Mitglied inaktiv
Hallo, kann sein, daß die Frage für manche zu persönlich ist, ich möchte wirklich niemanden beleidigen! Mein Mann und ich, haben uns in letzter Zeit halt sehr viel über das Thema Kinder, SS usw unterhalten. Mein Mann ist der Meinung, daß wenn die Kinderlosigkeit an der Frau liegt (also nich wegen zu langsamer Spermien etc), und das Paar noch keine Kinder hat, dann sollte man sich mit dem Gedanken mal beschäftigen, ob es von der Natur nicht so gewollt ist. Er hat mir das so erklärt, daß es ja vielleicht einen natürlichen Schutzmechanismus gibt, der evtl behinderte Kinder erst gar nicht entstehen läßt. Ich hoffe ihr versteht was ich meine! Er denkt, daß wenn zB eine Gebärmutterschwäche, oder eine Erbkrankheit vorliegen, daß die Natur halt gar nicht erst das Risiko eingeht. Habt ihr euch mit so einem Gedanken schon mal beschäftigt? Gibt es Zahlen von gesunden IVF Kindern die das wiederlegen? Wird vor einer Künstl. Befruchtung eigentlich soetwas ausgeschlossen (Erbkrankheit etc.) Hoffe ich bin niemandem auf die Füße getreten, wäre nicht in meiner Absicht! LG reni+Lena
Hallo Reni+Lena, die Überlegung von Deinem Mann ist richtig. Im Prinzip sollte man sich Gedanken machen wenn die Natur es so eingerichtet hat daß man keine Kinder kriegen kann.Meistens hat es schon einen Grund warum es so ist. Es hört sich halt echt schlimm an, denn mich würde der Gedanke daß es gar nicht klappt (keine Ahnung bin erst am Anfang, hatte eine FG) schon verrückt machen. Ich würde wahrscheinlich auch alles versuchen daß es doch klappt - dafür ist der Kinderwunsch zu groß. Auf den Schlipps trittst Du - finde ich - keinem. Ich kenne mich mit IVF nicht groß aus, da ich mich mit dem Thema noch nicht beschäftigt habe. Ich denke aber auch daß es seinen Grund hat warum die Krankenkasse sagt nach einer best. Anzahl IVFs zahlen sie nicht mehr... Ich denke der Grund ist ausschlaggebend warum man der Natur recht geben sollte. Wenn der Mann z.B. nur zu wenig Samen hat die aber ansonsten fit sind, steht dem ganzen rein ethisch gesehen nichts im Weg. Ein Bekannter hat mir mal erzählt das er jemanden kennt bei dem es nach edr 25. IVF geklappt hat und das Kind auch völlig gesund ist ... Eine schwierge Frage, ich würde es wahrscheinlich auch probieren... ob es richtig ist kann Dir wahrscheinlich niemand beantworten. Denn das ist Ansichtssache. Liebe Grüße Simone
... wie ist denn Deine Meinung dazu? Offenbar gibst Du hier die Meinung Deines Mannes wieder. Die entbehrt meines Erachtens jeder Grundlage. Dazu fallen mir folgende sachliche und persönliche Dinge ein: 1. Wie kommt Dein Mann auf die tolle Idee, daß es bei der Frau gottgegeben, naturgewollt oder wie auch immer ist und wenn die Schwimmerlis des Mannes nicht ausreichen, das eine Tatsache ist, die ja keiner so gewollt haben kann *sorryfanggeradeanmichdarüberzuärgern*??? 2. Es gibt inzwischen Studien, die belegen, daß ICSI-Kinder keiner höheren Fehlbildungsrate unterliegen, wie natürlich gezeugte Kinder. Die erhöhten Risiken liegen in erster Linie bei den Eltern (Erbkrankheiten, höheres Alter der Eltern, u.ä.). Das heißt nicht, daß eine Gebährmutterschwäche (wie Du es nennst) automatisch zu einem Kind mit selber Krankheit führt. Im Übrigen gilt das natürlich nicht nur für die Frau, sondern auch für den Mann. Sicher verfügt der weibliche Körper - und auch schon die ersten Zellanlagen des Embryos - über einen ausgefeilten Schutzmechanismus. Das werdende Leben wird abgestoßen, wenn in dem komplexen Bauplan irgendetwas schief läuft. Das hat aber nix mit der Zeugungsmethode zu tun. Das einzige, was mich an Deinem Posting etwas ärgert ist die - sorry - arg chauvinistische Ansicht Deines Mannes. Diese Sprüche sind nämlich genau die, die wir KiWu-Patientinnen immer dann zu hören bekommen, wenn wir sie am wenigsten gebrauchen könne. Dein Mann soll sich bitte nur eins vor Augen halten: Die sinkenden Fertilitätsraten sind bewiesene Tatsache - und ohne Reproduktionsmedizin würden wir sukzessive aussterben. Das ist vielleicht etwas krass formuliert, aber Tatsache ist, das Zivilisationskrankheiten wie sinkende Fertilität bei Frau UND MANN wohl kaum gottgegeben oder naturgewollt sein können. Sorry, ich fühl mich nicht grundsätzlich von Deinem Posting angegriffen, aber bei solchen Vorurteilen fühle ich mich schon dazu hingerissen, meinen Senf dazu abzugeben. Viel Glück, daß es schnell mit Eurem 2. Kind schnackelt und ihr nicht auf die Hilfe der Reproduktionsmedizin zurückgreifen müßt! Liebe Grüße Anke (schwanger durch ICSI in der 14. Woche, nach 2 1/2 Jahren ergebnislosen Übens)
Hallo, ich habe bewußt nicht meine Meinung dazugeschrieben, weil ich halt Gegenargumente sammle die ich ihm vor den Kopf knallen kann! Ich bin auch nicht seiner Ansicht...zugegeben, es lohnt sich, sich mal darüber gedanken zu machen, aber es zeigt halt auch deutlich, daß Männer mit dem Kopf, und Frauen mit dem Herz denken. (Zumindest meiner) Ich mache mir halt im Augenblick Gedanken darüber, daß es bei uns längere Zeit nicht klappt, und mein mann dann sein Medizinisches Unwissen als Argument einbringt. Ich bin über Zahlen, Risiken usw nicht informiert und brauche etwas Rückendeckung! LG Reni+Lena
„Große“ ICSI-Studie: Endergebnis liegt vor Deutsches Ärzteblatt 98, Heft 48 vom 30.11.01, Seite A-3156
Erstens sind die gedanken von dein Mann nicht schlecht und ich denke teilweise genauso wie er.Auch wenn ich mich jetzt unbelibt mache aber ich schreibe euch mal etwas auf steht in der Ärzte-Zeitung vom 6.11.01 Die Warscheinlichkeit, nach ICSI ein Kind mit Fehlbildung zu bekommen, ist mit 23 Prozent 4,4fach höher als nach einer SS, die auf natürlichen Weg eingetreten ist. Das haben Analysen von 32589 Geburten ergeben. Bei 15 von den 65 nach ICSI geborenen Kindern diagnostizierten die Ärzte große Fehlbildungen. Bei den 15 Kindern stellten die Ärzte 22 Fehlbildungen fest. Am häufigsten betraf diese die Muskeln und das Skelett sowie unterentwickelten und verkürzte Glidmasen. So jetzt wragt euch doch mal hat euer Arzt euch darüber mal aufgeklärt und wenn nich warum nicht??? Es muß ja nicht bei jedem auch so sein ,und es muß jede Frau oder Paar selber entscheiden ob er es macht oder nicht. Das ganze ist auch nicht von der natur so gewollt, und Kinderlos sein ist auch nicht immer von der Gesundheit abhängig. Bei manchen Frauen ist ebend noch nicht der richtige zeitpunkt dagewesen . Es kommt dann wenn es kommen möchte und nicht wenn wir es erzwingen . Auch wenn einige alles dafür tun würden solten sie sich doch gedanken machen und infos holen . Wir haben uns entschlossen so was nicht zu machen und der natur es zu überlassen ob ich ss werde oder nicht. Jeder muß es für sich selber entscheiden das ist meine meinung.
Hallo zusammen, also ich meine, bevor man solche krassen Argumente gegen die Reproduktionsmedizin anbringt, sollte man sich etwas genauer damit befassen, und sich mal vor Augen halten, daß hier im Forum 99 % Frauen sind, die sich an diese Möglichkeit klammern um endlich zum ersehnten Wunschkind zu kommen. Und gerade wir, ich schließe mich da ein, sind solchen Argumenten gegenüber sehr sensibel und fühlen uns persönlich angegriffen. Ich muß sagen, ich hätte es mir verkniffen, diese Argumente meines Mannes hier öffentlich zu machen. Denken kann ja jeder was er will aber bitte etwas Rücksicht auf die Gefühle und Erwartungen der anderen nehmen. LG Conny
..daß ich wieder mal jemandem auf die Zehen getreten bin, sorry, war wirklich nicht meine Absicht. Schau mal, ich denke, daß sich jeder hier, der sich mit dem Thema beschäftigt, auch seine Gedanken darüber gemacht hat. So daß ich hier nicht Neues anschneide! Und da ich den Argumenten bzw. Thesen meines Mannes nun wirklich wenig Glauben schenke, war ich der Ansicht von euch gegeargument zu bekommen. Kompetentere meinungen gibts ja keine...den ärzten trau ich da auch nicht über den Weg. Das Thema ist sehr keikel, ich weiß, aber wiso wird es als tabuthema gehandelt? jeder der sich mit der Reproduktionsmedizin einen Kinderwunsch erfüllen kann, hat doch schon mal diese Überlegung in betracht gezogen und verworfen, oder geht man das Risiko(falls es wirklich eines gibt) ohne weiteres ein? Trotzdem liebe Grüße und nix für ungut reni
....wie Dein Mann meint, dann dürfte man sich ja bei keiner Krankheit (denn ungewollte Kinderlosigkeit hat fast immer eine Krankheit als Ursache!!!!) mehr zum Arzt begeben und sich behandeln lassen. Also jeder, der schlecht sieht, sieht dann sozusagen "von der Natur gegeben" schlecht und dürfte sich nicht durch Brille oder so helfen lassen, daß er besser sieht. Bricht sich einer den Arm - bloß weg mit dem Gips, es ist ja "von der Natur so gegeben". Also ich hoffe, Du verstehst, wie ich das meine. Dein Mann redet - sorry wenn ich das so hart sage - absoluten Humbug. Und bei den Männern ist es wohl nicht von der Natur so gewollt? Uiiii, wenn das mein Männe wäre, hätte der nach solchen Äußerungen nix zu lachen... Heike
*lol* ich würd mich ja nicht als emanze bezeichnen, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto krasser find ich die statements deines mannes! um heikis posting mal auf die spitze zu treiben: bei uns frauen ist das dann alles gottgewollt und bei den männern ein äußerst bedauerlicher zustand, den es selbstverständlich sofort und umgehend abzuändern gilt... *krieggrandnegänsehautbeisovielblödsinn* naja, whatever, solche menschen werden vermutlich nie aussterben... liebe grüße anke
Damit du Agumente vorbringen kannst, hab ich mal kurz was aus dem Infoheft der Ki-Wu-Praxen abgeschrieben: Unerfüllter Kinderwunsch ist - wie bereits erwähnt - ein Problem, das beide Partner, Mann und Frau, gleichsam betrifft. Nich immer liegt eine Erkrankung vor, wenn sich der ersehnte Kinderwunsch nicht erfüllt. Auch der Lebenswanden, insbesondere Streß, Übergewicht, übermäßiger Alkohol- und Koffeekonsum sowie Rauchen, haben einen negativen Einfluß auf die Fruchtbarkeit. Ursachen bei der Frau (hab ich mal etwas gekürzt...) 1. Störung der Eizellreifung - z.B. erhöhte Werde an männlichen Hormonen verbunden mit Eierstockzysten; Unter- oder Übergewicht, große Gewichtsveränderungen in kurzer Zeit; extreme körperliche Belasungen, Störungen der Schilddrüsenfunktion, Medikamente und Streß können das Gleichgewicht empfindlich stören. 2. Einleiterbedingte Unfruchtbarkeit Bei einem drittel aller ungewollten kinderlosen Frauen sind die Eileiter die Ursache (verschlossen durch vorausgegangene Entzündungen. 3. Endometriose 4. Fehlbildungen von Eierstöcken, Eileiter oder Gebärmutter (etwa 5 von 100 Frauen - Fehlbildungen können unterschiedlich stark ausgeprägt ein und sind meist erblich bedingt. 5. Antikörper gegen Eizelle oder Spermien in seltenen Fällen erkennt der Körper seie eigenen Eizellen nicht - Das immunsystem bildet Antikörper Ursache beim Mann: 1. Störungen der Spermienreifung Häufigste Störung der männlichen Fruchtbarkeit. Kann Folge einer Mumps-Infektion im Kindesalter sein. Krampfadern am Hoden; weitere Ursachen: Hormonstörungen, Streß, Umweltbelastungen; Hodenhochstand, operierte Tumore oder angeborene Ursachen, wie z.B. eine Schädigung der Erbanlagen; auch akute Infektionen können vorübergehend einschränken 2. Störungen des Spermientransportes in 4 % der Fälle werden zwar ausreichend Samen gebildet - Situation ist in etwa mit dem Eileiterverschuß bei der Frau vergleichbar. Verklebte Nebenhodengänge können Folge von Entzündungen sein. Ursache bei beiden Partnern Bei 15 bis 30 % der betroffenen Paare finden sich bei beiden Partnern Gründe. In 5 bis 10 % der Fälle kann weder beim Mann noch bei der Frau eine organische Ursache für die Unfruchtbarkeit gefunden werden. In diesen Fällen kann Streß Schuld sein. Du siehst also, die wenigsten Ursachen sind genetisch bedingt. Und nur genetische Schäden können vererbt werden. Die Natur hat sich selbst einen Schutzmechanismus eingebaut, schwerste Störungen schon vorher zu beheben - durch Fehlgeburten. Was die Statistiken gegen die Repro-Medizin betrifft: Jeder macht sich die Studie die er braucht! Erfolgreiche Praxen werben mit ihren Erfolgen. Gegner suchen sich halt die Negativstatistiken für ihre Agumente! Ki-Wu-Praxen arbeiten übrigens auch mit Genetikern zusammen und jeder gute Arzt/Praxis macht sich im Erstgespräch einen groben Überblick über die Genetische Geschichte des Paares und wenn ein Risikofaktor (erbliche bedingte Erkrankungen in der Fam.) auftaucht, wird das erst geklärt, bevor es "ernst" wird. Letztenendes muß jeder für sich entscheiden. Ich persönlich gehe den Weg bis zum Schluss. Ich will mir nicht eines Tages vorwerfen müssen, nicht alle Möglichkeiten genutzt zu haben! (übrigens ist es bei mir u.a. eine Endometriose, die die SS verhindert) Gruß A.
www.repromed.de/diedrichivf-icsi.html www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/TEXTE/ARCHIV/PRESSEDIENST_GID139/SCHWERPUNKT/SCHWERPUNKT.HTM www.aerztlichepraxis.de/db/shownews/1012296590/7/1/news.html www.allgemeinmedizin.med.uni-goettingen.de/Kinderwunsch/kinderwunsch.htm
b
Hallo Reni, also ich kann gut verstehen was Dein Mann meint und finde auch, Du hast diesmal versucht Dein psting so zu schreiben, daß sich bloß niemand angegriffen fühlt :)), hat aber nicht so ganz geklappt. Ich hatte solche Gedanken auch schon und deswegen käme für mich keine künstliche Befruchtung in Frage. Trotzdem finde ich es bewundernswert, wenn Paare diesen macnhmal doch recht schweren WEg auf sich nehmen und würde das niemals verurteilen. Mein Bruder/meine Schwägerin haben 5 Jahre lang versucht Eltern zu werden mit dem vollen Programm und ich habe sie unterstützt wo es nur geht und hätte diese Entscheidung nie in Frage gestellt. Fazit, ich persönlich kann diese Gedanken sehr gut nachvolziehen, aber genauso die verstehen, die es eben anderes sehen. Viele Grüße von maxi
solche Gedanken hatte ich früher auch. Als Nichtbetroffene. Dann wurde ich schwanger. Das Kind hatte ein Missbildung. Warum? Wir waren keine "Risikofaktoren". Es wurde erst im 4. Monat ersichtlich, was bei dieser Art von Behinderung (keine Nieren) sogar noch früh ist. Ohne Nieren kann man nicht überleben. Das Kind ist dann im 6. Monat gestorben und ich musste es auf die Welt bringen. Soviel zum Thema "keine-Kinder-bekommen-können-bedeutet-vielleicht-keine-behinderten-Kinder-zu-bekommen". Stimmt nicht. Bin heute GLÜCKLICHE MAMI, verfolge eure Diskussionen hier immer, war ich doch selbst lange Stammgast hier. Alles Gute!