Elternforum Kinderwunschbehandlung

Natürlich versuchen oder direkt ICSI?

Natürlich versuchen oder direkt ICSI?

vanilly22

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Guten Abend,  nachdem wir heute den Termin in der Kiwu-Klinik hatten, würde ich gern mal wissen ob hier jemand Erfahrungswerte hat: Gestern hatte ich aufgrund meiner Bauchspiegelung, bei der Endometriose entfernt wurde und ein Eileiter freigemacht werden konnte, einen Kontrolltermin beim Frauenarzt. Die Ärztin hat mir davon abgeraten es natürlich zu versuchen, weil ich durch die intraoperative Öffnung des Eileiters und durch die Endometriose ein erhöhtes Risiko für Eileiterschwangerschaften hätte. Sie hat mir sogar empfohlen eine Gestagen-Pille zu nehmen bis wir mit einer IVF/ICSI starten.  Heute waren wir dann zur Besprechung in der Kiwu-Klinik. Auch die Ärztin dort meinte wir sollten darauf verzichten es natürlich zu probieren. Zumal die Chance durch das eingeschränkte Spermiogramm wohl sowieso sehr gering wäre, aber auch weil sie glaubt, dass die Flimmerhärchen einen Transport gar nicht schaffen würden. Wegen der Endometriose und dem Spermiogramm hat sie uns eine ICSI empfohlen und uns schon mal alles für den Antrag bei der Krankenkasse und der Beihilfe fertiggemacht.  Ich bin mir jetzt wirklich unsicher ob wir bis zu einer möglichen Genehmigung tatsächlich verhüten sollten oder ob wir es drauf ankommen lassen? Zumal die Chance ja wirklich nicht sehr hoch ist, dass es überhaupt zu einer Befruchtung kommen würde.  Habt ihr vielleicht schon Erfahrungswerte oder ggfs. denselben Rat erhalten? Wenn wir die 3 Versuche nicht genehmigt bekommen, könnten wir uns es sowieso gerade nicht wirklich leisten tausende Euros in eine ICSI zu stecken. Die Chancen stehen zwar gut aufgrund der Diagnosen aber daran glaube ich erst wenn ich eine Genehmigung in den Händen halte.  Danke schon mal :) 


KielSprotte

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Antwort auf Beitrag von vanilly22

Verstehe ich es richtig, dass du eh nur einen (zumindest teilweise) funktionierenden Eileiter hast?! Dann würde ich ehrlich gesagt dem Rat der Ärzte folgen - bei einer Eileiterschwangerschaft kann man leicht den Eileiter verlieren und das würde dann ja das aus für euren Kinderwunsch bedeuten...... Auch wenn die Bewilligung von der Krankenkasse kommt, habt ihr einen hohen Eigenanteil, da die nur 50% übernehmen und manches (ich glaube z.B. die Medikamente für die Stimulation) gar nicht. Also einige Tausender pro Versuch sind da schnell weg.


vanilly22

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Antwort auf Beitrag von KielSprotte

Hallo und danke für deine Antwort! :)  Wir sind beihilfe- und privatversichert. Oft werden dabei mehr Kosten gedeckt. Die Beihilfe übernimmt ganze 50%. Das war bei einer IUI auch schon so. Daher schauen wir mal was dabei rauskommt :)  Dann können wir das auch besser kalkulieren. 


TatsächlichLiebe

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Antwort auf Beitrag von KielSprotte

Wir haben extra die KK damals gewechselt, da es hier Unterschiede gibt! Da muss man einfach mal recherchieren. 2020 gab es Kassen, die 100% übernommen haben, später weniger, aber da gibt es verschiedene Angebote.


misses-cat

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Antwort auf Beitrag von KielSprotte

Ähm selbstverständlich könnte man auf künstlichen weg auch ohne Eileiter schwanger werden, keine eileter bedeutet ja nicht keine Eierstöcke die sind im der Regel dann noch da


TatsächlichLiebe

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Antwort auf Beitrag von vanilly22

Also wenn mir 2 Ärzte unabhängig voneinander so etwas sagen würden, würde ich es für mich ernstnehmen und danach handeln.  Jeder Fall ist anders, aber unsere ICSIs waren jeweils im ersten Versuch erfolgreich, sodass wir mittlerweile 2 Kinder auf diesem Weg bekommen haben. Insofern muss man da nicht von vornherein schwarz sehen. Und wenn es beim 3. Versuch nicht geklappt hat (manche Kk erstatten auf Nachfrage auch noch weitere), kann man es immer noch natürlich "riskieren". 


Pepples

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Antwort auf Beitrag von vanilly22

Hallo, meine Geschichte ist wohl eher keine Antwort auf deine Frage, aber evtl. Hilft es dir ja doch... Mein Mann und ich versuchten (mit Unterbrechungen) ungefähr 5Jahre lang auf natürlichem Wege Schwanger zu werden.. Wir haben relativ schnell bemerkt dass, etwas mit mir nicht so läuft wie es eigentlich sollte und bekam recht schnell die Diagnose PCO.. Dann hatte ich allerdings das "Vergnügen" im Mai 2025 unverhofft einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen zuhalten.. Die Freude hielt nicht lange an denn auch da bemerkten wir recht schnell das etwas nicht stimmt und mir wurde gesagt dass, es sich dabei um eine Eileiterschwangerschaft handelte. Während der OP musste dann auch ein Eileiter entfernt werden und man bemerkte das mein anderer Eileitwr irgendwie mit der Beckenwand verwachsen ist.. Wir sind Ende 2025 zur KiWu Klinik und dort bekam ich auch noch die Diagnose Adenomyose.. Meine Ärztin hat mir darauf hin auch versichert dass, es sehr unwahrscheinlich auf normalem Wege klappen würde... und falls doch, ich wieder eine Eileiterschwangerschaft riskieren würde. Verhütungsmittel oder dergleichen wurden nicht angesprochen. Wir haben jetzt die Versicherung gewechselt und nun warte ich seit 2 Wochen darauf dass die Versicherung den Kostenplan überprüft. Trotz allem bin ich so Hoffnungsvoll wie schon lange nicht!  Ich hoffe für euch das alles gut wird!


tascha29

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Antwort auf Beitrag von vanilly22

Ich bin immer für "drauf ankommen lassen", weil ich Paare kenne, die nach erfolgreicher aber auch nach erfolgloser Kinderwunschbehandlung natürlich schwanger geworden sind! Achte auf den Zervixschleim, also nicht auf Berechnungen von Apps! Bei mynfp steht viel gute Info (du brauchst aber diese App nicht!) und eine nette Seite finde ich auch myfway com. Wäre doch cool, wenn es einfach so geht! Die OP habt ihr ja mit dieser Absicht gemacht. 


Rosebut

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Antwort auf Beitrag von vanilly22

Wie schlecht ist das Spermiogramm denn? Es gäbe ja noch iui, aber das geht nur mit mindestens 5 Millionen Schwimmern... 


vanilly22

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Antwort auf Beitrag von Rosebut

IUI kommt bei uns nicht in Frage, wegen der gestörten Eileiterfunktion.  Aber Anzahl der Spermien liegt bei 12,5 Mio/ml bzw. Gesamtanzahl 37,5 Mio.  Wir sind jetzt in der Beantragung der ICSI, achten aber im natürlichen Zyklus nicht drauf, da es sowieso super unwahrscheinlich ist, dass es mit einem halbwegs guten Eileiter und dem Spermiogramm funktioniert. 


Rosebut

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Antwort auf Beitrag von vanilly22

Also natürlich ist nicht ganz ausgeschlossen, aber ihr könnt ja die Pausenzyklen zwischen den icsis so oder so nutzen.  Vielleicht kann dein Mann Tamoxifen oder ans bekommen, um bessere Spermien zu haben? Aber die Menge reicht natürlich definitiv für icsi.  Wie viel A und B habt ihr denn? 


vanilly22

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Antwort auf Beitrag von Rosebut

Mein Mann hat das eingeschränkte Spermiogramm vermutlich wegen seiner Krampfader... Heute kam auch das Ergebnis des neuen Spermiogramms und da wurde festgestellt dass es auch wenige in Normalform gibt. Aber klar natürlich kann man nie zu 100% ausschließen.  was meinst du denn mit A und B ? 


Rosebut

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Antwort auf Beitrag von vanilly22

Quasi schnelle Schwimmer.  Also wenn das so ist (mit der Form), rate ich sofort zur icsi! Vielleicht reicht ja eine! 


vanilly22

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Antwort auf Beitrag von Rosebut

Achsooo, also er hat auf jeden 33% bewegliche, aber davon sind sehr wenige schnell beweglich, wenn ich das richtig verstanden habe. Habe die Ergebnisse erstmal nur am Telefon bekommen.  Ja also uns wurde auch von verschiedenen Ärzten zur ICSI geraten, ggfs. noch mit Zymot-Kammer, je nachdem wie die erste funktioniert. Hoffen wir einfach das Beste 🙈 danke für die Antworten! 😊 wie sieht das bei euch aus? Hatte ihr eine ICSI? 


Rosebut

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Antwort auf Beitrag von vanilly22

Wir hatten 6 icsis und leider hat es nur für ein Baby gereicht. Da mein Mann inzwischen komplett unfruchtbar ist, habe ich mir eine private Samenspende geholt und warte zum dritten Mal auf das Ergebnis, bin jetzt Zyklustag 32 und hatte Clomifen genommen. Wo das Leben einen hin führt, sag ich dir  ..