Mitglied inaktiv
Der Gebärmutterhals (Zervix uteri) ist durch einen zähen Schleimpfropf, den Zervixschleim, verschlossen, so dass die Bakterien der Scheide nicht in die höheren Genitalabschnitte gelangen. Der Zervixschleim (das Zervikalsekret) verändert sich zyklisch. Diese Veränderungen kann jede Frau selbst feststellen und mit ein wenig Erfahrung daraus ableiten, in welchem Stadium des Zyklus sie sich befindet. Zu Beginn des Zyklus, nach der Menstruation, ist die Scheide eher trocken. Es tritt wenig Zervixschleim aus. Zur Zeit des Eisprungs wird vermehrt Schleim gebildet; er ist deutlich dünnflüssiger. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung lässt er in den fruchtbaren Tagen die Samenzellen hindurch. Während das Milieu der Scheide eher sauer ist, bietet der alkalische Zervixschleim den Samenzellen ein günstiges Klima zum Überleben. Der Schleim in der Mitte des Zyklus ist dünnflüssig, glasklar und zieht Fäden, wenn er zwischen zwei Fingern getestet wird - er ist spinnbar. Jetzt ist eine Befruchtung möglich. Gegen Ende des Zyklus wird der Schleim weißlich und klumpig, die Menge des Schleims nimmt wieder ab. Mittel der Empfängnisplanung Das genaue Beobachten der Veränderungen des Zervixschleims im Zyklusverlauf eignet sich zur natürlichen Empfängnisplanung und kann die Temperaturmessmethode sinnvoll ergänzen. Bei der sogenannten Billingsmethode wird das Verfahren genau beschrieben. Allgemeine Regeln, wie die Beschaffenheit des Zervixschleims an den einzelnen Stationen des Monatszyklus ist, lassen sich aber nicht aufstellen. Jede Frau muss hierzu über mehrere Monate ihren Zervixschleim selbst kontrollieren, um die individuelle Rhythmik festzustellen. Zervixschleim in der Schwangerschaft Die Beobachtung des Zervixschleims eignet sich nur, um die fruchtbaren Tage besser zu erkennen. Die Beschaffenheit des Zervixschleims weist keine typische Veränderung auf, wenn eine Schwangerschaft eintritt. Deshalb ist es nicht möglich eine Schwangerschaft durch eine Veränderung des Zervixschleims zu erkennen. Die Veränderungen im Hormonspiegel sind die Ursache dafür, dass der Schleim im Verlauf des Zyklus unterschiedlich aussieht und sich unterschiedlich anfühlt. Je näher die fruchtbare Phase kommt, um so höher steigt der Östrogenspiegel, im Zervixschleim wird mehr Salz produziert. Kurz vor dem Eisprung kristallisiert dieses Salz. Dies sieht unter dem Mikroskop aus wie ein Farnblättermuster. Mit Hilfe der Geräte Cycle View oder Bio-tester, die in Apotheken angeboten werden, können diese Veränderungen des Zervixschleims durch eine Vergrößerung besser sichtbar gemacht und analysiert werden. Durch die Anwendung chemischer Verhütungsmittel wie Vaginalzäpfchen und durch einen Samenerguss in der Scheide kann die natürliche Beschaffenheit des Zervixschleims verändert werden. Dies sollte bei der Interpretation der Selbstkontrolle beachtet werden. Bei Sterilitätsproblemen ist es wichtig, zu ermitteln, ob und wann ein Eisprung im Zyklus der Frau stattfindet. Dies kann anhand einer Temperaturkurve, der so genannten Basaltemperaturkurve, geschehen. Charakteristische Temperaturkurve Nach jedem Eisprung wird ab der Zyklusmitte das Geschlechtshormon Gestagen gebildet. Dieses hat die Eigenschaft, auf das Wärmeregulationszentrum des Körpers einzuwirken und die Körpertemperatur um etwa 0,4° C bis 0,6° C zu erhöhen. Die Temperatur steigt etwa zwei Tage nach dem Eisprung an. Das Temperaturniveau der ersten Zyklushälfte liegt also nach einem Eisprung niedriger als das der zweiten (biphasischer Temperaturverlauf). Da das Gestagen nur gebildet werden kann, wenn ein Eisprung vorausgegangen ist, kann der Temperaturanstieg als ein ziemlich sicheres Zeichen für einen Eisprung gewertet werden. Die Phase der erhöhten Temperatur dauert etwa 13 bis 14 Tage. Kurz vor Beginn der Menstruation sinkt die Temperatur wieder um etwa 0,3° C. Bleibt das Temperaturniveau während des ganzen Zyklus gleich niedrig (monophasisch), dann ist es wahrscheinlich nicht zu einem Eisprung gekommen. Steigende Sicherheit für die Prognose Mit der Temperaturmessung kann man zwar den Zeitpunkt des Eisprungs nicht voraussagen, aber mit ziemlicher Sicherheit feststellen, ob er stattgefunden hat. Je mehr Zyklen hindurch gemessen wird, desto zuverlässiger kann auch eine Prognose gewagt werden, wann der Eisprung wohl stattfinden wird. Diese Hinweise werden für die Berechnung der fruchtbaren Tage für eine Empfängnisverhütung nach der Temperaturmethode ausgewertet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat folgende Kriterien genannt, um von der Basaltemperatur auf einen Eisprung schließen zu können: Findet ein Eisprung statt, dann erfolgt ein Temperaturanstieg innerhalb von 48 Stunden oder weniger. Die Temperaturen von drei aufeinander folgenden Tagen sollten um mindestens 0,2° C höher liegen, als in den vorangehenden sechs Tagen. LG doju;-)
Eigentlich habe ich schon vor Ewigkeiten darüber nachgedacht, eine Tempi-Kurve zu führen, aber irgendwie hab ichs doch immer verworfen. Naja, jetzt hab ich mir auch eine angelegt, ma schaun, wie sie aussehen wird. :o) Nochmal danke für die Infos! LG
vielen dank von "einer neuen" :-) für die erklärung. lg dani