Mitglied inaktiv
Hallo Ihr :) Bisher war ich eine meist stille Mitleserin des Forums, aber nun will ich auch mal was dazu schreiben... Seit Mai bin ich hier und lese fast jeden Tag mit. Mittlerweile habe ich ein Bild von den Gedanken und Problemen der Frauen in diesen Forum, manchen geht es wie mir, bei anderen schmunzel ich doch schon mal vor mir hin... Ich habe mir heute Gedanken zum Thema Baby gemacht mit meinen Partner zusammen und wir sind zu den Schluss gekommen, das wenn es bei uns nicht klappen sollte ich den nächsten Jahren, dann belassen wir es dabei. Ich werde meinen Mann nicht zur Spermienuntersuchung schicken und ich selbst werde auch nicht die Ärzte abklappern, um mir den besten Rat zu holen den es gibt. Ich kann es einfach nicht meinen Mann zu muten seine Männlichkeit in Frage zu stellen oder mich als Frau. Was wenn er Zeugungsunfähig ist und ich Unfruchtbar, fühlen wir uns dann noch wie Mann und Frau ? Kommt dann nicht in der Stunde der Wahrheit die Frage auf, bin ich Schuld daran, weil ich keine Kinder bekommen/machen kann ? Geht dann nicht irgenwann eine Ehe kaputt ? Lieber belassen wir es dabei und machen uns so ein schönes Leben. Sorry, das der Text so lang ist, ich wollte einfach mal drauf los tippen. Was denkt Ihr eigentlich dazu ? Gehts Euch auch so oder muss unbedingt eine Untersuchung her, bis alles klar steht und man alles ganzzzzz genau weiß ? Grüße Sony
Hey Sony, wo Du recht hast, hast Du recht. Uns gehts da genauso wie Euch. Ich würde meinen Mann auch nicht zum Spermiogramm schicken (obwohl er selbst es möchte), denn ich denke da genauso wie Du. Wir haben uns da noch keine weiteren Gedanken drüber gemacht. Das einzige, was mir zur Zeit unheimlich hilft, ist mein Glaube. Ich bin weder getauft, noch konfirmiert, noch sonstwas, aber ich glaube an Gott und daran, dass alles einen Sinn im Leben hat, auch wenn der nicht immer ersichtlich erscheint. Und daher gedulden wir uns und warten. Dir aber alles Liebe und weiterhin gedrückte Daumen, dass alles so klappt, wie Ihr es Euch wünscht Deine Pooh
Warum nicht die Künste und die Fortschritte der Medizin nutzen??? Manche Sachen lassen sich eins zwei drei beheben. Ein schlechtes Spermiogramm ist teilweise nur eine Sache der Lebensweise, wie Rauchen, Alkohol und ungesunde Ernährung. Wenn das schon alles ist warum nicht was tun? Aber dafür muss man davon wissen ;-) Und bei Frauen gibt es nicht nur gute Ratschläge sondern wirksame Medikamente! Irgendwann kommt ihr nämlich alle dahin wo die biologische Uhr tickt, nur dann kann es sein, dass Euch die Zeit knapp wird und davon läuft. Oder wo es tatsächlich zu spät ist! Entweder man will Kinder und tut etwas dafür wenn es nicht natürlich klappt. Oder man lässt es aber dann wollte man nicht 100 % ig ;-) So nun überlegt was Ihr für Euch selbst wollt! LG Annett PS: Achja und falls Ihr denkt so schreibt eine die es wissen muss, ich selbst habe es bisher alleine geschafft schwanger zu werden. Aber ich arbeite in einem Forum und bekomme es tag täglich mit wie Frauen leiden wenn es nicht klappt oder aber wie überglücklich sie sind wenn ihnen geholfen wurde ;-)
hallo hab jetzt die oberen Beiträge gelesen und muss auch meinen Senf dazugeben. Ich denke die Mitte ist so der "vernünftigste" Weg, wenn ichs mal so Formuliere. Ich denke es ist wichtig das man sich als Paar (nicht jeder für sich) Gedanken macht, wie weit es möglich ist zu gehen. Und das kann bei jedem sehr unterschiedlich sein und hat denke ich nichts damit zu tun wie ernst einem der KiWu war, sondern ist eine Frage der Persönlichkeit und den Werten die man so hat. Da gibts keine Normlösung, ich denke auch man kann die Medizin durchaus in Anspruch nehmen, sollte sich aber Überlegen wo die Hilfe zur Zumutung wird. Es kann helfen wenn man weiß worans liegt, manches kann man beheben, es kann auch zur Belastung werden wenn man weiß "ich bin schuld, mit einer anderen könnte er Kinder haben". Wenn man nix weiß kriegen die Gedanken aber auch oft Flügel und man reimt sich irgendwelches zeug zusammen, was auch nicht sinnvoll ist. Ich bin sicher das es sehr schwer ist eine Lösung als Paar zu finden, und das es furchtbar sein muss wenn man seinen leiblichen KiWu wirklich aufgeben muss. Ich bin wirklich dankbar, das ich nicht in diese Situation gekommen bin. Ich habe Respekt vor den Entscheidungen die die betroffenen treffen (auch wenn ich manches sicher nicht machen würde). Ich glaube Kinder sind ein Geschenk, da geht es nicht um Leistung oder Versagen, nicht um "machen und kriegen". Sie sind ein Geschenk und so sollten wir die eigenen und auch die anderer betrachten. Ich finds nur sehr schade das eine Adoption (auch ausländischer kinder) bei uns sooooooo schwierig ist. Wo doch da so vielen geholfen wäre. meine Gedanken gehen glaub ich bisschen wirr durcheinander, hab einfach drauflosgeschrieben LG tina
Ich schließe mich Annette voll und ganz an. Unser Kinderwunsch war so groß, dass alles "Verdrängen" etc. nichts geholfen hätte. Bei uns lag die Ursache an meinen Hormonen. Das wurde in einer einfachen Blutuntersuchung festgestellt. Ich schluckte also 1 Monat lang Tabletten und im nächsten Monat war ich mit unserer inzwischen fast 2-jährigen Tochter schwanger. Minimaler medizinischer Eingriff, große Wirkung! Hätten wir das mit den Hormonen nicht feststellen lassen, wären wir vermutlich immer noch kinderlos. Wir wünschen uns nun seit einiger Zeit ein 2. Kind, es klappt wieder nicht auf natürlichen Weg, also habe ich vor 2 Wochen wieder mit Tabletten begonnen. Ist zwar unangenehm (Nebenwirkungen) und stressig (viele Arztbesuche), aber wenn wir nochmal mit so einem Geschenk wie mit unserer Tochter belohnt werden, lohnen sich diese Strapazen. Hätten wir nicht so einen relativ "leichten" Weg gefunden, medizinische Hilfe zu bekommen, wären wir auch weiter gegangen und hätten uns über künstliche Befruchtung etc. informiert. Ich finde, man sollte die heutigen Möglichkeiten ruhig ausschöpfen. Wozu gibt es sie sonst? LG Andrea
Ich meinte lediglich, dass ich meinen Mann da nicht "hinzwingen" würde. Er würde es von sich aus machen. Wir haben es allerdings schon im Freundeskreis gesehen. Er ist zum SG gegangen (weil bei ihr angebl. alles ok sein sollte). Dort stellt sich raus, dass er steril ist. Sie stinkwütend, wollte schon mit sonstwem ins Bett, um überhaupt ein Kind zu bekommen (die Ehe stand übelst auf der Kippe). Im nachhinein hat durch einen Zufall rausgestellt, dass sie ebenso steril war und sich gar nix getan hätte. Und daher kann ich für mich nur sagen, dass ich genau vor diesen Dingen Angst habe. Meine Freundin hat ihrem Mann die Schuld in die Schuhe geschoben und nachher hat er ihr "den Effe" gezeigt. Kann das richtig sein? Gut, sie haben nun die Technik genutzt und sind heute Eltern einer süßen Tochter. Nur bin ich mir nicht sicher, ob ich da die Nerven zu hätte. Man hat 3 versuche und die Frage ist, was ist, wenn alle schiefgehen? Ich denke, jeder sollte für sich selbst entscheiden. Vielleicht mag ich auch irgendwann anders denken (kann ich jetzt noch nicht sagen), aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt denk ich mir, dass ich der Natur nicht ins Handwerk pfuschen möchte. aber wie gesagt, vielleicht denke ich irgendwann anders drüber. LG Pooh
Liebe Sony, wenn ihr das für euch so ausgemacht habt, dann ist es für euch in Ordnung. Aber wie schon eine Vorschreiberin ausführte, manchmal ist es eine kleine Kleinigkeit, die mit einem winzigen Dreh behoben werden kann, warum dem nicht nachgehen? Denn weißt du was ich glaube? Auch wenn diese Abmachung für euch jetzt steht, es kann sein, dass es auf Dauer doch nicht funktioniert. Dass die Sehnsucht nach einem Kind eure Beziehung genauso belastet wie die Gewißheit, es könnte an dir an ihm oder an gar nix liegen. So heißt es, den Kurs immer wieder zu korrigieren oder sich immer wieder auf die Vorgehensweise zu einigen. Der Kopf ist rund, also die Gedanken kreisen lassen. Grüße und alles Gute Anne P.S. Ich glaube nicht, dass man deine Weiblichkeit nur an deiner Fruchtbarkeit und die Männlichkeit deines Mannes nur an der Qualität seiner Spermien festmachen kann - das wäre arm.
Hallo Ihr :) Vielen Dank erstmal für Eure Antworten. Unser Kinderwunsch ist zwar da, aber er hat nicht unser Leben eingenommen, ich weiß von mir und auch von meinen Mann, das wir auch ohne Kinder leben können. Wir sind jetzt nicht darauf versteift. Ich weiß von vielen Frauen hier und auch aus anderen Foren, das der Kinderwunsch bei ihnen schon ein täglicher Begriff im Leben ist, der bei ihnen auch das ganze Leben beherrscht. Ich denke ganz klar, das kanns nicht sein. Ich stell mein Leben doch nicht Kopf oder lebe nur noch für den Kinderwunsch. Da hört mein "Ich" für mich auf ! Es ist manchmal schwer vorstellbar für mich, das manche Menschen es mit aller Kraft versuchen und sich damit selbst auch noch verrückt machen. Ich akzeptiere aber auch, wenn manche Paare diesen Weg gehen wollen. Ich werde sicher beim Arzt nachfragen, ob ich Gesund bin und ob ich was falsch mache, aber ich renne nicht mein Leben lang damit umher. Und ich mache mir auch keinen Stress damit. Wenn es kommt, dann kommt es. Falls nicht, versuche ich zu adoptieren. Vielen Dank noch mal für Eure Meinungen. Und ich drück Euch die Daumen. Grüße Sony.