Elternforum Kinderwunschbehandlung

Angst vor HyCoSy und IVF

Angst vor HyCoSy und IVF

MaNi2679

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ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll... Mein Mann und ich probieren es seit ca. 1 Jahr und es will nicht klappen. ich weiß, andere Paare probieren es schon viel länger, aber es nimmt mich so sehr mit. Ich bin jetzt 35 und hab Angst, dass mir die Zeit davon läuft.  Wir haben schon so viel gemacht, Spermiogramm (nicht optimal), Blut- und Hormonanalyse (ich nehme unzählige Nahrungsergänzungsmittel, Progesteron,...), Letrozole, Ovitrelle,... laufend Untersuchungen, Ultraschall, Temperatur messen, und jedes Monat wieder die große Enttäuschung.  Nächste Woche steht meine HyCoSy an und ich weiß gar nicht, welches Ergebnis ich mir erhoffe. Einerseits - wenn raus kommt, dass meine Eileiter nicht durchgängig sind, habe ich endlich eine Erklärung, anderseits wünsche ich mir natürlich das bei mir alles passt. Aber dann denke ich mir, wie lange sollen wir es noch auf natürliche Weise probieren? Wie gehe ich damit um, wenn nicht mein Körper das "Problem" ist.  Ich hatte schon ein Erstgespräch in der KiWuKlinik aber die IVF oder ICSI haben mir nur noch mehr Angst gemacht. Eigentlich ist das das letzte was ich will, kostet so viel und gleichzeitig will ich nicht mehr warten.  Geht/ging es noch jemanden so? Wie seid ihr damit umgegangen? Wie schafft ihr es, mit der großen psychischen Belastung umzugehen? Wie geht ihr mit der Ungewissheit um, wann sich euer Leben verändern wird? Wie plant ihr eure Zukunft - privat und beruflich - mit Kind oder ohne Kind? Ich habe das Gefühl, ich stehe still und dennoch läuft mir die Zeit davon..


TatsächlichLiebe

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Du weißt doch noch gar nicht alles. Wenn die Eileiter nicht durchlässig sind, gibts es Methoden und vor der IvF/ICSI hatte ich gar keine Angst. Die ICSI lief 2x problemlos und erfolgreich. Aber klar, jeder reagiert anders. Die Kosten trägt zur Hälfte die Kasse, wenn Ihr verheiratet und Dein Mann auch noch jung genug ist. Wir haben damals zur Kasse gewechselt, die mehr als 50% zahlte. Beim ersten Kind waren wir eh bei der KK, die damals 100% zahlte. Bei. 2. Kind war das abgeschafft und wir sind zur KK gewechselt, die zu dem Zeitpunkt am meisten dazugab. 


Pinguina1

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Also ich wollte vor allem ein Kind. Als Solomama musste ich auch alles alleine bezahlen. Am Ende hat es so viel gekostet wie ein Neuwagen. Wenn deine Ängste zu groß sind, dann musst du ja kein Kind bekommen. Man kann auch ohne Kinder glücklich werden oder als Pflege- beziehungsweise Adoptiveltern. 


Baby2025

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Antwort auf Beitrag von MaNi2679

Deine Bedenken zur künstlichen Befruchtung sind verständlich. Eine ICSI oder IVF ist natürlich kein Spaziergang und glaube mir, ich würde auch sehr gerne darauf verzichten.  Ja, ein unerfüllter Kinderwunsch tut weh. Ich mache das ganze schon über 3 Jahre mit ohne zu wissen, ob ich jemals ein eigenes Kind haben darf. Aber gehe erstmal einen Schritt nach dem anderen. Die HyCoSy ist sehr sinnvoll. Du stehst also nicht still. Auch wenn es sich so anfühlt. Ich würde bei deinem Partner aber auch noch die DNA Fragmentation testen. Das könnte bei uns ein Grund warum aus 5 Transfers nix wurde. Versuche positiv an Dinge ran zu gehen. Und hinterfrage immer schön alles. 🍀


travviaa

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Ihr Arzt sollte Ihnen erklären, wie lange es sinnvoll ist, es auf natürlichem Wege weiter zu versuchen. Noch wichtiger ist jedoch, dass er Ihnen hilft, Ihre Optionen zu vergleichen. Eine Freundin von mir befand sich in einer sehr ähnlichen Situation, und ihr Arzt erklärte ihr, wie viel Zeit sie realistischerweise für den Versuch einer natürlichen Schwangerschaft aufwenden könnte, im Vergleich zum Wechsel zur IVF, wie hoch die Erfolgsraten bei den jeweiligen Methoden sind und mit welchen Kosten zu rechnen wäre. All diese Informationen halfen ihr, eine fundierte Entscheidung zu treffen, und sie entschied sich letztendlich für die IVF. Wenn du Bedenken bezüglich der IVF hast, empfehle ich dir, echte Patientengeschichten auf Fertility Road zu lesen. Sie können dir ein besseres Bild davon vermitteln, wie der Prozess tatsächlich abläuft, ob er vielleicht leichter zu bewältigen ist, als du erwartest, und wie eine Klinik dich während der gesamten Behandlung unterstützen kann. Du könntest dir auch den YouTube-Kanal Behind IVF Clinic Door ansehen. Dort findest du Rundgänge und Bewertungen von IVF-Kliniken, sodass du sehen kannst, wie die Kliniken und Embryologielabore aussehen. Manchmal wirkt der Prozess und die Umgebung viel weniger einschüchternd, wenn man sie mit eigenen Augen sieht. Es ist völlig normal, Angst vor etwas zu haben, das man noch nie erlebt hat. Wenn man mehr darüber erfährt, fühlt es sich oft etwas weniger überwältigend an.


HerzchenGlueck10

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Hallo liebe MaNi2679, dein Beitrag hat mich direkt angesprochen, weil es mir sehr ähnlich geht wie dir. Wie lief denn deine HyCoSy? Seid ihr mittlerweile vielleicht ein Schrittchen weitern? Bei uns liegt der Faktor wahrscheinlich (ganz sicher ist man ja nie) an meinem Mann und ich habe große Schwierigkeiten, mich auf eine ICSI einzulassen. Ich spüre Angst vor einem Leben ohne Kinder aber auch Wut, wenn ich meinen "gesunden" Körper bereits vor der Schwangerschaft den Strapazen einer Behandlung aussetzen muss und habe Angst, dass wir nur noch von Behandlung zu Behandlung rennen und unsere Beziehung darunter leidet. :( Was mir hilft ist, dass wir als Paar miteinander sehr offen über all unsere Ängste/Sorgen etc. sprechen und ganz vorsichtig zu überlegen, welche positiven Seiten ein Leben ohne Kinder haben könnte (es hat aber eine Weile gedauert, bis ich mich auf den Gedanken einlassen konnte). Mein Mann steht hinter mir und ist auch nicht wirklich vom Behandlungsweg überzeugt. Dennoch fühlen wir uns orientierungslos und wissen nicht, was wir tun sollen. Wir können uns aktuell weder für- noch endgültig dagegen entscheiden. Leider ist da immer diese tickende biologische Uhr 😉 Morgen starte ich zumindest mit einem Coaching, um hoffentlich irgendwie Ordnung in mein Gefühlschaos bringen zu können. Ich würde mich freuen, von dir zu hören, wie es dir aktuell geht. Liebe Grüße