Elternforum Erster Kinderwunsch

pco

pco

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

hallo! hat jemand von euch erfahrungen mit pco? bei mir wurde es festgestellt und ich soll jetzt mal für zwei monate die pille nehmen; danach ist der zyklus vielleicht wieder in ordnung, vielleicht aber auch nicht. da ich ss werden will, bin ich von der pille nicht sehr angetan.wisst ihr, ob es da noch eine andere lösung gibt?? lg, melony


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hi, also erstmal vorne weg,en Freundin von mir hat auch PCO und ist trozdem Schwanger geworden. Hier mal etwas das ich schon aus einem Heftchen habe Die Therapie des PCO-Syndroms besteht meist in der Therapie der vordringlichen Symptome. Sinn der Therapie ist es, das Risiko zukünftiger Gesundheitsprobleme zu minimieren und die vordringlichen Probleme (z.B. Unfruchtbarkeit) zu behandeln. Das PCO-Syndrom ist nicht heilbar. Es ist ein Zustand, der in den Griff zu kriegen ist. Als Therapie ist zunächst, wenn bekannt, die Beseitigung der Ursachen anzustreben. Liegt Übergewicht vor: Gewicht reduzieren Bei übergewichtigen Frauen wird zuerst eine Verminderung des Körpergewichtes angestrebt. Dies hat nicht selten zur Folge, dass sich wieder ein regelmäßiger Zyklus einstellt und nicht weiter therapiert werden muss. Die Gewichtsreduzierung wird durch intensive Diätberatung unterstützt, wie durch verschiedene Programme für ausreichend Bewegung und Wiederherstellung der körperlichen Fitness. Bleibt die Blutung aus oder ist sie unregelmäßig: Regelmäßige Blutungen herbeiführen Reicht eine Gewichtreduktion nicht, oder liegt kein Übergewicht vor, besteht die Therapie bei unregelmäßigen Blutungen zunächst darin, die Eierstöcke und die Hirnanhangsdrüse außer "Gefecht" zu setzen und regelmäßige Blutungen herbeizuführen. Dies geschieht meist mit einer Antibabypille (orale kontrazeptive Therapie), obwohl dies für Frauen mit Kinderwunsch schwer nachvollziehbar ist. Aber oft ist diese Maßnahme zur Unterbrechung des oben beschriebenen Kreislaufs notwendig. Auf weitere hormonelle Therapiemöglichkeiten zur Senkung des Spiegels der männlichen Hormone und zur Auslösung eines Eisprungs wird in einem anderen Abschnitt eingegangen werden. Es sei nur soviel gesagt: Es gibt Medikamente, die den erhöhten LH-Spiegel senken können (Dexamethason) und anschließend wird mit anderen Hormonpräparaten (z.B. mit Clomiphen) ein Eisprung ausgelöst. Bei Insulinresistenz: Insulinsenkende Medikamente Es gibt Hinweise darauf, dass eine Störung im Zuckerstoffwechsel ein Grund für die Entstehung des PCO sein könnte. Bei der sogenannten Insulinresistenz kommt es zu einem Insulinüberschuss, welcher zur Störungen der Eierstocksfunktion führt. Solche Zusammenhänge entstehen bei übergewichtigen Patientinnen häufiger als bei schlanken Frauen. Die Therapie kann in der Verabreichung insulinsenkender Medikamente bestehen. Metformin: Der Einfluß des Insulin-Sensitizer Metformin auf das PCO-Syndrom wurde von mehreren internationalen Studiengruppen untersucht. Bei dem Medikament Metformin gibt es schon vielversprechende Erfolge in der Behandlung des PCO-Syndroms zu verzeichnen. Metformin konnte eine Verbesserung der Insulinresistenz, eine Senkung des Testosteron- und LH-Spiegels, einer signifikanten Abnahme des LH/FSH-Quotienten, eine Erhöhung der SHBG-Synthese, eine Verminderung der Androgene und eine Regulierung des Menstruationszyklus bewirken. Zudem zeigt sich ein günstiger Effekt auf gewichtsreduzierende Maßnahmen. In der Metfomin-Gruppe einer großangelegten Studie resultierte die Clomiphen-Gabe in höheren Ovulationsraten, in einem dickeren Endometrium und einer höheren kumulativen Schwangerschaftsrate.d Bei Hirsutismus: Antibabypille Ist der Hirsutismus das führende klinische Merkmal, wird bislang eine Antibabypille (orale kontrazeptive Therapie) häufig mit antiandrogener Komponente- eingesetzt. Operativer Eingriff Eine weitere Form, das polyzystische Ovar Syndrom zu beseitigen, ist die laparoskopisch durchgeführte Punktion der Zysten und die gleichzeitig vorgenommene keilförmige Aufspaltung der oft hyperfibrosierten Ovarialkapsel. Dadurch wird kurzfristig die in den Eierstöcken befindliche Störung, welche zum polyzystischen Ovar führt, behoben, so dass in den Monaten nach dem operativen Eingriff die Wahrscheinlichkeit zu empfangen steigt. LG,Daniela


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

hallo daniela! danke für die info! ich war auch schon einmal schwanger, gleich nach absetzen der pille, das baby ist aber leider in der 12. ssw gegangen. und seither hat mein zyklus nicht mehr funktioniert. wie ist deine freundin schwanger geworden? bekam sie eine spezielle behandlung? glg, melony


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hi melony, also mein Freundin hat von ihrem FA eine Clomifen-Behandlung bekommen und wie man sah hat es ja auch geholfen!*g* Zusätzlich habe ich dir mal diesen Text herausgesucht! Zur Kinderwunschbehandlung wird der Wirkstoff Clomiphen in Form der Tabletten Clomifen (Dyneric, Pergotime, Clom50 etc.) verabreicht. Wirkstoff und Wirkungsmechanismus Clomifen ist das am längsten bekannte synthetische Präparat zur medikamentösen Anregung des Eisprunges. Über seine Anwendung wurde erstmals 1961 berichtet. Obwohl das Medikament seitdem überaus erfolgreich angewendet wurde, ist über seinen genauen Wirkungsmechanismus wenig bekannt. Auf alle Fälle bewirkt es eine Ausschüttung der Hirnanhangsdrüsenhormone LH und FSH und damit die Eizellreifung. Anwendung Die Standarddosierung von Clomifen beträgt 50 mg/Tag (= 1 Tablette/Tag) über 5 Tage. Eine Steigerung bis auf 150-250 mg/Tag wurde beschrieben, erscheint bei bis dahin ausgebliebener Eierstocksreaktion aber ziemlich aussichtslos (siehe Nebenwirkungen). Die Uhrzeit der Einnahme (morgens oder abends) spielt keine Rolle. Wie jedes andere Medikament auch sollte Clomifen nicht auf nüchternen Magen geschluckt werden. Das häufigste Einnahmeintervall ist der 3. – 7. oder der 5. – 9. Zyklustag. In den letzten Jahren zeigte sich jedoch, dass diese Einnahme nicht so starr gesehen werden muss. Zu berücksichtigen bleibt: Je kürzer der Zyklus ohne Clomifen, desto früher (eher ab 2./3.Zyklustag) sollte mit der Einnahme des Medikamentes begonnen werden! Es wurden vereinzelt auch Gaben von bis zu 10 Tagen beschrieben, die jedoch nicht als Standard gelten. Kontrolle der Clomifenwirkung Selbst die Regulierung des Zyklus auf 28 Tage bei vorher unregelmäßigen Blutungen spricht noch nicht 100prozentig für einen vorhandenen Eisprung. Daher sollte die Wirkung der Tabletten möglichst wenigstens durch die Temperaturkurve, LH-Messungen, bei Unklarheiten auch durch Ultraschall und Blutentnahmen kontrolliert werden. Insbesondere der Ultraschall ermöglicht auch eine Aussage über die Anzahl der reifenden Eibläschen (Mehrlinge!, Überanregung!). Aufgrund einer manchmal schlechten Beeinflussung des Gebärmutterhalsschleimes erscheint eine gelegentliche Untersuchung gerade bei höheren Clomifendosierungen (ab 100 mg) sinnvoll (siehe Nebenwirkungen). Vorteile Der Vorteil dieses Medikaments ist zweifellos die einfache Gabe als Tablette, weshalb es in vielen gynäkologischen Arztpraxen das erste Mittel der Wahl darstellt. Außerdem spricht für Clomifen: einfache Einnahme preiswertes Medikament geringes Risiko der Überanregung der Eierstöcke bei 50-100 mg (1-2 Tbl.)/Tag Nachteile Allerdings hat es auch einige Nachteile, die bei einigen Methoden der Kinderwunschbehandlung störend sein können. Die Einnahme ist zwar einfach, aber auch schlecht auf die einzelne Patientin abzustimmen. Einmal in der Blutbahn, läßt sich die hormonelle Stimulation der Eierstöcke nicht mehr durch eine Dosiserhöhung oder -senkung steuern. Diese Nachteile haben dazu geführt, dass bei der Kinderwunschbehandlung zunehmend Gonadotropine zur Anwendung kommen. Außerdem hat dieses Medikament auch eine "anti-östrogene" Wirkung an einigen Organen. Von besonderer Bedeutung ist dies am Gebärmutterhals, wo das Gebärmutterhalssekret zähflüssig werden kann und die Spermien am Eindringen in die Gebärmutter hindert. Bei einigen Patientinnen verursacht Clomifen zwar einen "guten" Eisprung, aber andererseits eine "Verfestigung" des Gebärmutterhalsschleimes. Daher erklärt sich unter anderem die Diskrepanz zwischen einer Eisprungwahrscheinlichkeit von 40-80% bei einer nicht annähernd so guten Schwangerschaftsrate. Die Spermien haben nach dem Verkehr Probleme bei der Durchwanderung des Gebärmutterhalses. Diese Verfestigung tritt manchmal erst bei Dosierungen > 100 mg/Tag auf, gelegentlich aber auch schon bei 50 mg/Tag. Man kann versuchen, dies durch die gleichzeitige Gabe einer Östrogentablette zu bessern, was aber nicht immer gelingt. Wichtig ist daher die Untersuchung des Schleimes (Anfassen des Schleimes bei der gynäkologischen Untersuchung durch den Arzt mit einer Pinzette und Kontrolle der Elastizität oder Selbstuntersuchung der Frau) vor allem bei hohen Clomifendosierungen. Auch aus diesen Gründen erscheint eine Dosissteigerung > 100-150 mg/Tag nicht sinnvoll. Aus Erfahrung weiß man außerdem, dass Patienten, die auf 100-150 mg/Tag nicht reagieren, dies bei höheren Dosen auch nicht tun. Bei längerer Anwendung von Clomifen, gelegentlich auch schon von Beginn an, haben manche Frauen eine dünne Gebärmutterschleimhaut, so dass eine eventuell befruchtete Eizelle nicht anwächst. Das hängt ebenfalls mit dem Wirkmechanismus von Clomifen zusammen und lässt sich nur im Ultraschall sehen. Sogenannte Überstimulationssyndrome mit Reifung vieler Eibläschen und Bauchschmerzen treten unter Clomifen nur überaus selten auf. Wie bei allen Medikamenten zur Anregung des Eisprunges können unter Clomifen gelegentlich sogenannte funktionelle (nicht bösartige) Zysten entstehen, welche bei 95% der Frauen innerhalb von 3 Monaten wieder verschwinden. Manche Patientinnen berichten über kurzzeitig leicht verschwommenes Sehen bei Dosierungen > 100 mg. Gelegentlich sahen wir dies auch schon bei 50 mg/Tag. Gerade "Vielautofahrerinnen" sollten das wissen. Von allen zur Anregung des Eisprunges benutzten Medikamenten weiß man, dass sie das spätere Risiko, zum Beispiel an Eierstockskrebs zu erkranken, nicht erhöhen. Für Clomifen gab es 1995 eine wissenschaftliche Arbeit, die bei einer Einnahme > 12 Monate (unabhängig von der Dosis) eventuell über ein gering erhöhtes Krebsrisiko berichtete. Obwohl dies nie bestätigt wurde, sollte Clomifen nicht länger als 6 Monate gegeben werden. Diese Empfehlung erwächst auch aus der Tatsache, dass danach die Schwangerschaftsraten stark sinken und über eine andere Diagnostik/Therapie nachgedacht werden sollte. Über Nachteile einer gleichzeitigen Einnahme von Mönchspfeffer gibt es keine Daten. Grüße,Daniela


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

hallo daniela! vielen dank für die info! ist ja sehr interessant zu wissen! werde meinen fa gleich mal darauf ansprechen. ich finde es nämlich blöd, die pille nehmen zu müssen, wo ich doch ss werden will. glg, melony


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Huhu! Also meine Erahrung ist leider dass FÄ die keine Erfahrungen mit PCO haben sehr vorschnell zur Pille greifen. Ich selbst habe seit 1 Jahr diagnostiziert PCO wurde mit Metformin dagegen behandelt und bin mittlerweile im 4 Monat schwanger... Vielleicht informierst du dich mal bei qualimedic.de oder direkt bei pco-syndrom.de darüber! Ich drücke dir die Daumen Ines