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Urlaub Türkei?

Urlaub Türkei?

mum28

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Hallo zusammen, wir sind gerade am Urlaub planen. Da ist mir die Türkei untergekommen mit tollen Angeboten (klar, wegen den aktuellen Problemen). Würdet ihr in die Türkei fliegen? Ich bin hin und her gerissen. Es wäre die erste Flugreise für unseren Sohn. LG für eure Meinungen mum28


Silvia3

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Antwort auf Beitrag von mum28

Gefährlich ist es wahrscheinlich nicht, Erdogan macht ja auf Entspannung und hat das wahllose Verhaften eingestellt. Trotzdem würde ich aus grundsätzlichen Erwägungen nicht in ein Land reisen, dessen politische Elite die Deutschen als Nazis beschimpft. Silvia


bea+Michelle

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Antwort auf Beitrag von mum28

Nein, würde ich nicht, aber da hat uns noch nie was hingezogen.


renate48

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Antwort auf Beitrag von bea+Michelle

uns auch nicht; aus den verschied. Gründen, u.a. Menschenrechte,etc.


katja13

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Antwort auf Beitrag von mum28

War ich die letzten 2 Jahre schon und dieses auch wieder. Also klares „ja“!


+sumsebiene+

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Antwort auf Beitrag von mum28

Mit absoluter Sicherheit nicht.. einen Diktator zu unterstützen indem ich ein Land bereise, was so menschenverachtend regiert wird käme mir niemals in den Sinn..


LiLiMa

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Antwort auf Beitrag von mum28

Und erst recht nicht mit Kindern.


shinead

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Antwort auf Beitrag von mum28

Nein würde ich nicht! Ich war vor Jahren in der Türkei im Urlaub und es war wundervoll. Aber unter den aktuellen politischen Umständen wollte ich dort nicht hin.


MAMAundPAPA2013

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Antwort auf Beitrag von mum28

Nein. Nicht aus Angst sondern aus Prinzip.


Katzenmama

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Antwort auf Beitrag von mum28

Klares JA, wir waren die letzten 2 Jahre dort und es war einfach toll und die Menschen sehr dankbar!


tiktak

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Antwort auf Beitrag von mum28

ja,die Türkei ist ein wunderschönes Land mit sehr gastfreundlichen Menschen. Für einen Urlaub ist das Preis-Leistungs Verhältnis kaum zu toppen. wer aus "Prinzip" nicht dort Urlaub macht,straft die Tausende Kellner,Köche,Servicekräfte,deren Existenz bedroht ist,wenn aus politischen Gründen diese Urlaubsregion boykottiert wird. Wir haben unseren Türkeiurlaub 2018 schon gebucht und ich freue mich wieder auf die Herzlichkeit der Menschen dort.


renate48

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Antwort auf Beitrag von tiktak

Aber genau diese Menschen haben ihn doch gewählt...


Silvia3

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Antwort auf Beitrag von tiktak

Genau die Menschen, die Erdogan wählen will ich treffen! Nur wenn es den Leuten an den Geldbeutel geht, werden sie vielleicht merken, was ihr toller Erdogan da so verzapft. Silvia


Sille74

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Antwort auf Beitrag von renate48

Das kann man so pauschal nicht sagen. In den typischen "Touri-Regionen" (wie z.B. Antalya) ist die Zustimmung für Erdogan und seine AKP nicht besonders hoch. Bei Kommunalwahlen gewinnt da insgesamt eigentlich immer und nach wie vor die Volkspartei (sozialdemokratisch-kemalistische Ausrichtung) oder wie die nochmals heißt. Ich bin an sich ohnehin der Meinung, dass man Menschen eher durch Austausch und als durch Isolation zum Umdenken bringt. Allerdings geht die persönliche Sicherheit meiner Familie, die ich im Moment in der Türkei durchaus gefährdet sehe, vor ... Wir haben zeitweise z.B. auch Greichenland gemieden trotz (noch) vorhandener Demokratie, als dort relativ viel Deutschenhass geäußert wurde, dort jedoch eher von der Bevölkerung ausgehend, aber von einer Privatperson zusammengeschlagen zu werden und dann in einem griechischen Krankenhaus zu landen, ist auch nicht viel besser als am Flughafen Antalya drei Tage festgehalten zu werden ...


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Silvia3

Die Frage ist aber, ob Du wirklich diese Menschen triffst durch Boykott des Landes oder ob es GERADE die anderen dadurch nicht noch härter trifft bzw. ob man nicht viele manche Menschen nicht noch in die Arme eines Populisten wie Erdogan treibt, der markige Sprüche macht und eine "Wir-sind-wieder-wer"-Stimmung erzeugt und v.a. din Feindbild und einen Sündenbock braucht.


shinead

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Ich will gar nicht die Menschen persönlich treffen. Aber durch die fehlenden Steuereinnahmen und die Gefährdung der Jobs kann ich Erdogan bzw. die Regierung treffen. In Nordkorea will ich auch nicht die arbeitenden Menschen persönlich treffen. Aber die Sanktionen der UN finde trotzdem sinnvoll.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von shinead

Das muss ja letztlich jeder selbst entscheiden und abwägen. Ich persönlich glaube halt, dass die fehlenden Steuereinnahmen die betreffende Regierung, hier Erdogan, zwar in gewisser Weise zwar treffen, aber eher nicht aus dem Sattel heben und möglicherweise, wenn es geschickt ausgeschlachtet wird, sogar noch stärken. Ich glaube, dass das fehlende Einkommen weitaus stärker die "normale" Bevölkerung trifft, die ja nicht nur aus Erdogan-Anhängern besteht und in den klassischen Touri-Gebieten sogar mehrheitlich nicht aus solchen. Meiner Meinung nach lässt auch nur ein gewisser Wohlstand bzw. von der Gesamtgesellschaft her gesehen eine gewisse wirtschaftliche Stärke in den Köpfen Raum für das Eintreten für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte etc. Wer ums wirtschaftliche Überleben kämpft, ist anderweitig beschäftigt ... Außerdem bin ich der Überzeugung, dass der Kontakt mit Menschen aus demomratischen Staaten ein Bewusstsein bildet. Auch wenn es ja nun nicht so ist, dass man da den Leuten nun Vorträge hält, wie es zu sein hat, um Himmels Willen, nein! Aber dann hat es im Hotel eben doch Fernsehen aus den Ländern der Gäste, es werden deren Zeitungen verkauft, vielleicht kommt man doch ins Gespräch ... Es kommt ja nicht von ungefähr, dass sich hartgesottene Diktaturen am liebsten abschotten und es meist nach der Öffnung für ausländische Besucher zu einer Verbesserung auch in solchen Punkten wie Demokratie etc. kommt. Diese Wirtschaftssanktionen sehe ich im übrigen auch immer zwiespältig. Einerseits kann man als Weltgemeinschaft dem Treiben eines Diktators und Unrechtsregimes nicjt tatenlos zusehen. Andererseits ist doch gerade in Nordkorea von einer Schwächung des kommunistischen Regimes noch nicht viel zu bemerken. Stattdessen gibt es katastrophale Lsbensbedingungen und Hungersnot.


shinead

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Schon allein die Tatsache das die dt. Buchungszahlen für die Türkei dermaßen in den Keller gehen, dass darüber in der Presse berichtet wird UND das Herr Erdogan sich bemüssigt fühlt Steuergelder für die Subventionierung der Flüge auszugeben, bestätigt mich in meiner Haltung. Du darfst das gerne anders sehen. Ich stelle mich auch nicht mit Protestschildern an den Flughafen und beschimpfe Türkei-Urlauber. Jeder darf tun und lassen was er möchte. Ich möchte halt Herrn Erdogan nicht einen Cent von meinem Geld geben. Noch nicht mal über die Steuerzahlungen des Hotels. Und was ich mit meinem Geld mache ist (zum Glück) meine Sache.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von shinead

Natürlich. Sage ich ja, dass das letztlich jeder selbst für sich entscheiden muss. Aber mich stört, dass einerseits Urlauber, die noch in die Türkei fliegen wollen, pauschal so hingestellt werden als ob ihnen die Lage in der Türkei Wurst wäre, wenn sie nur ihren billigen SI-Urlaub in ei er Bettenburg bekommen. Auch wenn es bei vielen tatsächlich so sein mag, trifft es dennoch nicht auf alle zu. Außerdem möchte ich, wie gesagt, zu bedenken geben, dass auch auf diese Sache nicht nur eine Sicht der Dinge gibt. Die Diskussion "Urlaub in einem wenig bis gar nicht demokratischen Staat: ja oder nein?" wird ja nicht erst seit gestern und nicht nur im Zusammenhang mit der Türkei diskutiert. Zum ersten Mal ist sie mir vor bestimmt fast 20 Jahren bei einem Diavortrag über Myanmar begegnet und ist dort kontrovers diskutiert worden. Mich persönlich bestärkt in meiner Sicht "unser" Urlaubsort in der Türkei. Dort sind nur familiengeführte, eher kleinere Unterkünfte. Es lief bis vor kurzem wirtschaftlich gut. Erdogan-Anhänger sind/waren dort ersichtlich in der absoluten Minderheit (wie so häufig in wirtschaftlich prosperierenden Orten/Gegenden), was durchaus gewisse Schikanen zur Folge hatte. Nun kommen dazu auch noch wirtschaftliche Schwierigkeiten ... Ich hoffe nur, dass das die entlassenen oder jetzt niedriger bezahlten angestellten oder gar die Hoteliers selbst in die Arme von Erdogan treibt ...


katja13

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Antwort auf Beitrag von shinead

Buchungszahlen gehen keineswegs weiter runter sondern steigen seit ein paar Monaten und es werden schon wieder jede Menge mehr Flüge geplant für die Sommersaison. Ich war im Oktober 16 und 17 in Side. Im Oktober 16 war es tatsächlich ziemlich ruhig und viele Hotels geschlossen. Im letzten Jahr sah das schon wieder ganz anders aus. Es war überall gut besucht. Wir und viele andere Urlauber haben uns doch sehr über die gegenteiligen Berichte in der deutschen Presse gewundert....


Sille74

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Antwort auf Beitrag von katja13

Wenn Ihr das so beobachtet habt, wird es wohl so sein, dass wieder mehr deutsche Touristen die Türkei vesuchen.. Dennoch fühlte sich der türkische Außenminister letzthin bemüßigt, die Deutschen zu ermuntern, wieder in die Türkei zu reisen. Also so ganz toll scheint es noch nicht wieder zu laufen ...


PuenktchensMami

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Antwort auf Beitrag von mum28

Nein, ich war im letzten Jahr 2x dort und vorletztes Jahr ebenfalls. Würde, obwohl es theoretisch traumhaft schön war nichtmehr hin. 1) Unterstütze ich eine solche Politik nicht. 2) hätte ich Angst, dass meine Kinder Zeuge irgendeiner Verwicklung/Gewalttat werden 3) wäre ich mir nicht sicher, ob nicht einer der Erwachsenen plötzlich wegen einer unbedachten Äusserung im Knast landet. (muss ja nichtmal so gesagt werden, aber man muss nur vorher jemandem Falschen auf die Füße getreten sein) In einem Willkürlichen System würde ich mich nicht sicherfühlen können.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von mum28

Wir waren in der Vergangenheit schon mehrmals in der Türkei und es hat uns sehr gut gefallen. Es gäbe da auch noch einiges, was ich machen oder sehen wollte. Aber derzeit fliegen wir nicht in die Türkei. Ich glaube zwar, dass die allgemeine Sicherheitslage nicht mehr so dramatisch ist, wie kurz nach dem Putschversuch, aber die politische Lage finde ich persönlich nicht gerade einladend, weniger wegen mangelnder Demokratie - da sind ja einige Urlaubsländer nicht gerade vorbildlich -, sondern wegen anti-deutschen Stimmung in der offiziellen Politik. Inzwischen wurden ja auch schon deutsche Touristen nicht türkischer Herkunft einfach so am Flughafen festgesetzt und dann ausgewiesen, zumeist Individualtouristen, wie wir es wären. Da hat dann die politische Einstellung des Hoteliers/Vermieters nicht gepasst .... Könnte vei uns leicht auch der Fall sein ... Ist mir zu unsicher gerade ... Bei einem Pauachalurlaub mit einem großen Anbieter sieht es aber cielleicht auch wieder anders aus ...


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von mum28

Wir waren bereits in der Türkei, es war immer schön. Tolle Hotels, super Küche, mega sehenswert aber unser Geld geben wir bei der momentanen Lage nicht in der Türkei aus. Ist kein Angstaspekt sondern aus Prinzip ;-)


Mitglied inaktiv

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Keine Anschlagsangst aber Angst auch ohne Tat im Knast zu landen existiert.


Minimaxi

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Die würden meine Facebook Seite sehen und ich wäre im Knast, oder ich würde die Klappe aufreißen und wäre dann weg! Könnte man mir schenken, nein Danke! Gruß Minimaxi


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von mum28

Auch ich würde zur Zeit keinesfalls in die Türkei reisen. Irgendjemand hat diesen Irren ja schließlich gewählt und das war die Mehrheit der türkischen Bevölkerung. Liebe Grüße, Gold-Locke


tiktak

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Und die Mehrheit der Bevölkerung hat in der ehemaligen DDR auch Honecker gewählt? Glaubst du das? Und deswegen seid ihr auch nicht in die DDR gereist weil es dort den Despoten gab an der Regierung? Ohne Worte!


tiktak

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Und die Mehrheit der Bevölkerung hat in der ehemaligen DDR auch Honecker gewählt? Glaubst du das? Und deswegen seid ihr auch nicht in die DDR gereist weil es dort den Despoten gab an der Regierung? Ohne Worte!


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Wie weiter oben bereits erwähnt: diese Aussage ist mir zu einfach gestrickt. Denn sie stimmt zwar für die Gesamttürkei, aber nicht für die typischen Regionen, die von den (deutschen) Touristen besucht werden. Dort siegen bei Wahlen regelmäßig und bis heute andere Parteien, zumeist die sozial-demokratisch-kemalistische Volkspartei. Wie ebenfall weiter oben schon geschrieben, glaube ich persönlich nicht, dass in solch einem Ausgrenzung und wirtschaftlicher Druck etwas für ein Bewegen in die richtige Richtung bringt. Ich habe eher die Befürchtung, dass das manche eher noch in die Arme von Erdogan treibt.


PuenktchensMami

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Antwort auf Beitrag von tiktak

nee, in die DDR bin ich nicht gereist, weil ich zu jung war! Türkei war ich wie gesagt mehrfach. Aber ich möchte meine Kinder nicht dem Risiko aussetzten dass ein Elternteil in der Türkei wegen unbedachter Äusserungen festgesetzt wird (ja irgendwer hat ihn gewählt und läuft somit auf seiner Linie) und ich mag auch mit meinem Geld dieses Land und damit die Regierung derzeit nicht unterstützen, denn das würden wi rals Touristen tun, wenn wir hinreisen. --> Wirkung "dann ist ja alles nicht so schlimm" brauchen wir uns nicht unbedingt zu wehren. Zudem haben wir zwar schon länger nichtsmehr aufregendes aus der Türkei gehört (ausser dem Journalisten) andererseits beginnt die Saison jetzt ja auch erst in ein paar Wochen erst wieder. Es ist die einzige Konsequenz die ich als Privatmensch ziehen kann. Mich gegen ein Land zu entscheiden, in dem Menschenrechte derart missachtet werden und oftmals Willkür herrscht. Ich finde es eher bemerkenswert, dass sich trotz des guten Preis-Leistungsverhälnis viele Touristen "treu" bleiben und nicht durch das zu sparende Geld locken lassen.


Silvia3

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Antwort auf Beitrag von tiktak

Was ist das denn für ein kranker Vergleich? In die DDR ist man nicht gereist, weil man Sonne, Strand und AI zum kleinen Preis wollte, sondern weil man seine vom damaligen Unrechtsregime eingesperrten Eltern/Geschwister/Kinder besuchen wollte, denen ein Besuch in Westdeutschland meistens unmöglich war. Dafür hat man als Westbürger auch eine herablassende Behandlung durch DDR-Grenzer und andere Behörden sowie Zwangsumtausch in Kauf genommen. Das ist etwas ganz anderes, als wenn man sein Geld freiwillig und zum Vergnügen in ein Land trägt, in dem die Leute sehenden Auges die Demokratie abwählen und deren Politiker uns als Nazis beschimpfen. Silvia


Sille74

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Antwort auf Beitrag von PuenktchensMami

Nö, man könnte auch die Konsequenz ziehen, gezielt familiengeführte, kleine Hotels individuell zu buchen und damit hauptsächluch die Menschen vor Ort zu unterstützen. Da ist in ddn työischen Touristengebieten wie Antalya die Chance gar nicht soooo schlecht, Erdogan-Gegner zu stärken, und wirtschaftliches Wohlergehen führt doch häufig zu freien Kapazitäten im Kopf für Demokratie- oder Menschenrechtsfragen, während wirtschaftluche Sorgen die Menschen doch oft erst recht in die Afme von Populisten treibt ... Icb möchte jetzt niemanden "missionieren", ich reise ja selbst derzeit nicht in die Türkei, weil ich die persönliche Sicherheit gerade nicht gewährleistet sehe. Aber ich möchte daraif hinweisen, dass es auch bei der Frage "Urlaub in einem weniger ider gar nicht demokratischdn Land ja lder nein" wie bri so vielem nicht DIE einzig und allein moralusch richtige Antwort gibt.


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von Silvia3

Genau so sieht es aus !!! LG


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Ich möchte aber bei meiner Urlaubsplanung vorher keine politischen Analysen machen, in welcher Region jetzt wie viel Prozent Erdogan gewählt haben. Vielleicht kommt ja auch der Kellner, der im Hotel arbeitet gar nicht aus der Urlaubs-Region, sondern ist Saison-Arbeiter aus einer ganz anderen, ländlichen Region wo sehr viele Erdogan-Anhänger leben. Sorry, aber jetzt zu hinterfragen, in welche Region der Türkei man vielleicht doch reisen könnte, weil hier weniger Prozent Erdogan gewählt haben, finde ich totalen Quatsch ! Liebe Grüße, Gold-Locke


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Natürlich muss man bei der Wahl seines Urlaubsziels keine großen politischen Analysen anfangen. Aber ich persönlich finde, man macht es sich zu einfach und zu bequem in seiner "Gutmensch-Wohlfühlzone", wenn man politische Gründe anführt, ohne die Argumente abzuwägen. Ich sage ja nicht, dass man nicht zum Schluss kommen kann, nicht mehr in die Türkei zu fahren aufgrund der politischen Lage, aber mich stört, wenn das als das einzig moralisch Richtige dargestellt wird, ohne andere Argumente a huwägen oder wenigstens zur Kenntnis zu nehmen. Vielleicht ist ja der Kellner selbst kein Erdogan-Anhänger, auch wenn er aus einer AKP-Hochburg kommt oder vielleicht hat er den Kopf mehr frei zum Nachdenken über Fragen der Demokratie, wenn es ihm wirtschaftlich gut geht und er Erdogan undseineAKP nichtmehr als Hoeilsbringer sehen "muss".


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Ja vielleicht ... - vielleicht aber auch nicht. Erdogan wäre für mich nicht das einzige Argument, aber schon mit entscheidend. Ich würde mich dort einfach nicht wohl und auch nicht sicher fühlen, hätte zudem in geringem Maße auch Sorge, wohlmöglich grundlos ins Gefängnis gesteckt zu werden etc. LG


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Ja, sicher würde ich mich im Moment dort auch nicht fühlen, weswegen wir ja auch nicht fliegen derzeit. Das hat natürlich auch mit Erdogan und seiner Politik zu tun und natürluch auch damit, dass die Erdogan-Türkei kein demokratischer Rechtsstaat ist bzw. sich davon entfernt. Dennoch könnte ich mir vorstellen, wieder in die Türkei, auch unter Erdogan zu reisen, wenn die türkisch-deutschen Beziehungen wieder entspannter sind. Es gab auch mal Zeiten, in denen ich aus Gründen der persönlichen Sicherheit nicht nach Griechenland wollte (ironischerweise sind wir damals als Alternative in die Türkei ...) wegen der durchaus ajch von der Politik geschürten oder zumindest tolerierten antideutschen Stimmung dort: es wurden dort damals Urlauber krankenhausreif zusammengeschlagen.


Strudelteigteilchen

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Antwort auf Beitrag von mum28

Mir ist der Gedanke völlig fremd, eine anonyme und nicht näher definierte Masse an Menschen zu "bestrafen" für etwas, was eine nicht minder anonyme Masse an Menschen getan hat. Auch wenn die beiden anonymen Menschengruppen ("Erdogan-Wähler" und "Tourismus-Angestellte") wahrscheinlich eine Schnittmenge haben, so ist mir diese doch viel zu vage und abstrakt, als daß ich mir einbilde, irgendeinen Einfluß zu haben auf das Verhalten der einen Gruppe durch Bestrafung der anderen. (Ich vermute, die meisten "Bestrafer" hätten große Probleme mit einer Strafarbeit für die ganze Klasse, wenn ein Schüler gestört hat.) Davon abgesehen gehören die meisten großen AI-Anlagen deutschen/internationalen Reiseveranstaltern. Es wird ja immer wieder geklagt, daß die AI-Welle zu wenig Geld vor Ort läßt, das meiste fließt zurück in die Länder, aus denen die Touristen herkommen. Urlaub ist für mich derzeit schwierig, der Sommerurlaub ist komplett gestrichen. Aber wenn sich kurzfristig doch noch was ergibt und dann das beste Angebot in der Türkei oder in Ägypten wäre, würde ich das in Erwägung ziehen, abhängig von der dann aktuellen Sicherheitslage. Das Erziehen fremder Menschen ist für mich kein Entscheidungskriterium. Ich erziehe meine Kinder, das reicht.


Häsle

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Antwort auf Beitrag von Strudelteigteilchen

Schön geschrieben ;-) Mich hat die Türkei noch nie gereizt. Wirklich abhalten würde mich aber zur Zeit nur die Sicherheitslage bzw. die Gefahr, festgehalten oder schikaniert zu werden, weil irgendeinem Erdogan-Fan etwas an uns nicht passt oder ihm gerade ein Pups quer sitzt. Die Gedanken hätte ich bei Ägypten nicht. Evtl. würde mich da aber der Anblick der bewaffneten Wachen stören. Und der der tausend Touristen am Strand. Die günstigsten Flüge für unseren Sommerurlaub wären mit Turkish Airlines gewesen, über Istanbul. Selbst das war mir zu heikel. Wer weiß, was bis August noch alles passiert. Wir fliegen übrigens nach USA, zum bösen Trump ;-) Ich hoffe, sie lassen uns rein. Alle meine FB-Freunde sind extreme Gegner seiner Politik und seiner Person...


Strudelteigteilchen

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Ja, da darf man auch nicht hin! Bekannte haben jetzt beschlossen, nicht mehr nach Kärnten zu fahren, wo sie bisher jedes Jahr Urlaub gemacht haben. Ich persönlich boykottiere ja Sachsen


Häsle

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Antwort auf Beitrag von Strudelteigteilchen

Zum Glück gibt's in Sachsen nichts, was ich unbedingt sehen will (Ich ducke mich lieber schonmal . Nein, im Ernst. Da gäbe es schon interessante Flecken. Aber zur Zeit kann ich nicht so viel reisen, wie ich möchte).


Silvia3

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Als bekennender USA-Fan tue ich mich im Moment sehr schwer mit USA und wir waren 2017 aus diesem Grund nicht dort. 2018 wird es sich aus beruflichen Gründen nicht vermeiden lassen, aber es gefällt mir nicht und ich fahre nicht mehr mit dem Gefühl der Begeisterung wie früher. Ich finde schon, dass man als Tourist mit seinem Geld Zeichen setzen kann und sollte. In Deutschland trage ich ja auch mit dem Kauf von Bio-Eiern zur "Bestrafung" der Tierhalter bei, die Hühner in kleinen Käfigen halten, und indem ich an die Ostsee fahre, "bestrafe" ich die Türken. Ist das gleiche Prinzip. Silvia


Häsle

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Antwort auf Beitrag von Silvia3

Für mich hat sich in USA eigentlich nichts verändert. Ich war auch zu Zeiten der Bushs und der Golfkriege drüben (lässt sich ja nicht vermeiden, wenn man seit Geburt alle 1-2 Jahre zur Verwandtschaft fliegt). Ich habe mich immer gleich (gut) behandelt gefühlt. Die Menschen, mit denen ich dort engeren Kontakt habe, verabscheuen Trump. Ich muss also (im Gegensatz zur Familie hier) keine Diskussionen mit geistigen Tieffliegern oder politisch Verwirrten führen. Von fremden Irren halte ich mich in jedem Land fern. Die Städte und Landschaften sind gleich geblieben, und das Essen auch ;-) Ich reise in kein Land, um die Leute dort zu belohnen, sondern weil es mir dort gefällt oder es mich interessiert. Ehrlich gesagt fände ich es schwer, da die ethisch richtige Entscheidung zu treffen. Gastronomie allgemein ist ja schon heikel. Was da abläuft an Ausbeutung und Schwarzarbeit, auch in Deutschland.


Strudelteigteilchen

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Antwort auf Beitrag von Silvia3

Wenn ich Bio-Eier kaufe, dann tue ich das, weil sie besser schmecken und weniger mit Schadstoffen belastet sind - nicht als Strafe für irgendwen. Und wenn ich an die Ostsee fahre, bestrafe ich höchstens mich selber, weil ich dann im Regen sitze, statt die Sonne zu genießen. Das fand ich schon amüsant, als meine Kinder klein waren: Da gab es Mütter, die die Kinder bestraften, indem sie etwas verboten, was sie selber total toll gefunden hätten. Den Kindern war es meistens wurscht. "Wenn ihr nicht brav seid, gehen wir nicht mit meiner besten Freundin Kaffee trinken!" - Wer hat da die Arschkarte gezogen, Muddi oder der Schratz? Ich mag diesen deutschen erhobenen Zeigefinger so gar nicht, er ist mir zutiefst zuwider. Darüber hinaus halte ich ihn für ineffektiv. Strafen funktionieren ja schon bei Kindern nur bedingt, bei Erwachsenen - und dann noch riesigen Gruppen - schon dreimal nicht.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Silvia3

Den Vergleich mit den Bio-Eiern finde ich schräg ... Zum einen ist es ja so, dass das durchaus auch für Dich einen Nutzen hat und zum anderen "bestrafst" Du ja direkt diejenigen, die nicht so toll handeln und "belohnst" die Guten. Mit einem Urlaubsboykott der Türkei "bestrafst" Du na, wie Du selbst schreibst, "die Türken". Aber "die Türken" bestehen ja nicht nur aus Erdogan-Anhängern und in den Tourismusregionen noch nicht einmal mehrheitlich. Die "bestrafst" Du ja gleich mit und m.E. sogar doppelt. Letzthin kam ein Interview mit dem Gouverneur der Provinz Antalya (nucht AKP), der beklagte, dass die wirtschaftliche Flaute dort auch seinen politischen Einfluss in Ankara schwinden lässt.


Silvia3

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Antwort auf Beitrag von Strudelteigteilchen

Strudelteigteilchen, das Wort bestrafen hast du ins Spiel gebracht, ich würde es lieber als "ein Zeichen setzen" bezeichnen. Ja, ich will mit dem erhobenen Zeigefinger ein Zeichen setzen, da nur wenn die örtliche Bevölkerung die Konsequenzen der Politik ihrer Führung im Geldbeutel spürt, Zweifel an der Richtigkeit dieser Politik geschürt werden können. Man kann doch nicht einfach tatenlos zusehen und hoffen, dass es die Politik richtet. Im übrigen bestrafe ich mich damit nur sehr begrenzt selbst, da ich noch nie in der Türkei war und auch nicht auf AI-Bettenburgen stehe. Ich habe allerdings noch Istanbul auf meiner bucket list und hoffe darauf, dass ich dort irgendwann mit gutem Gefühl hinfahren kann. Inzwischen suche ich mir andere sonnige Ziele, sei es ein Spontantrip an die Ostsee (wir wohnen nicht weit weg) oder eine Flugreise in die Tropen. Silvia


Strudelteigteilchen

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Antwort auf Beitrag von Silvia3

Das ist doch genau das, was ich meine: Man setzt Zeichen immer nur da, wo sie einem selber nicht so richtig weh tun. Billig ist das, sonst nichts. Dann setze mal Dein Zeichen. Wenn es Dir dann besser geht, ist doch alles cremig. Und wenn Du Dich damit über die AI-Bettenburgen-Türkei-Urlauber erheben kannst - um so besser. (Ich boykottiere ja ganz konsequent und ernsthaft Karl Lagerfeld. So ein überheblicher Kerl! Niemalsnicht käme mir ein Teil von dem ins Haus! Okay, ich kann sie mir eh nicht leisten, außerdem passen sie mir wahrscheinlich eh nicht, und überhaupt kam ich noch nie in die Verlegenheit, ein Teil von ihm kaufen zu wollen. Aber WENN, DANN werde ich, jawoll, mit erhobenem Mittelfinger, und das wird Karl Lagerfeld sicher schlaflose Nächte bereiten. So, nämlich!)


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Silvia3

Nun ja, auch Strandurlaub in der Türkei muss nicht AI-Urlaub in einer Bettenburg sein ... Und ob in den Tropen so viele luoenreine Demokratien zu finden sind? Ansonsten bin ich der Meinung, dass man auch Zeichen gezielt setzen sollte, so dass es also auch wirklich diejenigen trifft, die angesprochen sind.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Sille74

so gut über Dubai (VAE) und den Oman Bescheid weißt (zumindest gibst Du zu diesen Destinationen immer kenntnisreiche Tipps). Offensichtlich hast Du diese Länder bereits mehrfach (?) bereist. Mir wäre es neu, dass dort Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrecht so hoch gehandelt werden ... Ich finde da sollteman dannschon auch konsewuent sein beim "Zeichen setzen" ...


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von Strudelteigteilchen

Etwas off topic , aber .... Ich persönlich kaufe Bio-Eier, weil ich weiß, dass es den Tieren dort besser geht. Dafür nehme ich gerne den viel höheren Preis in Kauf. Beim Geschmack habe ich noch nie einen Unterschied festgestellt und auch eventuelle Schadstoffe sind bei meiner Entscheidung nur zweitrangig. Und das mit der Ostsee war ja nur ein Beispiel. Ich selbst würde statt in die Türkei auch lieber in wärmere Gefilde reisen. Da gibt es ja zum Glück auch genug Alternativen, bei denen man sich nicht selbst bestraft ... LG


Maxikid

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Für mich ist alles über 22 Grad eine Strafe....Ostsee bei 10 Grad pures Glück


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Maxikid

Dann kommst Du zumindest mal um die Frage "Türkei: ja oder nein?" rum und bist da aus dem Schneider ...


peta

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Antwort auf Beitrag von Strudelteigteilchen

Hallo, Du schreibst, dass viele Hotels grossen deutschen/internationalen Reisegesellschaften gehören. Das fand ich sehr interessant, finde aber beim googeln nichts näheres darüber. Hast du eine Infoseite dazu oder Informationen zu einzelnen Hotels? Unser früheres Lieblingshotel gehört z.b. einem türkischen Arzt.


sun1024

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Antwort auf Beitrag von mum28

Ich war bisher zweimal in der Türkei. Mitte der 90er mit einer Menschenrechtsdelegation im Osten der Türkei (Kurdistan), um auf Menschenrechtsverletzungen dort aufmerksam zu machen bzw. als neutraler Beobachter im Zweifel zu verhindern, dass unbemerkt von Ausland welche geschehen. Zu dieser Zeit hätte ich nie im Leben Urlaub in dem Land gemacht, was so deutlich die Menschenrechte verletzt hat. Dann entwickelte sich die Türkei viele Jahre lang aus unserer Sicht positiv. Sie waren auf einem tollen Weg vor Erdogan. 2012 waren wir dann als Urlauber in der Türkei und fühlten uns da wohl. Dann kam Erdogan und die positive Entwicklung kehrte sich um. Wenn ich heute in die Türkei einreisen würde, hätte ich begründete Bedenken, dass sie mich gleich einkassieren würden. Als ich ihn den 90ern in der Osttürkei war, sind wir nämlich gleich beim Aussteigen aus dem Flieger rausgewunken worden, unsere Pässe wurden kopiert, und uns wurde untersagt, Kontakt zur Bevölkerung aufzunehmen. Ab da wurden wir rund um die Uhr auf Schritt und Tritt von "Sicherheits"-Personal in einem gewissen Abstand überwacht. Da ich damit rechnen muss, dass meine Pass-Daten weiterhin in irgendeiner "Staatsfeind"-Datei gespeichert sind (die 2012 aufgrund liberalerer Führung keine Rolle spielte, die Erdogan aber vielleicht wieder hervorgekramt hat), bekämen mich gerade keine 10 Pferde, keine Sonne, kein günstiger Preis und auch nicht mein Arbeitgeber, für den ich viel reise, in die Türkei. LG sun


ak

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Antwort auf Beitrag von sun1024

Wir waren schon oft dort....ein wunderschönes Land... Preis-Leistung--- nicht zu toppen Aber : Seit 2 Jahren fahren wir aus Prinzip schon nicht mehr dort hin Also... ein klares Nein