich gut so, allerdings passiert denen nichts die sich nicht dran halten... AUf den Einheimischeninseln auf den Malediven war auch klar angesagt wie man sich zu kleinen hatte, Sch8ulern bedeckt, lange Röcke Auich hier waren tops und Miniröcke eher angesagt Dürfen wir erwarten dass andere sich hier anpassen wenn wir das i deren Ländern nicht schaffen ? LG dagmar die auch kein Verständnis für Vollverschleierung hat in unseren Breiten


LiLiMa

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Antwort auf Beitrag von Ellert

...ich erwarte das. Genauso wie ich mich im Urlaub auch anpasse. Ich erwarte von Touristen zwar weniger Anpassung als von "Zugewanderten", aber ein Mindestmaß muss schon sein. Ich selbst würde zB nicht oben ohne in einem muslimischen Land am Strand liegen (auch sonst nirgends, aber davon abgesehen). Andersrum erwarte ich, dass man wenn man hier Urlaub macht, den Gesichtsschleier abnimmt.


Ellert

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Antwort auf Beitrag von LiLiMa

Kennst Du das nicht dass man sich schämt im Ausland weil sich die Landsleute so danebenbenehmen ? Auf Zypern haben wir ein Kloster besichtigt übeall Schilder, man soll Schultern bedecken, keine Knie zeighen ( auch Männer nicht) da waren Mönche drin, beteten etc Es gab aussen Tücher zum wegnehmen, die haben nichtmal was gekostet und Lete gehen in die Kirchen, halbnackt ohne Tücher laut kreischend SCHLIMM Wir werden kein Burkaverbot bekommen fürchte ich aber an Frauen mit Kopftüchern und langen Gewändern hat man sich in Berlin lange gewöhnt (leider auch an die Ehrenmorde) an der Nordsee in einem Hafenort fanden wir ne Familie einer Art der amerikanischen Amische, ähnlich gekleidet, die alten wie die jungen man darf Kulturen schon erlennen aber eben nicht so dass es negativ auffällt. Wie müssen sich die Frauen eigentlich fühlen wenn sie sehen welche Rechte wir Frauen hier haben an Wahl, nicht nur Bekleidung auch Männerwahl oder was wir lernen, arbeiten, aus dem Leben machen ? dagmar


Silvia3

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Antwort auf Beitrag von Ellert

Wie müssen sich die Frauen eigentlich fühlen wenn sie sehen welche Rechte wir Frauen hier haben an Wahl, nicht nur Bekleidung auch Männerwahl oder was wir lernen, arbeiten, aus dem Leben machen" Wenn man glauben kann, was man manchmal liest und sieht, dann gibt es nicht wenige Frauen in der arabischen Welt, die niemals so "schamlos" rumlaufen möchten, wie sie es bei ihren westlichen Geschlechtsgenossinnen erleben. Am Samstag, 20.08. gab es um 19.30 Uhr einen super interessanten Bericht über Frauenrechte in Saudi Arabien. Wer sich für dieses Thema interessiert, sollte mal schauen, ob der in der Mediathek zu finden ist. Kann ich wirklich nur empfehlen. Silvia


Tai

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Natürlich ist es ein Unding, wie sich manche deutsche (oder englische) Urlauber benehmen. Ich finde es auch zum Fremdschämen, wie sehr in den Urlaubsorten offensichtlich auf heimische Gepflogenheiten beharrt wird. Und es wäre wünschenswert, das zu ändern. Bei Burka/Niqab geht es mir aber nicht um touristische Anpassung an das mitteleuropäische Urlaubsziel. Ich möchte die Unfreiheit der vollverschleierten Muslima mit allem, was dadurch ausgedrückt wird, nicht nach Europa transportiert haben. Aber hier im Reiseforum ist das Thema nun doch so langsam falsch. Ich wollte schon lange mal im Aktuell dazu was schreiben, mal schauen, vielleicht komme ich heute dazu. In der FAZ war übrigens ein guter Artikel zum Burkaverbot, ich kann ihn hier am Handy leider nicht verlinken. Heute muss ich noch kurz in die Stadt. Mir werden wohl wieder ein Dutzend Frauen im Stoffgefängnis begegnen, dazu unzählige im Tschador. Und der besitzende Mann geht fröhlich leichtbekleidet fünf Meter voraus. Doch halt, das ist ja anscheinend ein kaum existierendes Randproblem, oder?


Ellert

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siehe die türkischen Mädels die fröhlich scheinbar normal leben bis zum Tag X da sie dann auch wie Mama in bodenlange schwarze Gewänder gehüllt freiwillig warten bis die Familie den Ehemann aussucht und wenn sie ausbrechen dann wird mal schnell ds Mädel "beseitigt", Urlaubsthema aber ist es in den Moment wenn die Scharen sich durch westliche Länder bewegen und deren Sitten nicht nur beim Anziehen hertransportieren. Es gibt auch sehr kritische Berichte zum Alltag der arabischen Großfamilien in Österreich, deren Kindererziehung und Essverhalten doch ganz anders ist das als das unserere und das fällt dann bei mir schon wieder unter anpassen im Urlaub. Anderer Kulturkreis, lustige Erfahrung ( kannte ich schon von den Malediven) als wir in Schönbrunn waren sind neben uns zwei Chinesen mit uns gewandelt und alle Paar meter rülpste der Herr laut wie selbstverständlich beim ersten mal wars noch lustig... LG dagmar


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Tai

Hier ein Artikel aus der FNP von Canan Topcu (freiberufliche Journalistin und Dozentin an der Hochschule Darmstadt) http://www.fnp.de/nachrichten/politik/Vollverschleierung-ist-frauenfeindlich;art673,2174921


Mitglied inaktiv

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Das ist bei den Chinesen normal und ein Ausdruck dafür; daß es ihnen geschmeckt hat. Außerdem gab`s das auch schon zu Martin Luther´s Zeiten: " Warum rülpset und forzet Ihr nicht; hat es Euch nicht geschmacket? "


Ellert

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wenn man rülpsend durch österreichische Schlossgärten lustwandelt .... Auch hier fände ich eine Anpassung schön dagmar


Mitglied inaktiv

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da gebe ich Dir vollkommen recht...


Sille74

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Ich glaube, dass die Autorin ziemlich recht hat mit ihrer Analyse, also damit, dass eine Vollverschleierung frauenfeindlich ist. Sie schreibt aber trotz allem auch, dass sie rechtluch ein Verbot für problematisch und eher nicht gerechtfertigt ansieht (--> Art. 2 GG)


Mitglied inaktiv

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Gesetze kann man ändern - wenn man will....


Sille74

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Ellert

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Antwort auf Beitrag von Sille74

wir haben immer das dritte Reich schlechte Gewissen. Es gibt Länder da ist der Islam vorgeschriebene Staatsreligion die man haben muss wie die Malediven etc etwas mehr könnte man bei uns auch ändern dagmar


Sille74

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Bei uns gibt's eben Grundrechte. Diese sind schon von den formellen Voraussetzungen schwer zu ändern. Sicher war hier das 3. Reich im Hinterkopf, die Grundrechte haben eben auch eine zentrale Bedeutung für einen freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat. So, wie Art.2 GG derzeit gefasst ist und wie die gewachsene Verfassungsrechtsprechung ist, ist ein ganz allgemeines Vollverschleierungsverbot nur schwer denkbar. Und eine Verfassungsänderung, auch noch bei einem Grundrecht, deswegen ... mir ginge das zu weit, wegen so etwas an der Verfassung,'gar den Grundrechten herumzupfuschen; da würde es mir mulmiger werden als wenn ich mich unter ein paar Vollverxchleierten bewegen müsste (obwohl mir das auch unangenehm wäre). Laut Polizeigewerkschaft hätte ein "Burka-Verbot light", was verfassungsrechtlich durchgehen könnte, bestenfalls Symbolcharakter, da die Identitätsfeststellung ohnehin schon nach bestehender Rechtslage dur chgesetzt werden kann.


Lauch1

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Aber die Gesichtsverschleierung hat keine theologische Grundlage im Islam. Egal wo sie, als politisches Symbol, eingeführt wurde, kam es zu Protesten von Frauen und zu Zwangesmaßnahmen. Bsp Iran/1979/Chomeini. Demokratische Grundrechte schützen hier ein zutiefst undemokratisches Symbol.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

... das liegt aber im Wesen der Grundrechte im freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat. U.U. schützt auch die Meinungsfreiheit undemokrarische Meinungen bzw. Meinungen, die dahin gehen, dass es keine oder nur ekngeschränkte Meinungsfreiheit geben sollte. Da man in dem Bereich aber nicht selektieren darf nach erwünschten/unerwünschten Verhalten (sofern nicht gegen grundrechtskonforme Gesetze verstoßen wird), ist das zähneknirschend hinzunehmen.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Ja, da hast du recht, mit Betonung auf zähneknirschend:)


Ellert

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huhu habe ich nicht auch das Grundrecht meinen gegenüber zu erkennen ? Der nächste Grüdnet ne Religion und die nur nackert rumläuft, da fühlen sich die anderen auch als öffentliches Ärgernis beeinträchtigt, darf man dann auch immer und überall nackert sein ? Ich nehm die Malediven nicht als Masstab, wollte nur sagen dass es Länder gibt da ist ganz ganz wenig Freiraum und bei uns erscheint mir der Freiraum langsam unendlich zu werden. dagmar


Sille74

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... die freie Entfaltung der Persönlichkeit, einschlägig als die Religionsfreiheit, wobei das eben noch dazu kommt mit der Religion, die die Verschleierung (angeblich) gebietet. Ob man - rein juristisch betrachtet, nicht aufgrund irgendwelcher gesellschaftlicher Normen - immer und überall nackig herumlaufen darf, ist ja auch heiß umstritten. Soweit ich weiß, geht die Tendenz dahin, dass man das im Prinzip darf ... verboten allgemein und per se oder gar strafbewehrt ist es jedenfalls nicht ...


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Sille74

unter dem Deckmäntelchen der Religion versucht wird alle möglichen Sonderrechte durchzusetzen und das nicht nur beim Islam. Dabei haben die meisten angeblichen Vorschriften mit Religion nicht das geringste zu tun.


Tai

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Als wäre die Religionsfreiheit das einzig entscheidende Grundrecht. Was ist denn mit Artikel 1 und 3 unseres Grundgesetzes? Der Zwang der vollständigen Verhüllung einer Frau (üblicherweise durch Vater, Bruder, Ehemann) widerspricht sowohl der Menschenwürde als auch der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Wie wäre es denn, das zu berücksichtigen?


Ellert

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Antwort auf Beitrag von Tai

Wobei hier das Problem ist dass keiner Frau diesen Zwang zugibt weil die daraus massive Probleme haben würde. Meine Kurbekannte ist Lehrerein an der berliner Schule an der damals der Ehrenmord war das fanden die dortigen "Muslime" sogar gerechtfertigt. Also wer ausbricht aus dem Zwang hat wenig Freude am Leben also leben sie lieber ohne Freude aber leben. Ich bin gespannt wie sich unsere gesellschaft in 50 Jahren entwickelt hat Toleranz ist etwas wirklich Schönes aber ich vermute was dass dann viele erkämpften Rechte nichtmehr existieren. Wir schauen alle so gerne auf die Türkei, die mal einw irklich viel liberaleres Land war und die sich nach europäischen Augen sehr zurückentwickelt was die Rechte der Einzelnen angeht. Wird das bei uns auch so kommen ? dagmar


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Tai

Zudem ist es so, wie Ellert sagt: der Zwang wird eben sehr schwer nachweisbar sein und auch nicht jede Frau wird tatsächlich zu der Vollverschleierung gezwungen. Einige, die es damit besonders wichtig haben, sind Konvertitinnen und machen das freiwillig. Vielen wird der Symbolcharakter gar nicht bewusst sein; sie machen das halt, weil es bei ihnen schon immer so war. Abgesehen davon ist es natürlich schon jetzt nicht erlaubt, eine Frau zur Vollverschleierung im wahrsten Sinn zu ZWINGEN; das stellt ja eine Nötigung dar. Aber: s.o. --> Nachweisbarkeit. Man wird sich da auch oft in einer Grauzone befinden: die Frau will es eigentlich nicht, macht aber um des Familiefriedens mit und Familie hat eben in diesen Kulturen auch nochmal einen ganz anderen Stellenwert. Ich glaube in dem Bereich sowieso nicht, dass man mit Verboten etwas erreicht. Schlimmstenfalls macht man es schlimmer ... denn die dahinter steckende Gesinnung wird ja nicht mit dem Verbot so plötzlich verschwinden und im ungünstigsten Fall bewegt sich dann eine Frau/ein Mädchen gar nicht mehr aus der Wohnung ... Ich halte hier andere Maßnahmen für deutlich sinnvoller, z.B. konsequente Umsetzung der Schulpflicht auch für Mädchen, Zusammenarbeit mit und im Rahmen des Möglichen Kontrolle von islamischen Gemeinden und Imamen, Frauenbildung in einer für diese (und ihre Männer/Familien) annehmbare Form, oder was weiß ich ... Ich bin in da keine Spezialistin.