Elternforum Erster Kinderwunsch

Nu will ich uns allen mal Mut machen, Thema Fehlgeburt

Nu will ich uns allen mal Mut machen, Thema Fehlgeburt

Mitglied inaktiv

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Hallo Ihr Lieben, die mein Leid der Kinderlosigkeit teilen. Ich habe da vor zwei Jahren etwas miterlebt, und ich möchte Euch allen diese Story gerne berichten, da ich denke daran kann man wirklich sehen, man darf sich nach einer Fehlgeburt nicht die Schuld geben, und auch nicht die Schuld auf irgendwelche Sachen schieben die man unternommen, oder zu sich genommen hat. Ich selber war noch nicht schwanger, und hatte somit noch keine Fehlgeburt, aber ich denke ich kann auch denen in meiner Lage hiermit etwas Mut machen. Und zwar: die Schwester meines Ex-freundes, war Studentin. Sie war sehr lebenslustig. Trank viel (lass uns lieber sagen besoff sich) ging auf Partys, hatte Studiums Stress, Kellnerte nebenbei. Tja, und nahm fleißig gegen Kopfschmerzen Paracetamol und trank Kaffee so schwarz wie die Nacht, am besten gleich Kübelweise. Gegen Blähungen nahm sie dann auch noch Medikamente ein. Schließlich hatte sie mal eine Blasenentzündung (alles in der Zeit, gleich wenn ich weiterschreibe wird es euch deutlicher) Mußte dagegen Antibiotika schlucken. Also, das volle Programm. Dann kam der Zeitpunkt an dem Sie ihre Semesterferien hier bei uns beenen mußte und ihr Studium fortsetzten wollte. Bzw. dieser zeitpunkt stand in ein paar Tagen an. Nun denn, auf jedenfall ist sie zu Ihrer Mutter und hat angeblich, ich glaube es waren 2 tage vor ihrer Abreise, erst festgestellt, daß ihr aus den Brüsten sowas komisches rausläuft. Die Mutter sagte dann gleich, geh mal lieber zum Arzt. Gesagt getan, ihr glaubt es nicht, aber trotz des Alkohols und der Medikamente, dem Rauchen und alle dem, war sie bereits im 7. Monat schwanger. Ich muß an dieser Stelle ehrlich sagen, ich mag sie nicht besonders, und ich kann auch nicht verstehen wie man sieben Monate nicht merkt das man schwanger ist. Naja, und dann lief sie, bis dato super schlank auf einmal mit nem riesen Bauch rum, fragt mich nicht wie sie das gemacht hat. Das Kind kam auf jedenfall ohne Probleme und gesund zur Welt. Ich möchte hiermit auf keinen Fall dazu aufmuntern nun möglichst auch einen solchen Lebenswandel zu führen. Was ich möchte ist: Wenn es so sein soll, dann wird auch alles gut gehen, soll es nicht sein, dann geht es schief. Ich denke man kann sich nicht verrenken wenn man schwanger ist, ja um nichts zu riskieren. Vielleicht ist auch gerade das ein Fehler? Wer weiß. Ich hoffe Ihr könnt mit diesem Posting was anfangen. Mein Ziel war es Euch allen und auch mir Mut zu machen, und einfach weiterzuleben. Eure Flo PS: Übrigens, möchte ich Euch noch auch in Bezug von Fehlgeburt etwas von unseren Pferden erzählen: Meistens, wenn die Frucht (ich drücke mich jetzt mal etwas robuster aus, wie beim Pferd halt) nicht richtig sitzt, bzw. irgend etwas mit der Versorgung nicht stimmt, dann resorbieren (der Körper der Stute nimmt das Fohli also auf) die Stuten. Entwickelt sich das Fohli erstmal normal und es kommt später zu Problemen, z. B. häufig durch Zwillinge, dann verfohlen die Stuten, meist im 8. Monat. Und ich hatte einmal eine Stute die erst Zwillinge im 8. Monat tot zur Welt brachte, und dann und ich bin sicher das war psychisch bedingt Jahrelang nicht mehr tragend wurde. Und dann nach, ich glaube es waren 5 Jahre wurde sie wieder tragend, verfohlte aber ein fohlen wieder im 8. Monat. Danach war mit der Stute nichts mehr anzufangen. Wenn ich mit ihr zum besamen (Pferde werden fast ausschließlich nur noch besamt) fahren mußte, dann schaute sie mich schon immer so an. Als wolle Sie sagen, "nein, ich will nicht mehr, meine Babys sind tot" Dann habe ich meinem Vater gesagt es bringt nichts sie damit zu quälen und wir haben sie in Ruhe gelassen. Dann hatten wir z. B. auch Fohlen die zwar zur Welt kamen und die ich durch intensiv Pflege auch aufpeppelte und bis zum einem halben Jahr brachte, doch dann bekam das besagte Fohlen plötzlich Schaum vor den Mund und atmete ganz schwer. Mir war klar, da war irgendwas mit den Lungenvenen oder Arterien falsch gepolt. Und irgendwann kann das Herz das nicht mehr schaffen. also, ich hoffe, entschuldigt wenn ich mich wiederhole das ich jetzt auch wirklich mit diesem Beitrag Euch Mut mache. Was anders möchte ich nicht. Aber ich denke so fällt es einem auch leichter die Natur zu verstehen. Nochmals alles Gute und allen wünsche ich von ganzem Herzen viele gesunde babys!!! eure Flo


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hallo du!! habe gerade dein posting gelesen! und ich finde das hast du echt sehr schön geschrieben! ich hatte am 4.1. eine FG mit Ausschabung! und ich finde du hast recht! ich denke mir das auch! viele können machen was sie wollen in der schwangerschaft und es passiert nichts! und wenn es so sein soll dann klappt es auch!!!! bin auch dieser meinung! wollte dir einfach nur danke sagen für dien liebes posting und ich drück dir die daumen das es bald klappt und das du nie eine FG oder sowas erleben mußt! ganz liebe grüße Sidney! ;-)


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Danke erstmal für Deinen Beitrag. Ich bin auch Deiner Meinung, daß die Natur eben selbst entscheidet, wer es schafft und wer nicht und man hat keinerlei Einfluß oder Schuld an einer FG. Das ist nunmal die natürliche Auswahl, denn meist liegt ja ein genetischer oder sonstiger Defekt vor. Ich selbst hatte im November in der 9. Woche meine 8.! FG, wobei bei mir keine Schädigungen der Embryonen vorlagen, sondern mein Immunsystem ist so stark und greift diese fremden Zellen (sind ja welche von meinem Mann) an. Ich selbst habe mich gesund ernährt, nicht geraucht, keinen Alkohol getrunken, Hormone zur Unterstützung eingenommen und trotzdem setzte sich die Natur eben durch. Nur einmal, als ich eine schwere Virusgrippe inkl. Mittelohrentzündung hatte, wurde ich schwanger und gerade diese SS, die so schlechte Einstiegschanchen hatte, war dann erfolgreich - meine Tochter ist heute 2 1/2 und rundum gesund. Es hat halt jeder hier in diesem Forum ein anderes Problem, aber keiner hat Schuld daran, daß es nicht auf Anhieb klappen will. Also, alles Gute für alle und viele gesunde Babys, wünscht Katrin.


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Hallo Flo, danke, du hast Dir wirklich Mühe gemacht mit Deinem posting (und viel geschrieben).Bestimmt versteht Dich keiner falsch und ich (auch nach 2. FG) muß das auch einsehen: Die Natur ist eigentlich genial, nur gesunde Embryonen können überleben. Leider ist diese (natürliche?) Selektion nicht leicht zu verkraften wenn es denn einen selbst trifft. Ich wünsche uns allen (bald) ein gesundes Baby!!!!!! Gruß Anna


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Hallo ! Bin das erste mal dabei! Bin immer ganz froh, wenn ich wieder mal was neues erfahre. Habe im August 2001 eine Fehlgeburt gehabt und befinde mich noch immer in einem tiefen schwarzen Loch ! Frage mich ständig, was ich falsch gemacht habe (kein Alkohol, kein e Zigaretten !!). Naja cih will bald wieder schwanger werden und hoffe, dass es diesmal klappt.Vielleicht kann mir jemand noch ein paar Erfahrungen mitteilen !


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Hallo Florentine. Erstmal große Bewunderung für dein posting.Ich hatte noch keine FG, da ich noch nie schwanger war. Ich werde im Juni meine Pille absetzen. Jedoch machen mir die Postings über FG ein wenig Angst, da es doch sehr vielen Frauen widerfährt.Aber ich bin auch jetzt schon der Meinung, daß eine FG in vielen Situationen wirklich naturbedingt ist.Denn wenn das Baby schon von vorn herein keine Chance hat gesund auf die Welt zu kommen ( und das entscheidet nun mal unser Körper und nicht unser Herz ) ... ist es vielleicht manchmal besser. Aber es ist nun mal so- wenn es einen selber trifft ist es immer schwer. Viele liebe Grüße.